Schumi-Rekord retten Vettel will weiterfahren – aber will Ferrari ihn überhaupt noch?

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Ferraris Erfolglos-Fahrer Sebastian Vettel steht beim Großen Preis von Brasilien unter besonderer Beobachtung.

Interlagos – Die Formel deutsch schwindet weiter. Von den sieben Fahrern 2010 um Michael Schumacher (50) bleibt 2020 nur noch Sebastian Vettel (32) übrig. Nico Hülkenberg (32) nahm sein Formel-1-Aus vor seinem vorletzten Rennen in Brasilien (Sonntag, 18.10 Uhr, RTL & Sky) immerhin mit Humor.

Nico Hülkenberg: „Dann werde ich halt Frauenarzt“

„Ich weiß noch nicht, was ich nächstes Jahr machen werde. Zur Auswahl stehen: Pizzabäcker, Friseur, Zahnarzt, Schönheitschirurg, Frauenarzt“, sagte der Emmericher, der nach zehn Formel-1-Jahren nun von Renault aussortiert wird.

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Dieses Schicksal bleibt Vettel bei Ferrari wohl trotz des erneut verpassten Saisonzieles WM-Titel erspart. Für 2020 hat er noch einen Vertrag – allerdings mit leistungsbezogener Rauswurf-Klausel.

Sebastian Vettel entzaubert von Charles Leclerc

Ob er der als derzeitiger WM-Fünfter (19 Punkte Rückstand auf Ferrari-Rivale Charles Leclerc und fünf Zähler auf Red-Bull-Heißdüse Max Verstappen) entgeht, ist noch fraglich.

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Unabhängig davon hatte sich Vettel für eine Fortsetzung seiner Karriere Bedenkzeit wegen der Regel-Revolution des US-Rechteinhabers Liberty Media („Zu schwere Autos.“) erbeten. Die sehe er zwar weiterhin kritisch, doch plötzlich verkündet Vettel in Interlagos via „Sky“: „Aber ich gehe davon aus, dass ich nach nächstes Jahr noch weiter fahre.“

Ist Sebastian Vettel von Lewis Hamilton angestachelt?

Hoppla, woher kommt dieser Sinneswandel? Fühlt er sich durch die Ankündigung von Lewis Hamilton (34) zur Fortsetzung der Karriere angestachelt? „Ich will ein Pionier in dieser neuen Ära sein“, hatte der Sechsfach-Weltmeister zur Regel-Reform erklärt. Zudem will der Brite nach einem siebten WM-Titel 2021 Rekordhalter Michael Schumacher überholen.

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Gestatten, die Vettels: Zu seinem 100. Ferrari-Rennen bekam Sebastian Vettel in Interlagos Besuch von brasilianischen Fans.

Es ehrt Vettel, dass er den Rekord seines Kindheitsidols retten will. Doch die Frage muss erlaubt sein: Will Ferrari ihn überhaupt noch für 2021, sollte er im kommenden Jahr erneut scheitern?

Sebastian Vettel ist als Nummer zwei zu teuer

Vettel ist schon diese Saison von Leclerc entzaubert und mit 30 Millionen Euro Jahresgehalt als Nummer zwei zu teuer. Oder welches andere Team würde den dann 34-jährigen Erfolglos-Piloten für so viel Geld verpflichten?

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Ex-Ferrar-Star Eddie Irvine (r.) mit John Watson beim Legenden-Treffen in Monaco

Eddie Irvine: „Sebastian Vettel ein unwürdiger Vierfach-Weltmeister“

Ex-Ferrari-Fahrer Eddie Irvine (54) spricht Vettel schon jetzt die Klasse ab: „Ich finde nicht, dass Vettel ein würdiger Vierfach-Weltmeister ist und habe ihn nie für außergewöhnlich schnell gehalten. Und er macht viele Fehler. Das sehen wir dieses Jahr mit Leclerc, und wir haben es davor schon mit Ricciardo gesehen.“

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Der Nordire analysiert: „Wenn er Rad an Rad gegen Hamilton kämpft, ist er jedes Mal zweiter Sieger. Im direkten Duell zerstört ihn Hamilton jedes Mal. Leclerc ist der einzige Fahrer, der Hamilton im Zweikampf herausfordern kann.“

Vettel hat noch 24 Rennen, um das Gegenteil zu beweisen.

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