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Crash-Start und Boxen-Chaos Mercedes schenkt Perez ersten Grand-Prix-Sieg

Perez-Sieg

Sergio Perez feierte erstmals in seinem Racing Point einen Formel-1-Sieg.

Sakhir – Was für ein verrücktes Rennen in Bahrain. Ein Crash-Festival zum Start und ein Überraschungs-Sieger am Ende. Der Mexikaner Sergio Perez (30) hat in seinem 190. Formel-1-Rennen seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert. Der Racing-Point-Pilot, der noch ohne Cockpit für 2021 ist, gewann den turbulenten vorletzten Saisonlauf in Bahrain vor dem Franzosen Esteban Ocon (Renault) und seinem kanadischen Teamkollegen Lance Stroll.

„Ich bin sprachlos. Ich hoffe, dass ich nicht träume. Ich habe so oft auf diesen Moment gehofft“, sagte Perez: „Die Mercedes hatten ein paar Probleme, aber wir hatten genug Pace, um die anderen hinter uns zu halten.“

Länger als Perez musste nie jemand auf Debütsieg warten

Später als Perez hat in der fast 71-jährigen Formel-1-Geschichte nie ein Pilot seinen Debüterfolg gefeiert. Lewis Hamiltons Ersatzmann George Russell (England) sah nach einem starken Rennen lange wie der Sieger aus, er fiel aber in der chaotischen Schlussphase nach einem Reifenschaden zurück und wurde nur Neunter. Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) verpasste im Ferrari als Zwölfter die Punkteränge.

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Gleich nach dem Start endete das Rennen für Charles Leclerc (vorne) und Max Verstappen (hinten) in der Streckenbegrenzung.

Eine Woche nach dem Horror-Unfall von Romain Grosjean (34) ging es nach dem Start des Formel-1-Rennens erneut hoch her. Zwar nicht mit so dramatischen Folgen wir beim Feuer-Inferno, dafür knallten gleich mehrere Fahrer in der ersten Runde zusammen.

Charles Leclerc und Max Verstappen direkt zu Beginn raus

Erst gab es einen Dreher im hinteren Feld, kurz darauf kamen sich vorne einige Fahrer in die Quere. Ferrari-Pilot Charles Leclerc (23) kollidierte mit Pérez. Nach diesem sehr offensiven Kurven-Manöver hatte Leclerc keine Kontrolle mehr über das Fahrzeug.

Verstappen-Mofa

Max Verstappen wurde nach dem Unfall mit einem Motorrad zurück zur Box gefahren.

Max Verstappen (23) wollte ausweichen, hatte dann aber im Kies Probleme, das Auto zu lenken und landete in der Streckenbegrenzung. „Ich würde sagen, es war Pech“, befand Leclerc. Verstappen indes meinte: „Charles war da viel zu aggressiv, hat viel zu spät gebremst.“

Schon zu Beginn musste wieder das Safety Car raus. Perez schaffte es noch in die Box und konnte die Schäden beseitigen lassen. Nach fünf Runden hinter dem Safety Car konnte der Neustart erfolgen.

Starke Vorstellung von Hamilton-Ersatz Russell

Nach dem Neustart setzte sich Hamilton-Ersatz George Russell (22) an die Spitze. Bis ins letzte Renndrittel hatte alles nach einem ganz großen Tag für ihn ausgesehen - bis Mercedes in einer Safety-Car-Phase bei Russell die falschen Reifen aufzog.

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Chaos schon beim Mercedes-Boxenstopp von Valtteri Bottas.

Der Engländer musste erneut zum Wechsel, fiel auf Rang fünf zurück, kämpfte sich wieder vor. Und erlitt dann einen Plattfuß am Hinterreifen. Ein weiterer Stopp war nötig, am Ende stand trotz großartiger Leistung der bittere neunte Platz. Valtteri Bottas musste nach einem ebenfalls völlig verpatzten Stopp mit Rang acht vorlieb nehmen - am Ende stand das mit Abstand schwächste Ergebnis der Silberpfeile in diesem Jahr.

Toto Wolff mit klaren Worten über sein Team

„Das war eines der kolossalsten Versagen, die wir je hatten. Das darf nicht passieren, aber es passiert. Das zeigt, dass auch nur Menschen am Werk sind“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei Sky: „George war total niedergeschlagen. Aber 'a star is born'.“

„Ich bin frustriert, absolut frustriert. Aber danke, dass ihr mir diese Chance gegeben habt“, funkte Russell, ehe er traurig am Streckenrand kauerte. Nun muss er hoffen, dass er am kommenden Sonntag beim Finale in Abu Dhabi noch einmal Hamilton vertreten darf.

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Bei Sebastian Vettels Boxenstopp klemmte das linke Vorderrad. Erneut ein miserabler Ferrari-Stopp.

Auch Sebastian Vettel (33) konnte von den Unfällen nicht profitieren – im Gegenteil. Der Ferrari-Pilot wurde immer weiter nach hinten durchgereicht. Zur Krönung lieferte die Ferrari-Crew in der 56. Runde auch noch einen katastrophalen Boxenstopp. Das linke Vorderrad klemmte, die Standzeit dauerte viel zu lange. (msw/sid)

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