Einst Rivalen in der Formel 1 Ralf Schumacher erinnert sich an „Holzkopf“ Villeneuve

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Ralf Schumacher (l.) und Jacques Villeneuve (r.), hier bei der Siegerehrung des Großen Preises von Deutschland am 29. Juli 2001 auf dem Hockenheimring, lieferten sich nicht selten hitzige Wortgefechte. 

Istanbul – Früher war mehr Kasalla!

Auch bei der Formel 1 denken sie vor dem Comeback des Türkei-GP (Sonntag, 11.10 Uhr, RTL & Sky) wehmütig an alte Zeiten.

Die Mercedes-Dominanz des baldigen Siebenfach-Weltmeisters Lewis Hamilton (35) und politisch über-korrekte Fahrer-Statements nerven Sebastian Vettel (33) und Ralf Schumacher (45).

Formel1: Früher hatte die Formel 1 mehr Feuer

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Vettel geht zwar mit einem Regenbogen-Spezialhelm für Gleichberechtigung (#Weraceasone) ins Rennen, zwischen den Fahrern dürfte es seiner Meinung nach aber gerne öfter krachen: „In den Fahrerbesprechungen früher war schon mehr Zunder drin. Da saßen Alphatiere wie Michael Schumacher und Fernando Alonso, und da gab es für einige Experten klare Ansagen.“

Auch Vettel war kein Kind von Traurigkeit, fuhr Hamilton 2017 in Baku ins Auto, nannte seinen indischen Unfallgegner Narain Karthikeyan (43) „Gurke“ und schimpfte mit Rennleiter Charlie Whiting (66): „Fuck you“.

Ralf Schumacher betitelt Villeneuve als „Holzkopf“

An solche Rüpeleien denkt auch Schumi II gerne zurück: „In den Fahrer-Briefings saßen schon manchmal Holzköpfe wie Jacques Villeneuve. Und auch Eddie Irvine war ... nun ja.“

Wir erinnern uns: Mit „Holzkopf“ Villeneuve zoffte er sich nicht nur über ihren für einen Streckenposten tödlichen Unfall in Melbourne 2001.

Irvine sprach dem kleinen Bruder von Michael unter anderem auch den „Killerinstinkt“ ab.

Legendär war auch sein Team-Zoff bei BMW mit Burger-Liebhaber und Tennisball-Simulant Juan Pablo Montoya (45).

Schumacher fühlt mit Sebastian Vettel 

Aus seiner eigenen Erfahrung kann Ralf Vettels Leidenszeit im Ferrari nachempfinden.

„Das Team konzentriert sich voll auf Charles und lässt Sebastian bei allen Entwicklungen außen vor“, sagt der Sky-Experte über die Bevorzugung von Charles Leclerc (23).

„Ihm wird nur noch gesagt, was er unbedingt wissen muss. Und daraus muss er mit seinem Ingenieur was für dieses Rennen, wo er seit 2011 nicht mehr gefahren ist, irgendwas zaubern. Ich hoffe, dabei kommt noch mal ein gutes Rennen heraus.“

Ralf Schumacher spricht über Lewis Hamiltons Vertrags-Poker

Spannend findet Schumi II auch das Gezeter von Hamilton um seine Vertragsverlängerung bei Mercedes.

„Er zögert mit der Unterschrift, denn das Sammeln der Titel hat viel Kraft gekostet“, mutmaßt Ralf. „Ich glaube, dass er nur einen Einjahresvertrag anstrebt, um die Situation besser ausloten zu können und um abzuschätzen, was nach der Saison 2021 ist. Danach muss nämlich nicht zwingend Mercedes das beste Team der Formel 1 sein. Die Zeiten können sich ändern.“

Das hofft auch Vettel, der dann mit Aston Martin angreifen will.

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