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Manager räumt mit Gerüchten auf Willi Weber: „Ich schreibe ein Schumi-Buch“

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Jahrelang ein Erfolgsgespann: Michael und Ralf Schumacher mit ihrem Manager Willi Weber – hier 1997 bei einem Empfang auf ihrer Kerpener Kartbahn.

Köln – Die Formel 1 wartet auf den verspäteten WM-Start in Spielberg (5. Juli). Aber während die Motoren schweigen, tönen einige Weggefährten von Michael Schumacher (51) umso lauter mit ihren Geschichten über ihn. Zwei Briten vorne dran: Julian Jakobi (69) und Eddie Jordan (72).

Während der Ex-Manager von Ayrton Senna (34) über Schumis Formel-1-Debüt 1991 bei Jordan plaudert, berichtet sein erster Teamchef über eine angebliche Zwei-Millionen-Zahlung für Bruder Ralf (44).

EXPRESS macht mit Schumis langjährigem Manager Willi Weber (78) den Faktencheck.

Michael Schumachers Formel-1-Debüt

Alles zum Thema Michael Schumacher

Am 25. August 1991 konnte Schumi in Spa sein Debüt im dunkelgrünen Jordan feiern, weil Weber ihn für den wegen einer Schlägerei mit einem Londoner Taxifahrer im Knast sitzenden Fahrer Bertrand Gachot (57) anbot – und Mercedes-Rennleiter Jochen Neerpasch (81) ihn mitsamt einer Mitgift von 150.000 Pfund aus seinem Sportwagen-Vertrag entließ.

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Formel-1-Teamchef Eddia Jordan mit seinem neuen Piloten Michael Schumacher

Julian Jakobi: „Ich habe Michaels Verträge gemacht“

Doch Jakobi behauptet: „Eigentlich habe ich Michaels Verträge gemacht. Neerpasch und ich arbeiteten zusammen. Jochen überzeugte Eddie, Michael zu nehmen. Also mussten wir Michael aus dem Mercedes-Vertrag entlassen, damit er für Jordan fahren kann. Da hat er dann einen ziemlich großartigen Job gemacht.“

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Und auch den Blitzwechsel nach nur einem Rennen zu Benetton habe er eingefädelt: „Es gab etwas im Jordan-Vertrag, durch das Michael wechseln konnte.“ Was das gewesen sei, wollte er nicht sagen.

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Der langjährige Senna-Manager Julian Jakobi mir Neffe Bruno Senna

Willi Weber erklärt den Benetton-Coup

Wir fragten Weber: Wie lief es wirklich? „Jakobi hatte natürlich Einfluss in der Formel 1, aber für den Jordan-Deal und späteren Wechsel zu Benetton brauchte ich nur Jochen Neerpasch. Der entließ Michael aus dem Mercedes-Vertrag und eiste ihn nach dem erfolgreichen Spa-Debüt bei Jordan los. Sie hatten ein Vorzugsrecht auf Michael, sollten sie in den kommenden drei Jahren in die Formel 1 zurückkehren, aber sahen ihn bis dahin bei Benetton besser aufgehoben. Und Eddie hatte ja nur einen Vertrag für ein Rennen plus Option. Er klagte zwar gegen Flavio Briatore, aber verlor und musste dessen Fahrer Roberto Moreno nehmen.“

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Michael Schumacher fuhr 1990 in der Sportwagen-WM für Mercedes-Rennleiter Jochen Neerpasch.

Was genau Jordans Option zunichte machte, weiß Weber allerdings auch nicht: „Den Vertrag hat nur Eddie.“ Und davon zeigte der Ire nur einmal die erste Seite mit Schumis handschriftlichen Änderungen.

Michael Schumachers Millionenzahlung

Dabei ging es um Bruder Ralf, der Ende 1998 von Jordan zu Williams wechselte. Jordan behauptet: „Michael hat mir zwei Millionen dafür bezahlt, den Vertrag mit Ralf zu zerreißen. Darüber war ich sehr froh, muss ich sagen. Es stimmt. Niemand hat je die Türschwelle bei Jordan gequert, ohne dass jemand dafür bezahlt hat. In dem Fall war es Michael Schumacher. Das war die Entschädigung für seine Nummer die Jahre zuvor.“

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Ausgebuffter Formel-1-Teamchef und Spaßvogel: Eddie Jordan würgt hier seinen Fahrer Ralf Schumacher, links Manager Willi Weber

Willi Weber: „Jordan hat Michael als Raffzahn beschimpft“

Weber dazu: „Im Fall von Ralf gab es unterschiedliche Auffassungen über eine Option, die an 20 WM-Punkte gekoppelt war, die Ralf nicht erreichte. Eddie war angefressen, weil ihm der nächste Schumacher durch die Lappen ging. Er hat Michael in Spa als Raffzahn beschimpft, der besessen ist von Geld. Dabei hatte Michael ihm 1996 außergerichtlich 1,5 Millionen DM-Mark gezahlt für die Sache mit dem Benetton-Wechsel.“

Willi Weber: „Ich schreibe ein Schumi-Buch“

Und für alle Schumi-Fans, die diese ganzen Geschichten aus den frühen Jahren noch genauer wissen wollen, hat Weber noch eine Überraschung parat: „Das können Sie alles nachlesen, ich schreibe nämlich ein Buch.“

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Wann das erscheinen und was alles drin stehen soll, will er aber noch nicht verraten. Es soll ja auch spannend bleiben.

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