Ferrari-Schummel entlarvt Vettel-Team eingebremst – und 2020 erst recht chancenlos

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Nach den FIA-Maßnahmen gegen den Ferrari-Motor fuhr Sebastian Vettel beim Formel-1-Test in Barcelona hinter Mercedes her.

Barcelona – Schock für Ferrari kurz vor dem WM-Start. FIA-Kommissar Nikolas Tombazis (51) zeigt der Scuderia für ihren Schummel-Motor nachträglich die Rote Karte. Der Weltverband nahm das 2019er Hybrid-Triebwerk Typ 064 komplett auseinander, schloss alle Schlupflöcher für die Italo-Tüftler und schrieb von einer Einigung für die kommende Saison.

„Die FIA gibt bekannt, dass sie nach gründlichen technischen Untersuchungen ihre Analyse des Betriebs des Formel-1-Triebwerks Scuderia Ferrari abgeschlossen und eine Einigung mit dem Team erzielt hat“, heißt es.

Beanstandeten Ferrari-Bauteile bleiben geheim

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Ohne allerdings verdächtige Bauteile oder Wirkungsweisen zu benennen. Die FIA weiter: „Die Einzelheiten der Vereinbarung bleiben unter den Parteien.“ Hat die Ferrari-Truppe von Sebastian Vettel (32) also in der Vorsaison betrogen oder nicht?

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Sebastian Vettel macht sich in Barcelona Gedanken wegen seines lahmen Ferrari und auch wegen des Coronavirus.

Ferrari wurde Öl-Doping und Benzin-Tricksereien vorgeworfen

Das hatten ihr Mercedes und Red Bull unterstellt, nachdem Ferraris Power-Vorteil durch mehrere FIA-Direktiven, die Öl-Doping und Benzindurchfluss-Tricksereien unterbanden, ab dem Mexiko-Rennen futsch war. Max Verstappen (22) höhnte öffentlich: „Das passiert halt, wenn du aufhörst zu betrügen.“

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Den Vorwurf konterte Ferrari-CEO Louis Camilleri (65) recht läppisch: „Wir sind Ferrari. Warum sollten wir einem 22-jährigen Kind Glaubwürdigkeit schenken? Es war ein Weg, uns unter Druck zu setzen.“

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Der neue Ferrari-Präsident Louis Camilleri (l.) mit Pressesprecher Alberto Antonini

Vettels Rote Göttin ohne Power-Vorteil chancenlos

Darüber und die folgenden FIA-Maßnahmen gegen seinen Motor beschwerte sich auch Teamchef Mattia Binotto (50) nach der erneuten Niederlage gegen Mercedes-Superstar Lewis Hamilton (35): „Die Formel 1 ist nicht nur eine technische und sportliche Herausforderung, sondern auch eine politische. Das hat eine unserer Schwächen gezeigt.“

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Alles Quatsch, das bekam er jetzt von der FIA schriftlich: „Die FIA und Ferrari haben eine Reihe technischer Verpflichtungen vereinbart, die die Überwachung aller Aggregate für die kommende Meisterschaftssaison verbessern sollen.“

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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto steht unter Erfolgsdruck.

Sebastian Vettel eine Sekunde langsamer als Mercedes

Folge: Der Motor im aktuellen SF1000 ist streng reglementiert und Vettels Rote Göttin ohne Power-Vorteil chancenlos. Das zeigte sich beim Abschlusstest in Barcelona, wo Vettel eine Sekunde langsamer war als der Schnellste, Hamiltons Edelhelfer Valtteri Bottas (30).

Binotto gesteht: „Wir haben ordentlich Abtrieb gefunden, leider auf Kosten des Luftwiderstandes. Außerdem ist unser Motor noch nicht so gut wie im Vorjahr.“ Angeblicher Grund: Sorgen um die Zuverlässigkeit.

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Ferrari-Teamchef schwenkt schon die weiße Flagge

Wieder so eine Nebelkerze von Binotto. Der schwenkt schon vor dem WM-Start in Melbourne (15. März) die weiße Flagge und scheint zu ahnen, dass es auch in Vettels letztem Vertragsjahr nichts wird mit dem ersten Titel seit 2007 und avisiert ihm trotz dessen Fehlerserie eine Vertragsverlängerung.

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Die Hoffnung: Mit Hilfe seiner Erfahrung und der Regel-Reform 2021 endlich den großen Wurf landen zu können.

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