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„Dringender Nachholbedarf“ Sebastian Vettel kritisiert Klima-Politik der Formel 1

Thurgau – Während die Formel 1 immer noch als Klima-Sünder gilt, zeigt sich Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel (33) jetzt deutlich umweltbewusster. 

  • Sebastian Vettel im Playboy-Interview
  • Formel 1-Fahrer lobt Engagement von Greta Thunberg
  • Weltmeister Vettel erzeugt eigenen Strom

In einem Interview mit dem „Playboy“ lobt der Rennfahrer Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg und outet sich als „Müll-Sammler”.

Sebastian Vettel will, dass sich Formel 1 der Klima-Verantwortung stellt

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Erst 2030 soll die Formel 1 klimaneutral werden. Zwischen „Fridays for Future”-Protesten und dem Kampf gegen den Klimawandel ist die Daseinsberechtigung des Motorsports weiterhin eine heiß diskutierte Frage.

Und auch Vettel hat eine klare Meinung dazu: „Ich finde es absolut gerechtfertigt, dass sich jedes Unternehmen dieser Verantwortung stellen muss. Wenn die Formel 1 nicht aufpasst, wird sie sehr bald ein ernsthaftes Problem bekommen.”

E-Autos können laut Vettel bei Formel 1 Symbolcharakter haben

Statt auf Profit zu achten, solle man sich die Frage stellen, ob damit wirklich allen geholfen ist, fordert Sebastian Vettel.

„Besser wäre es vielleicht, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass es allen Leuten etwas bringt. Ich glaube, von diesem Gedanken sind wir in der Formel 1 noch sehr weit weg und haben dringend Nachholbedarf”, sagte Vettel im Interview in der aktuellen April-Ausgabe des „Playboy“.

Sebastian_Vettel_F1_Aston

Sebastian Vettel fährt in der neuen Saison für Aston Martin in Grün. Der Vierfach-Weltmeister betont: Es ist eine Farbe mit Symbolcharakter. Das Foto wurde am 3. März 2021 aufgenommen.

Ein Ausweichen auf E-Autos ist für den Weltmeister zwar keine Universallösung, aber ein Schritt in die richtige Richtung. E-Mobility sei vielmehr ein symbolischer Lösungsansatz, mit dem man arbeiten könne und müsse. Für die Formel 1 könnte das vor allem bedeuten, sich der Umwelt-Verantwortung zu stellen.

Formel 1: Sebastian Vettel hat große Ziele mit Aston Martin 

Beruflich geht der Heppenheimer 2021 mit seinem Wechsel zu Aston Martin neue Wege. Zuletzt wurde sein neuer Dienstwagen bei der offiziellen Vorstellung stilecht von Bond-Darsteller Daniel Craig begutachtet.

Doch nicht nur sein neuer Rennwagen ist Grün, auch abseits der Rennstrecke versucht Vettel umweltbewusster zu leben.

Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach seines Hauses in Thurgau in der Schweiz erzeugt er seinen eigenen Strom. Hier wohnt er mit seiner Familie und geht regelmäßig achtsam durch die Natur: „Wenn ich am Wochenende im Wald spazieren gehe, hebe ich den Müll auf, den ich dort sehe, und schmeiße ihn weg.”

Sebastian Vettel lobt Mut von „Fridays for Future”-Teilnehmern

Sein Interesse und seine Unterstützung ließ Vettel auch gegenüber Greta Thunberg (18) anklingen. Die Protest-Aktionen der Umweltaktivistin und die damit ausgelöste Begeisterung der Schüler sieht der 33-Jährige als extrem mutig an.

Der Protest sei notwendig, denn die Dringlichkeit des Klimawandels sei bei vielen immer noch nicht richtig angekommen, betont Vettel, der weiß: Auch in der Formel 1 gibt es in dieser Hinsicht weiter Luft nach oben. (sj)

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