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Showdown in Bahrain Mick Schumacher kämpft um Titel und Formel-1-Cockpit

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Mick Schumacher steht vor dem Titelgewinn der Formel 2. Das Foto zeigt den Sohn von Michael Schumacher am 22. Juni 2019 beim Großen Preis von Monaco.

Bahrain – Meistertitel in der Formel 2 und der ersehnte Formel-1-Vertrag? Mick Schumacher (21) steht in Bahrain vor den wichtigsten Tagen seiner bisherigen Karriere.

Mick Schumacher bereit für den Showdown in der Formel 2

Schier endlose zwei Monate war Mick Schumacher zum Zuschauen verdammt. Während in der Formel 1 die Titel vorzeitig vergeben wurden und Lewis Hamilton (35) zum Rekordweltmeister neben Micks Vater Michael (51) aufstieg, standen in der Formel 2 die Räder still.

Unentwegt spekuliert wurde allerdings über die Zukunft des meistbeobachteten Motorsporttalents der Welt. Passiert ist seither: nichts.

Damit wird die Entscheidung über Titelgewinn und Formel-1-Aufstieg für Mick Schumacher zu einem Showdown, komprimiert auf die letzten vier Saisonrennen in Bahrain (bis 6. Dezember).

„Die Pause war sehr lang. Sie war aber auch gut, um die Batterien wieder aufzuladen, hart zu trainieren. Ich fühle mich bereit und freue mich“, sagte Schumacher, der in dem Wüstenstaat allerdings nur bedingt Einfluss auf sein Schicksal hat.

Mick Schumacher führt vor Callum Ilott in der Formel 2

Im Cockpit seines Prema-Boliden ist Schumacher der Gejagte. 88 Punkte sind maximal noch zu gewinnen, der Vorsprung des 21-Jährigen auf seinen ärgsten Verfolger Callum Ilott (22, England) vor den Rennen am Samstag (10.10 Uhr MEZ) und Sonntag (11.00/jeweils bei Sky) beträgt 22 Punkte.

Damit „kann man arbeiten“, sagte Schumacher, „aber es ist noch nicht genug, um sich auszuruhen.“

Der Titel in der Formel 2, es wäre seine zweite wichtige Meisterschaft nach dem Formel-3-Triumph 2018, ist nur das eine Ziel. Entscheidender für Schumachers Karriereweg ist die Frage, ob er 2021 zur Elite der 20 Formel-1-Piloten zählt.

Entscheidet Mattia Binotto zwischen Mick Schumacher, Callum Ilott und Robert Schwarzman?

In diesem Punkt liegt die Entscheidung bei Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (51), der einen Nachwuchsfahrer der Scuderia beim Kundenteam Haas unterbringen will. Für Schumacher spricht selbstredend die Ausstrahlung seines Namens, doch mit seinen diesjährigen Leistungen auf der Strecke hätte er auch sportlich die Berufung in die Formel 1 vollauf gerechtfertigt.

Ilott und der Russe Robert Schwarzman (21) scheinen derzeit wenige Argumente auf ihrer Seite zu haben.

„Ich denke nicht, dass wir die letzten Formel-1-Rennen in Bahrain und Abu Dhabi abwarten“, sagte Binotto Ende Oktober und fügte an, „in den kommenden Wochen“ entscheiden zu wollen.

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Wird Günther Steiner Mick Schumachers neuer Chef? Das Foto zeigt den Haas-Boss beim Großen Preis von Deutschland am 26. Juli 2019.

Haas-Teamchef Günther Steiner (55) öffnete zuletzt bereits die Tür für die große deutsche Motorsport-Hoffnung. „Es wäre eine Ehre für uns. Ein Schumacher in der Formel 1, das wäre für Deutschland und für die Formel 1 gut“, sagte der Südtiroler bei RTL. Der Weg scheint bereitet.

Doch Zweifel bleiben. Denn Ferrari hätte die Personalie lange vor dem Großen Preis von Bahrain (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL und Sky) verkünden können, jeder hätte die Entscheidung verstanden. Sollte Schumacher aber den Titelgewinn in der Formel 2 noch verfehlen und trotzdem berufen werden, wäre der Frust im Lager von Ilott oder Schwarzman unnötig groß.

Für Schumacher selbst darf der Weg im Falle des Titels ohnehin nur in die Königsklasse führen: Gemäß Reglement ist der Formel-2-Meister in dieser Klasse nicht mehr startberechtigt. (sid)

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