Jockey redet über UnfälleMinarik: „Galopp-Sport ist kein Ponyhof!“

Minarik

Filip Minarik ist seit 2000 in Köln beheimatet. Er erlebte schon viele Stürze. Das Foto wurde 2015 in Iffezheim aufgenommen.

von Uwe Bödeker (ubo)

Köln – Der 82. Gerling-Preis in Köln-Weidenpesch. Im Hauptrennen (16.40 Uhr) geht es um ein Preisgeld von 70 000 Euro. Favorit ist Hengst Savoir Vivre. Ihn reitet Filip Minarik (42). Das Interview mit dem tschechischen Jockey, der seit 2000 in Köln wohnt.

Savoir Vivre ist Favorit, oder?

Er ist noch nicht bei 100 Prozent, wird aber ein Wörtchen mitreden. Unabhängig davon wird er beim prestigeträchtigen  Prix de l’Arc de Triomphe Ende September reiten.

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Ein Millionen-Rennen. Sitzen Sie dort auch im Sattel?

Nein, Savoir Vivre wird dann wohl von einem französischen Jockey geritten.

Wie gehen Sie damit um?

Das ist natürlich schade, aber ich mache den Sport seit 20 Jahren. So ist es halt.

Traurig war auch Ihr letzter Auftritt in Köln, als Ihr Pferd stürzte und später wegen Beinbruch eingeschläfert wurde.

Das ist natürlich traurig, aber auch damit lernt man umzugehen. Ich habe im Jahr 800 Einsätze und baue bewusst keine Beziehung zu den Pferden auf – auch um mich emotional zu schützen. Das klingt zwar hart, aber Galopp-Sport ist kein Ponyhof.  Ich arbeite in einem knallharten Adrenalinsport.  Da bringen Pferde und Jockeys Höchstleistungen und es kommt auch zu Unfällen.

Welche Verletzungen hatten Sie schon?

Die letzten Prellungen habe ich dank der Physios der Mediapark-Klinik gut verarbeitet. Ich kann auf Holz klopfen. Ich hatte  insgesamt zwar etliche Knochenbrüche, aber alles war reparabel. Ich bin froh, gesund zu sein.

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