Hoffnungslos überfordert DAZN verspottet Mick Schumachers Kollegen

Mick_Schumacher_Nikita_Mazepin_Haas

Mick Schumacher (r.) und Teamkollege Nikita Mazepin beim Formel-1-Auftakt in Bahrain am 28. März.

Montreal – Die Formel 1 macht zum ersten Mal in der noch jungen Saison Halt in Italien. Das zweite Rennen steht am 18. April im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola an. 

  • Formel 1: Grand Prix in Imola am 18. April (15 Uhr)
  • Fahrfehler von Haas-Pilot Nikita Mazepin sorgen immer mehr für Spott
  • Mick Schumacher will solides Formel-1-Debüt in Imola bestätigen

Hier lesen Sie die wichtigsten Imola-News und Entwicklungen rund um Sebastian Vettel (33), Mick Schumacher (22) und Co. übersichtlich zusammengefasst.

Spott für Nikita Mazepin nach Trainingsfahrten vor Formel-1-Rennen in Imola

Alles zum Thema Mick Schumacher

Erst ein Rennen und die Traningsfahrten vor dem zweiten Grand Prix der Formel 1 in Imola sind absolviert, doch schont jetzt deutet sich das deutliche Gefälle im Team Haas an. Während Mick Schumacher (22) das Maximum aus seinem Boliden rausholt und im freien Training am Samstag (17. April) sogar achtbarer 16. wurde, hat Teamkollege Nikita Mazepin (22) weiterhin Anpassungsprobleme.

Der Streaming-Dienst DAZN, der in Spanien die Rechte an der Formel 1 besitzt, hält sich mit Spott gegen Mazepin nicht zurück. Über einen Ausschnitt, bei dem der Haas-Pilot in der sandigen Auslaufzone außerhalb der Streckenbegrenzung landete, schrieb der Sender auf seinem spanischen Twitter-Account: „Bilder der letzten Etappe der Rallye Mazepin Dakar mitten durch die Dünen der Wüste“.

Schon am Freitag hatte sich Mazepin gleich in der ersten Trainingsrunde gedreht und viel Häme einstecken müssen. Mit einem sarkastischen Twitter-Kommentar traf ein Fan bei vielen einen Nerv: „Ich habe diesen Hass gegen Mazepin satt. Man muss ihm den Respekt zugestehen, den er verdient. Er bricht einen Rekord nach dem anderen. Ich dachte nicht, dass er es schaffen würde, sich noch früher als in Bahrain zu drehen, aber er hat mich eines Besseren belehrt. Du setzt immer wieder nur Maßstäbe, Nikita.“

Mick Schumacher will sich in der Formel 1 weiter von Nikita Mazepin absetzen

Das junge Haas-Fahrerduo mit Mick Schumacher und Nikita Mazepin (beide 22) könnte unterschiedlicher nicht sein. Während sich der Sohn von Michael Schumacher (52) vor dem Debüt in der Formel 1 am 28. März in Bahrain zurückhaltend und geduldig zeigte, gab Draufgänger Mazepin gleich Vollgas – und musste seinen Wagen nach einem Unfall schon früh abstellen.

Das erste interne Duell gegen den Rüpel-Rivalen ging daher an Mick Schumacher, der beim Rennen im Imola (Sonntag, 18. April, 15 Uhr) mit einem überzeugenden Auftritt nachlegen will. „Ich habe das Gefühl, dass ich viel mehr Wissen habe, dass ich mich viel wohler fühle“, sagte der Formel-2-Champion nach seinem achtbaren Debüt im meilenweit unterlegenen Haas in Bahrain. 

Nikita_Mazepin_Spott

Nikita Mazepin, hier am 15. April bei der Pressekonferenz in Imola, fällt in der Formel 1 bislang weit hinter Teamkollege Michael Schumacher zurück.

