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Kopier-Vorwürfe in der Formel 1 Racing Point wehrt sich: „Schlecht informiert“

Racing_Point_Spielberg

Dem Racing Point von 2020 wird eine starke Ähnlichkeit mit dem Mercedes von 2019 nachgesagt.

Spielberg – Artikel aktualisiert am 13. Juli 2020 – Der „pinke Mercedes“ auf dem Prüfstand: Kurz nach dem Großen Preis der Steiermark am Sonntag, legte der Formel-1-Rennstall Renault gegen die Boliden von Racing Point Protest ein.

Racing Point reagiert auf Vorwürfe

Da der RP20 von Racing Point deutliche Ähnlichkeiten zum Weltmeister-Mercedes der vergangenen Saison hat, soll nun geprüft werden, ob hier gegen das Reglement verstoßen wurde.

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Doch der Rennstall, der in der nächsten Saison als Werksteam von Aston Martin an den Start geht, weißt die Vorwürfe jetzt zurück: Der Protest gegen den Boliden RP20 beruhe auf falschem Verständnis, man sei „schlecht informiert“.

Formel 1: Racing Point „extrem enttäuscht“

Racing Point gab sich „extrem enttäuscht, dass unsere Ergebnisse in Spielberg infrage gestellt werden“. Unterstellungen bezüglich eines Fehlverhaltens wies das Team zurück. Es habe „vor dem Start der Saison mit der FIA zusammengearbeitet und sich allen Fragen über den Ursprung des Designs des RP20 zur Zufriedenheit gewidmet“. Man sei zuversichtlich, dass der Protest letztlich zurückgewiesen werde.

Nachdem die Rennkommissare am Sonntagabend nach Anhörung von Vertretern beider Parteien den Protest von Renault offiziell zuließen, beschlagnahmte und versiegelte ein Vertreter der Technischen Abteilung der FIA die entsprechenden Teile der Wagen 11 und 18 von Sergio Perez (30) bzw. Lance Stroll (21), um eine „detaillierte Analyse“ vorzubereiten. Weiter darf er externe Unterstützung von Renault und auch Mercedes bei der Bewertung in Anspruch nehmen. Wie lange dies dauern wird, ließ die FIA offen.

Racing Point: Ähnlichkeit zu Mercedes von 2019

Renault beruft sich bei seiner Bitte um Prüfung der „Legalität“ des pinken Autos auf Teile des Sportlichen Reglements, die folgendes festlegen: Bestimmte Komponenten der Boliden („listed parts“) müssen vom jeweiligen Team selbst entworfen worden sein, auch die Weitergabe von Informationen über diese Bauteile ist nicht erlaubt.

Mercedes_2019

Der Formel-1-Mercedes von 2019: Hat Racing Point hier abgeguckt?

Mit seinen Bedenken angesichts der Ähnlichkeit zwischen dem aktuellen RP20 mit dem Mercedes W10 von 2019 ist Renault nicht allein im Starterfeld. Racing Point gilt als Anwärter auf Rang vier der Konstrukteurs-WM, schwächelt Ferrari weiter deutlich, scheint sogar Rang drei hinter Mercedes und Red Bull möglich.

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Als gewöhnliches Kundenteam beziehen die Engländer, die im kommenden Jahr als Aston Martin an den Start gehen werden, den Antrieb und das Getriebe von Mercedes. (sid/tsc)

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