Welle der Kritik  Schmeißt Vettel in der Formel 1 bald entnervt hin?

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Sebastian Vettels Debüt für Aston Martin in Bahrain lief gar nicht gut. Hier ist er am 12. März 2021 bei den Testfahrten.

Silverstone – Sebastian Vettel (33) wechselte von Rot zu Grün und landete in der Sackgasse. Nach seinem Pannen-Debüt für Aston Martin am 28. März 2021 (Vorletzter in Bahrain) kassierte der bei Ferrari entzauberte Ex-Weltmeister vernichtende Kritik. Und nun werden ihm sogar Rücktrittsgedanken nachgesagt. 

  • Sebastian Vettel in der Kritik
  • Aston-Martin-Debüt ging in die Hose
  • Sebastian Vettel werden Rücktrittsgedanken nachgesagt

„Seit 2018 in mentaler Falle: Böse Kritik-Welle rollt – schmeißt Vettel bald hin?“, fragt der Schweizer „Blick“. Die Zeitung führt viele Vettel-Kritiker ins Felde, die den abgestürzten Überflieger seit seinem WM-entscheidenden Crash in Hockenheim 2018 in einer Abwärtsspirale dem Karriereende entgegen taumeln sehnen.

Gerhard Berger: „Vettel ist nicht entspannt genug“

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Angefangen bei Sky-Experte Ralf Schumacher (45), der Vettels Bahrain-Auffahrunfall mit Esteban Ocon (24) als exemplarisch für eine Reihe von dummen Crashs sieht: „Warum macht er die gleichen dummen Fehler immer wieder? Sie sind nicht mehr erklärbar“, so Ralf, der deutlich zufriedener mit dem Debüt von Neffe Mick Schumacher (22) in Bahrain war.

DTM-Chef Gerhard Berger (61) glaubt die Antwort zu kennen: „Vettel ist einfach nicht frei und entspannt genug. Er versucht Dinge zu beweisen, die in diesem Moment nicht möglich sind, weil das Auto und er nicht in Form sind. Und wir alle wissen, dass Vettel nie gut unter Druck reagiert hat.“

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto tritt gegen Sebastian Vettel nach

Vettel nicht druck-resistent? Harte Aussage seines einstigen BMW- und Toro-Rosso-Bosses. Und wie zum Beweis tritt auch noch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (51) gegen Vettel nach, indem er dessen Nachfolger Carlos Sainz jr. (26) lobte: „Endlich haben wir zwei Fahrer, auf die wir uns verlassen können.“

Böse vom Ferrari-Pinocchio, aber selbst Vettels väterlicher Freund Bernie Ecclestone (90) ist über dessen Debüt „einfach enttäuscht“ und ahnt bereits, wer ihn im Falle eines Rücktritts oder Rauswurfs ersetzen könnte: „Mercedes und Aston Martin haben ja Nico Hülkenberg als Ersatzfahrer bekannt gegeben.“

Sebastian Vettel will von Spekulationen nichts wissen

Der Feuerwehrmann der Formel 1 hält sich nach seinen zwei erfolgreichen Einsätzen für die Corona-infizierten Racing-Point-Piloten Sergio Perez (31) und Lance Stroll (22) tatsächlich bereit für einen außerplanmäßigen Wechsel.

Vettel selbst will von solchen Spekulationen nichts wissen. Er führt sein Pannen-Debüt auf die fehlende Testzeit mit dem neuen Auto zurück: „Es gibt noch so viele Sachen, die den Rhythmus brechen und es ziemlich schwierig machen, das Auto zu spüren oder das zu spüren, was ich brauche, um schnell zu fahren.“

Trotz seiner Erfahrung bei der Abstimmungsarbeit sieht er sich und seine Rennlady „Honey Ryder“ bei „noch unter der Hälfte“ des Leistungsvermögens.

Dazu trägt auch der durch die beschnittene Unterboden-Aerodynamik fehlende Abtrieb am Heck bei, der die Mercedes-Autos härter traf als die Red Bull und Ferrari. Doch all dies darf für einen Vierfach-Weltmeister wie Vettel kein Alibi sein. Um die Kritiker-Welle zu brechen, muss er sich nun mit aller Kraft in Imola (18. April) aus seiner Abwärtsspirale befreien.

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