In der Emilia Romagna, wo Vater Michael mit sieben Siegen so oft triumphierte wie kein anderer Fahrer, wäre für Mick ein erneuter Zieleinlauf schon ein Gewinn. Im ersten Formel-1-Jahr geht es für ihn vor allem darum, Rennerfahrung zu sammeln und sich auf die Herausforderungen in der Königsklasse des Motorsports einzustellen. Der Sieg im internen Haas-Duell gegen Mazepin wäre da bereits der nächste wichtige Schritt. 

Formel-1-Rennen in Montreal in Gefahr

Das Formel-1-Rennen im kanadischen Montreal ist aufgrund der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge in Gefahr. Laut eines Berichts des Fachportals „Autoweek“ könnte der für den 13. Juni geplante Grand Prix aufgrund der Einreiseregelungen des Landes sowie finanzieller Schwierigkeiten der Veranstalter erneut nicht stattfinden. Spekuliert wird über eine Verlegung ins türkische Istanbul. Noch in dieser Woche bis 18. April soll es demnach eine Entscheidung geben. Eine Bestätigung für diese Pläne gibt es bislang nicht.

Michael_Schumacher_Imola

Michael Schumacher (M.) neben Fernando Alonso (l.) und Juan Pablo Montoya bei seinem letzten Sieg in Imola 2006, damals noch ausgetragen als Grand Prix von San Marino.

Da in Montreal keine Fans erlaubt sein werden, ist die Finanzierung des Events schwieriger als in der Vergangenheit. Zudem ist derzeit bei der Einreise noch eine 14-tägige Quarantäne nötig. Diese ist für den rund 2000 Personen umfassenden Formel-1-Tross aber nicht umsetzbar, da eine Woche zuvor in Baku/Aserbaidschan gefahren wird. Selbst eine Verkürzung der Quarantäne auf sieben Tage, wie für andere Profisportler in Kanada, würde nichts bringen.

Aufgrund der Pandemie hatte es bereits 2020 kein Rennen in Montreal gegeben, der Vertrag mit der Formel 1 läuft noch bis 2029. „Wichtig ist, dass das Rennen in Montreal bleibt“, sagte Bürgermeisterin Valérie Plante (46) der Zeitung „La Presse“: „Wenn es dieses Jahr nicht klappt, muss es nächstes Jahr klappen, weil uns das wichtig ist.“ Eine Durchführung 2021 sei schwer vermittelbar, da auch Steuergelder verwendet werden, die an anderer Stelle dringender gebraucht werden.

Wie realistisch stattdessen ein Rennen in der Türkei ist, bleibt offen. Ab Mittwoch verschärft die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan (67) angesichts rasant zunehmender Corona-Neuansteckungen die Beschränkungen zum Infektionsschutz. Das Gesundheitsministerium meldete erst am Dienstag 59.187 Neuinfektionen, den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Vor allem Istanbul ist mit rund 800 Fällen pro 100.000 Einwohner sehr stark betroffen. Die Strecke am Bosporus war bereits im November 2020 in der Corona-Krise eingesprungen.

Formel 1: Daniel Ricciardo kritisiert Social-Media-Team

McLaren-Pilot Daniel Ricciardo (31) hat die Formel 1 für ihren Umgang mit Unfällen scharf kritisiert. In einem Interview mit dem Magazin „square mile” beklagte sich der Australier darüber, dass das Social-Media-Team der Königsklasse wiederholt Crashes und Unfälle nutzt, um ihre Zuschauer zu unterhalten.

„Im Vorjahr hat die Formel 1 auf ihren Social-Media-Kanälen etwas wie die ‚Top-10-Momente des Jahres’ oder so gepostet ‒ und acht von zehn waren Unfälle. Ich dachte mir nur: 'Ihr seid doch fucking idiots”, wurde Ricciardo deutlich.

Der ehemalige Fahrer des Renault-Werksteams hatte bereits nach dem schlimmen Unfall seines Kollegen Romain Grosjean im November 2020 ein Spiel mit den Emotionen der Fahrer angeprangert. 

