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Kommentar zur TrennungVettel hat sich überschätzt und ist an Ferrari gescheitert

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Die Wege von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und seinem gescheiterten Hoffnungsträger Sebastian Vettel trennen sich.

von Oliver Reuter (reu)

Die Trennung von Sebastian Vettel (32) und Ferrari war nach dem durchgestochenen Witz-Angebot von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (51) absehbar. Doch gescheitert ist diese vor fünf Jahren als Traumehe begonnene Beziehung schon vorher. Ein Kommentar.

Ferrari und Sebastian Vettel, das war Ende 2014 die Verheißung auf eine Wiederholung des Schumi-Märchens – jetzt endet die Traumehe in einem Rosenkrieg. Wie sein Kindheitsidol Michael Schumacher wollte der bei Red Bull zum Vierfach-Weltmeister gereifte Zauberlehrling aus der chaotischen Scuderia wieder ein stolzes Weltmeister-Team machen.

Politische Machenschaften bei Ferrari unterschätzt

Doch er überschätzte sich und unterschätzte die politischen Machenschaften bei Ferrari. Weil sich Vettel mit Fehlern auf der Strecke immer angreifbarer machte, wurde ihm zuerst sein treuer Kumpel Kimi Räikkönen entzogen und nach den ersten Niederlagen gegen den ebenso frechen wie schnellen Rivalen Charles Leclerc auch sein Nummer-1-Status. Intern und in Italien galt der vom mächtigen Todt-Sohn Nicolas gemanagte Monegasse schon als neuer Heilsbringer, Vettel als Auslaufmodell.

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Trennung eine konsequente Entscheidung

Dass er aus dieser geschwächten Position heraus noch einmal einen langfristigen Vertrag und ein 30-Millionen-Gehalt bekommen würde, war illusorisch. Dass Vettel jetzt schweren Herzens das Kapitel Ferrari beendet, als mit einem unwürdigen Helfer-Vertrag ausgestattet auf seine Abschiedstournee zu gehen, ist dagegen konsequent.

Jetzt kann er in seiner letzten Ferrari-Saison zeigen, dass er doch ein würdiger Vierfach-Weltmeister ist, wenn er die neue Nummer eins Leclerc schlägt. Dann wäre er auch für die interessierten Teams McLaren und Renault noch einmal eine Verheißung.

Bei weiterer Niederlage Karriereende

Verliert er erneut, sollte er die Konsequenz ziehen und seine Karriere beenden. Sein Ruf würde sonst noch mehr Schaden nehmen als in diesen sechs Jahren bei Ferrari.