Einst Fitness-Guru beim FC und DFB Kölner coacht jetzt in einer ganz anderen Branche

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Fitness-Trainer Yann-Benjamin Kugel (M.) mit den Profi-Gamern Gerrit Stukemeier, Mirza Jahic, Jorge Casanovas und Tim Willers (v.l.).

Köln – Er betreute unter anderem jahrelang die Profis des 1. FC Köln und die Fußballer der deutschen Nationalmannschaft. Jetzt beginnt für Fitness-Guru Yann-Benjamin Kugel (39) ein Abenteuer in ganz neuen Gefilden.

Der ehemalige DFB-Athletiktrainer will die Zocker des Kölner Profi-Teams SK Gaming fit für die ganz großen Erfolge machen. EXPRESS hat mit Kugel über seine Arbeit im Segment E-Sports gesprochen.

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Yann-Benjamin Kugel lässt Kölner Profi-Gamer schwitzen

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Unter Kugel schuften in Köln Profi-Gamer wie FIFA-Ass Mirza Jahic (28), der in der virtuellen Bundesliga für den 1. FC Köln antritt, für ihre Ziele. Dafür hat SK Gaming jetzt sogar einen Fitness-Bereich in seiner Kölner Niederlassung eingerichtet.

Für Kugel ist es derweil keine Frage, ob Gaming eine Sportart ist oder nicht. „Man muss sich nur die Belastungsprofile ansehen, die Herzfrequenzen beim Gaming“, erklärt er. „Es gibt keine Sportart, die eine so schnelle Reaktionsfähigkeit verlangt, auch nicht Tischtennis“, ergänzt er.

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Unter Yann-Benjamin Kugels Anleitung stemmt FIFA-Profi Mirza Jahic Gewichte.

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Yann-Benjamin Kugel setzte auf den Faktor Ernährung

Er will den Zockern helfen, die besonderen Belastungen bei Turnieren oder beim Training zu meistern. „Die Jungs sitzen vor ihrem Screen, ihr Blickfeld beschränkt sich auf ein Fenster von 30, 35 Zentimetern“, sagt Kugel. Das führe zu diversen körperlichen Beschwerden. „Handgelenkprobleme, Schulter- und Unterarmschmerzen sind typisch. Es geht also auch darum, präventiv zu arbeiten“, erklärt der ehemalige FC-Coach.

Mit den Profi-Zockern von SK Gaming arbeitet Kugel aber nicht nur auf der Hantelbank oder im athletischen Bereich. Auch in Sachen Ernährung werden Jahic & Co. beraten. „Bei E-Sports geht um Konzentrationsmaximierung und -optimierung. Dafür ist die Ernährung natürlich enorm wichtig, weil sie einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat“, sagt Kugel.

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Yann-Benjamin Kugel (l.) mit League-Of-Legends-Profi Jorge Casanovas.

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Yann-Benjamin Kugel glaubt an „Massenbewegung E-Sports“

Der Ex-DFB-Athletiktrainer glaubt: „E-Sports wird uns in Zukunft noch viel mehr beschäftigen. Da findet gerade eine Massenbewegung statt. Das Thema wird bald in der Mitte der Gesellschaft ankommen.“ Kugel sagt außerdem: „Dennoch ist das Thema noch ein großes, weißes Blatt Papier. Auch ich lerne jeden Tag dazu. Aber das Potenzial ist riesig.“

Mit seiner Agentur betreut Kugel derweil weiter auch „normale“ Fußball-Profis. Von 2013 bis 2017 arbeitete er beim 1. FC Köln. Zu seinem ehemaligen Arbeitgeber mit Athletik-Coach Max Weuthen (30) hat er nach wie vor Kontakt. „Wir stehen natürlich im Austausch. Klar bin ich auch nach wie vor Fan. Wenn ich Zeit habe, gehe ich natürlich ins Stadion und schaue mir die Spiele an“, sagt Kugel.

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