Stroll_Montreal_Feuer_2019

2019 fand zum bisher letzten Mal ein Formel-1-Rennen in Montreal statt. Hier brennt Lance Strolls Bolide im 3. Freien Training in Kanada am 8. Juni 2019.

Der Crash des Franzosen war vielfach wiederholt worden: „Das war komplett respektlos und rücksichtslos gegenüber seiner Familie ‒ und den Familien von uns allen, die zuschauten. Wir müssen in einer Stunde wieder fahren, und im TV sehen wir die ganze Zeit einen Feuerball und sein Auto, das in zwei Teile gerissen wurde”.

Ricciardos Forderung ist nun genauso deutlich wie simpel: „Zwölfjährige finden solchen Content vielleicht cool, und das ist in Ordnung, weil sie es nicht besser wissen. Aber wir sind keine Kinder mehr. Macht es einfach beim nächsten Mal besser”.

Formel-1-Boss Stefano Domenicali gegen Gehaltsobergrenze für Fahrer

Formel-1-Chef Stefano Domenicali (55) hat sich klar gegen eine Obergrenze bei den Gehältern für die Fahrer ausgesprochen. „Die Piloten haben eine besondere Relevanz in unserem Sport. Es gibt 20 davon, nicht 200 oder mehr. Zwei Piloten sind die Speerspitze, die die Ambitionen eines Teams aus hunderten Personen vereint“, sagte Domenicali im Interview mit Corriere dello Sport.

„Die Außerordentlichkeit Hamiltons sowie die Gefahren, die Grosjean (Romain, d. Red.) im vergangenen Jahr in Bahrain eingegangen ist, erinnern uns, dass die Piloten das Herz der ganzen Show sind“, sagte Domenicali und rechtfertigte damit die Millionen-Gehälter der Stars.

Neuer Inhalt

Nach dem Unfall von Romain Grosjean beim Großen Preis von Bahrain im November 2020 ging dessen Formel-1-Wagen vom Team Haas in Flammen auf.

Seit dieser Saison gilt in der Motorsport-Königsklasse eine Budgetobergrenze von 145 Millionen US-Dollar (etwa 122 Millionen Euro) ‒ ausgenommen sind allerdings die Gehälter für die beiden Fahrer, die drei Topverdiener im Management sowie die Kosten für Marketing. Allerdings wird innerhalb des Weltverbandes FIA immer wieder diskutiert, in Zukunft auch die Gehälter für die Fahrer zu deckeln, derzeit sind 30 Millionen US-Dollar im Gespräch.

Dies könnte im Fall der Fälle besonders Lewis Hamilton (36), dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft, hart treffen. Der Brite verdiente laut Forbes 2020 allein mit seinem Gehalt plus Prämien 42 Millionen US-Dollar (35 Millionen Euro). Sebastian Vettel (33) soll bei seinem neuen Arbeitgeber Aston Martin angeblich rund 15 Millionen Euro Grundgehalt kassieren. Das Salär von Max Verstappen (23) bei Red Bull wird auf etwa 25 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) geschätzt.

Nico Hülkenberg wird Vettel-Ersatzfahrer bei Aston Martin

Nico Hülkenberg (33) kehrt in die Formel 1 zurück: Der Emmericher wird in dieser Saison Ersatzfahrer in Sebastian Vettels (33) Aston-Martin-Team. Das bestätigte der Rennstall am Donnerstag (8. April). Hülkenberg hatte Ende 2019 sein Stammcockpit bei Renault verloren, in diesem Jahr soll er für Vettel und dessen Teamkollegen Lance Stroll (22) vor allem Entwicklungsarbeit leisten.

