ING Erste Großbank ergreift überraschende Maßnahme: „Zeit der Nullzinsen jetzt vorbei“

Mutter hat Preisgeld schon verplant So tickt FIFA-Weltmeister Mohammed (22) aus NRW

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Mohammed „MoAuba“ Harkous holte im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel in FIFA19.

London/Bochum – Als der virtuelle Abpfiff ertönte, konnte Mohammed „MoAuba“ Harkous (22) seine Tränen nicht mehr zurückhalten. „Das ist nicht normal, unglaublich“, sagte der Bochumer über den Erfolg seines Lebens.

Harkous ist FIFA-19-Weltmeister. Als erster Deutscher überhaupt hat er den FIFA eWorld Cup in London gewonnen (hier mehr dazu lesen).

Im Finale besiegte „MoAuba“ den großen Favoriten und Titelverteidiger Mosaad „Msdossary“ Aldossary (19) aus Saudi-Arabien mit 3:2.

Mohammed „MoAuba“ Harkous gewinnt 250.000 Dollar mit FIFA 19

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Der Lohn der Daddel-Mühen: 250.000 Dollar (rund 225.000 Euro) Preisgeld und ein neues Auto. Ein satter Gewinn, dennoch nichts im Vergleich zu den Millionen, die andere eSportler verdienen (siehe unten). 

Der große Preisgeld-Unterschied macht Harkous aber nichts aus, im Gegenteil: „Das reicht mir komplett. Wenn es um drei Millionen gehen würde, dann würde mein ganzer Körper zittern.“

Der 22-Jährige weiß auch schon genau, was er mit dem Geld macht – oder besser gesagt, seine Familie. Denn die habe die 250.000 Dollar schon verplant.

„Meine Mutter und meine Schwestern haben schon alle Online-Shops leer gekauft, da wird für mich nichts übrig bleiben“, sagte Harkous lächelnd nach seinem sensationellen WM-Triumph.

„MoAuba“ ist selten um einen flotten Spruch verlegen

„MoAuba“ hat nicht nur flinke Finger, sondern auch eine flinke Zunge. Der 22-Jährige ist selten um einen flotten Spruch verlegen. So bekamen dann auch die Veranstalter der FIFA-WM in London einen kleinen Seitenhieb ab.

Zu den knapp 1700 Besuchern beim Finale sagte Harkous: „Dass so viele gekommen sind, ist relativ gut. Die Preise waren mit 20 Euro echt teuer. Wenn man das in Zukunft ein bisschen günstiger macht, kann man die fünffache Menge erwarten.“

Mohammed Harkous findet FIFA 19 eigentlich gar nicht gut

Obwohl er frischgebackener Weltmeister in seiner Disziplin ist, ist Harkous nicht gerade der größte Fan von FIFA 19.

Sehnsüchtig wartet er auf den Nachfolger FIFA 20, der Ende September erscheint. „Es kann nur besser werden, weil wir der Meinung sind: Es geht gar nicht schlechter als das, was wir gerade spielen“, sagte Harkous kürzlich über die aktuelle FIFA-Version.

Und weiter: „Im Moment habe ich das Gefühl: Ich kann auch drei Monate auf die Malediven fahren und mich besaufen und bin immer noch gleich gut.“

Lesen Sie hier: „Es fallen quasi immer Tore!“ – Reporter erklärt den Zocker-Hype um die Fifa-WM

„MoAuba“ ist in der FIFA-Szene beliebt

Doch es war eben gut genug, um auch die ganz Großen hinter sich zu lassen und letztlich den WM-Pokal in die Höhe stemmen zu können.

Nicht nur wegen seiner Leistungen, sondern auch wegen seiner positiven Art erfreut sich „MoAuba“ großer Beliebtheit in der eSport-Szene.

Während seine Konkurrenten kurz vor dem Turnier noch mehrere Stunden am Tag vor den Konsolen verbrachten, ließ es der 22-Jährige locker angehen. Nach dem WM-Sieg verriet er noch auf der Bühne, vor dem Turnier kaum trainiert zu haben. Wer’s kann...

In Bochum hätte man sich natürlich gefreut, einen Weltmeister in seinen Reihen zu haben. Doch Harkous geht bei FIFA nicht für den VfL Bochum, sondern für Werder Bremen auf Torejagd.

Das dürfte den meisten aber egal sein. Hauptsache, wir haben mal wieder einen deutschen Weltmeister... 

Auch der 1. FC Köln zockt schon um FIFA-Titel

Früher wurde eSports verlacht, heute hat sich der virtuelle Sport zu einem Milliardenmarkt entwickelt.

Große Events füllen ganze Arenen, zu Hause gucken Hunderte Millionen Fans über Live-Plattformen wie Twitch zu. Beliebtestes Spiel derzeit: die Online-Multiplayer-Arena „League of Legends“.

Mirza_Jahic_Timo_Gruneisen

Timo „Praii“ Gruneisen (l.) und Mirza Jahic spielen für den FC.

Längst sind in der FIFA-Sparte auch Fußballvereine eingestiegen und haben professionelle eSportler unter Vertrag genommen. So kämpfen beim 1. FC Köln zum Beispiel Timo „Praii“ Gruneisen und Mirza Jahic um Titel.

Fortnite-Zocker Kyle Giersdorf gewann drei Millionen Dollar

Der Alltag eines eSports-Profis ist durchaus aufwendig. Zehn Stunden Training pro Tag sind keine Seltenheit.

Profi-Teams haben Taktik-Coaches, Physios, Köche. Nichts wird dem Zufall überlassen. Gezockt wird auf internationalen Events, zum Beispiel in Schweden, Finnland, den USA oder Australien.

Doch die Mühen können sich auszahlen. Kyle Giersdorf (16) alias „Bugha“ gewann kürzlich in New York die erste Fortnite-WM. Er nahm drei Millionen Dollar nach Hause. Mehr dazu hier. (mah)

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