Vor siebtem Titelgewinn So stellt Hamilton schon in Istanbul Schumachers WM-Rekord ein

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Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, hier am 1. November in Imola, könnte schon beim Großen Preis der Türkei seinen siebten WM-Titel einfahren.

Istanbul – Lewis Hamilton (35) biegt auf die Zielgerade einer weiteren überragenden Saison ein: Schon am kommenden Sonntag (11.10 Uhr Sky & RTL) kann der Brite den WM-Triumph im viertletzten Rennen perfekt machen – und sich beim Großen Preis der Türkei in die Geschichtsbücher eintragen.

Denn mit seinem siebten Formel-1-Titel könnte der Mercedes-Superstar den historischen Renn-Olymp besteigen, der lange Zeit nur für den legendären Michael Schumacher (51) reserviert schien: Sieben Titel – Rekord-Weltmeister der Formel 1.

Allerdings könnte sein bevorstehender Titel-Coup ein Stück weit zum Randthema werden: Denn mit nur 13 Worten hatte Hamilton zuletzt die Spekulationen um sein baldiges Karriere-Ende befeuert. „Ich weiß noch nicht mal, ob ich nächstes Jahr noch hier sein werde“, hatte der Mercedes-Star nach seinem Sieg in Imola Anfang November gesagt.

So wird Lewis Hamilton Weltmeister in der Türkei

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Der Weg zum siebten Titel ist für den Briten derweil gar nicht so kompliziert. Prinzipiell gilt: Hamilton wird am Sonntag in der Türkei Weltmeister, wenn er vor Team-Kollege Valtteri Bottas (31) die Ziellinie überquert.

Allerdings gibt es noch eine Vielzahl anderer Szenarien, die dem Mercedes-Piloten dazu verhelfen würden, den Formel-1-Olymp zu besteigen.

Lewis Hamilton würde seinen siebten Titel einfahren wenn:

  • Bottas nicht über Rang sieben hinauskommt.
  • Bottas gewinnt, ohne die schnellste Runde zu fahren und Hamilton Zweiter wird.
  • Bottas Zweiter und Hamilton mindestens Vierter wird.
  • Bottas Zweiter und Hamilton Fünfter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.
  • Bottas Dritter wird – unabhängig von der schnellsten Rennrunde – und Hamilton mindestens Fünfter wird.
  • Bottas Dritter wird, ohne die schnellste Rennrunde zu fahren und Hamilton mindestens Sechster wird.
  • Bottas Vierter und Hamilton mindestens Siebter wird.
  • Bottas Vierter und Hamilton Achter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.
  • Bottas Fünfter und Hamilton mindestens Achter wird.
  • Bottas Fünfter und Hamilton Neunter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.
  • Bottas Sechster wird, ohne die schnellste Rennrunde zu fahren und Hamilton mindestens Zehnter wird.

Formel 1: Karriere-Ende-Spekulationen nur Mittel zum Zweck?

Nach den jüngsten Aussagen rund um ein mögliches Karriere-Ende des Briten war die Aufregung groß gewesen. Allerdings ist es ja auch ungewöhnlich, dass der beste Fahrer seiner Generation beim erfolgreichsten Rennstall dieses Jahrtausends auch Mitte November noch keinen Vertrag für das Folgejahr unterschrieben hat. Hamilton legte zuletzt Wert darauf, dass all das nichts mit Formel-1-Müdigkeit zu tun habe.

„Es ist schon November, Weihnachten ist nicht mehr weit“, und er fühle sich trotzdem „großartig, stark, als ob ich noch Monate weitermachen könnte.“ Doch es gebe eben auch „vieles, was mich an einem Leben nach der Formel 1 reizt. Es gibt mehrere Dinge, die mir wichtig sind.“

Das alles scheint allerdings eher wie die Taktik eines Pokerspielers – und das wäre auch nicht völlig unüblich für Lewis Hamilton. Die englische „Daily Mail“ will erfahren haben, dass es zwischen dem Weltmeister und Mercedes um einen Dreijahresvertrag geht, der ihm umgerechnet 133 Millionen Euro bringen könnte.

Motorsportchef Toto Wolff glaubt an Hamilton-Verbleib

Hamilton ist noch immer auf der Höhe seines Schaffens, die Aussichten für 2021 dürften ihn enorm reizen: Unter einem weitgehend eingefrorenen Reglement wird er erneut im überlegenen Auto sitzen, sein Teamkollege wird weiterhin Valtteri Bottas (31) sein, den er bislang stets im Griff hatte. Der Weg zum achten Titel, zum alleinigen Rekord scheint also frei.

Auch bei Mercedes wirken sie nicht völlig unruhig angesichts der ungeklärten Vertragslage.

„Solange es keine Unterschrift gibt, ist nichts sicher im Leben“, sagte Motorsportchef Toto Wolff (48) zwar der „Sport Bild“: „Aber ich bin optimistisch, dass er weiterfahren will, weil wir gemeinsam die Nadel noch weiter bewegen können.“

Der Corona-Kalender sei eben dicht gedrängt, man habe schlicht nicht viel Zeit für Verhandlungen gefunden.

„Es wird der Moment kommen, wenn die WM entschieden ist“, sagt Wolff, „und danach können wir uns hinsetzen und darüber reden.“ (sid, cw)

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