Bei Racing Point, dem Vorgängerteam von Aston Martin, sprang Hülkenberg 2020 insgesamt dreimal ein, weil Sergio Perez (31) und Stroll wegen Corona-Erkrankungen fehlten. „Natürlich hoffe ich, dass Sebastian und Lance dieses Jahr eine ununterbrochene Saison haben, aber das Team weiß, dass es sich darauf verlassen kann, dass ich einspringe und hervorragende Arbeit leiste“, sagte er: „Und ich bin voll und ganz bereit, mich dieser Herausforderung zu stellen.“

Für den Racing-Point-Vorgänger Force India saß Hülkenberg 2012 sowie von 2014 bis 2016 im Cockpit.

Formel 1 setzt angeblich schon in dieser Saison auf Sprintrennen

Der Saisonstart der Formel 1 in Bahrain war vielversprechend: Bis zur letzten Runde lieferten sich Weltmeister Lewis Hamilton (36) und Herausforderer Max Verstappen (23) ein packendes Hin und Her an der Spitze. In der jüngeren Vergangenheit waren viele Rennen allerdings schon nach wenigen Runden praktisch entschieden und plätscherten dann anderthalb Stunden vor sich hin.

Neuer Inhalt

Formel-1-Chef Stefano Domenicali, hier beim Großen Preis von Bahrain am 28. März, hat sich gegen eine Gehaltsobergrenze für die Rennfahrer ausgesprochen.

Fieberhaft sucht die Formel 1 schon länger nach einer Lösung für mehr Attraktivität. Eine Variante kommt jetzt offenbar schneller als gedacht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll es noch im Jahr 2021 drei sogenannte Sprintrennen mit einer kürzeren Distanz geben. Die Läufe über 100 Kilometer sollen an den entsprechenden Renn-Wochenenden das Qualifying am Samstag ersetzen.

Laut „motorsport.com“ könnte das erste der drei Sprintrennen am 17. Juli in Silverstone steigen, die beiden weiteren verkürzten Rennen sollen in Monza (11. September) und Sao Paulo (6. November) starten.

In anderen Rennserien sind Sprintrennen bereits fester Bestandteil der Abläufe. In der Formel 2 etwa gab es in der vergangenen Saison ein Sprintrennen am Sonntag und ein längeres Rennen am Vortag. 2021 gibt es samstags nun sogar zwei Sprint-Rennen, sonntags steht die längere Renndistanz von 170 Kilometern an.

RTL gibt TV-Team für Übertragung von vier Rennen der Formel 1 bekannt

In der vergangenen Saison feierte RTL nach 30 Jahren den Abschied aus der Formel 1. Alle Rennen hatte der Kölner Sender übertragen, die großen Zeiten von Michael Schumacher (52) und Sebastian Vettel erlebten TV-Zuschauer im frei empfangbaren Fernsehen. Doch die aktuelle Saison wanderte exklusiv ins Pay-TV zu Sky.

Ein kleines Hintertürchen ließ sich RTL allerdings offen. Jeweils vier Rennen zeigt der Privatsender in den kommenden beiden Jahren doch noch. Den Auftakt macht das zweite Saisonrennen am 18. April in Imola. Dort bleibt es bei vielen bekannten Gesichtern vor der Kamera und am Mikrofon.

Formel_1_Sprint_Rennen

Die Formel 1, hier beim Saisonauftakt in Bahrain am 28. März), könnte noch in der laufenden Saison erstmals auch Sprintrennen fahren.

So wird Florian König (53) auch weiterhin durch die Übertragungen führen, Kai Ebel (56) macht wie gewohnt die Boxengasse unsicher. Kommentiert werden die Rennen in Imola, Barcelona (9. Mai), Monza (12. September) und Sao Paulo (7. November) vom erprobten Duo Heiko Waßer (63) und Christian Danner (63).

Neu ist lediglich der Experte: Nico Hülkenberg (33) ergatterte in der aktuellen Saison kein Cockpit in der Formel 1, als Trostpreis gab es immerhin den Expertenjob bei RTL. 

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.