Corona-Politik Ralf Schumacher kritisiert Regierung – und AfD und Hildmann feiern ihn

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Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, hier Ende August beim Rennen in Spa, ist unter anderem auch als Gastronom tätig. Jetzt hat er die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung kritisiert.

Bergheim – Die Corona-Fallzahlen schnellen in Deutschland in die Höhe, weshalb ab dem 2. November ein zweiter Lockdown die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen soll. Doch gegen den sogenannten „Lockdown Light“, der unter anderem viele Gastronomen trifft, weil diese ihre Restaurants wieder schließen müssen, regt sich auch Kritik. Einer der Kritiker ist Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (45).

Ralf Schumacher spricht über Teil-Lockdown

In einem Instagram-Video wendet sich der Bruder von Rekord-Champion Michael (51) an die Bundesregierung und spricht über die jüngst beschlossenen Maßnahmen.

Hier sehen Sie den Clip in voller Länge:

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Schumacher kritisiert dabei unter anderem den Plan, „Kitas und alles Mögliche offen zu lassen, aber Restaurants und Bars zu schließen“. Dann wird Schumi II deutlich: „Ich frage mich langsam, was man sich da oben denkt.“

Weiter echauffiert sich der ehemalige BMW-Pilot über eine Pressekonferenz von Markus Söder (53), „der dann da steht und sagt, (...) man kann sich auch in Fahrstühlen anstecken. Ich denke, das wusste jeder von uns, aber vielen Dank für diese Information.“

Der Formel-1-Experte von Sky, der auch als Gastronom tätig ist und in Bergheim das „Schumachers Restaurant“ betreibt, stellt der Regierung ein schlechtes Corona-Zeugnis aus. „Wir haben sechs Monate gehabt und alles ist beim Alten geblieben. Wir haben nirgendwo Filteranlagen eingebaut. Was sagt man stattdessen? Kinder, bringt euch Mütze und Handschuhe mit – wir müssen lüften. Es wird kalt.“

Schumacher weiter: „Ganz ehrlich, liebe Regierung. Sorry, aber setzen, Sechs! Das ist absolut falsch.“

Ralf Schumacher prangert Corona-Maßnahmen an

Auch die Schließung der Restaurants „die von Anfang an die Abstände eingehalten haben“, kann Schumi II nicht nachvollziehen. Dabei betont er, dass in seinem Restaurant sogar Filteranlagen eingebaut wurden. Die Schließung konnte jedoch auch das nicht verhindern.

Im Kommentarbereich des Beitrags ging es kurz darauf heftig zur Sache. Während die einen Schumacher als Verschwörungstheoretiker bezeichneten, begrüßten andere das Statement. Mehr als 130.000-mal wurde der Clip bereits aufgerufen.

Attila Hildmann und AfD feiern Ralf Schumacher

Und das Video zieht immer weitere Bahnen. So meldete sich beispielsweise Verschwörungstheoretiker und Vegan-Koch Attila Hildmann (39) auf seinem YouTube-Kanal, lobte Schumacher und rief seine Follower dazu auf, Schumi II zu unterstützen.

Doch nicht nur das: Auch die AfD hat Schumacher mit seinem Statement auf den Plan gerufen. Johannes Huber (33), der für die Rechtspopulisten im Bundestag sitzt, teilte das Video auf seiner Facebook-Seite. Auch ein Kreisverband der AfD postete den Beitrag. „Respekt an Ralf Schumacher. Sowas brauchen wir. Prominente, die auch mal den Mund aufmachen“, so der Kommentar der AfD.

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Der AfD-Kreisverband Rottal Inn/Dingolfind-Landau teilte am 27. Oktober 2020 auf Facebook das Video-Statement von Ralf Schumacher. Zuvor hatte es Bundestagmitglied und AfD-Politiker Johannes Huber auf Facebook verbreitet.

Was wiederum Ralf Schumacher zu einer Reaktion bewegte. Denn einen Tag später meldete sich Schumacher noch einmal per Video auf Instagram – und stellte klar:  „Da möchte ich mich ganz entschieden von distanzieren. Mit der AfD habe ich überhaupt nichts zu tun.“

Über sein Video sagte er weiter: „Leider Gottes wird es auch politisch genutzt.“ Doch er wolle „nicht benutzt werden. Das ist rein meine private Meinung“, erklärte der Ex-Pilot. (red)

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