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Schumachers Kampf Diese Menschen helfen Schumi zurück ins Leben

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Vor drei Jahren ereignete sich der Skiunfall von Michael Schumacher.

Gland/Kerpen – Michael Schumacher (47) lebt. Und mit ihm die Hoffnung auf die Rückkehr in ein normales Leben.

Drei Jahre ist es am 29. Dezember her, dass der Rekordweltmeister beim Skiunfall in Méribel ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt, das ihn in ein 169-tägiges Koma fallen ließ und zum Pflege-Patienten machte. Laut seines Anwalts kann er weiterhin nicht gehen. Doch sein Kampf geht weiter.

„KeepFighting – Never give up“ nannte Ehefrau Corinna (47) in Michaels Namen die neue Initiative, die Freunden und Fans Mut machen soll: „Wir möchten andere ermutigen, niemals aufzugeben.“ Sie lebt es mit ihren Kindern vor, auch wenn sich selbstverständlich ihr eigenes Leben weiterentwickelt. EXPRESS begleitete die Schumis durch das Jahr und erklärt, was sie in 2017 bewegt.

Corinna Schumacher und Sabine Kehm

Corinna und Sabine

Zwei starke Frauen: Ehefrau Corinna Schumacher (l.) und Managerin Sabine Kehm gründeten die Mutmach-Initiative.

Corinna Schumacher (47) und Sabine Kehm (51), die Ehefrau und Managerin übernehmen Verantwortung für Schumis „schwierige private Situation“ in der Reha, aber auch für sein sportliches Erbe.

Auto-Museum in Köln als Dank für die Fans

Mit Social-Media-Diensten (u.a. Facebook) wollen sie die Erinnerungen an „Michaels außergewöhnliche Karriere“ wach halten, mit der Initiative „KeepFighting“ auch anderen Menschen Mut machen. Sein Gesundheitszustand ist dagegen weiterhin Privatsphäre.

„Wir müssen Michael schützen, aber er soll ja nicht verschwinden“, erklärt Kehm die Aktivitäten. Dazu gehörte auch die Ankündigung, die private Rennwagen-Sammlung ab 2018 in einer Dauerausstellung in der „Motorworld“ auf dem Butzweilerhof in Köln zu präsentieren. „Es ist ein Dank an alle, die ihn während seiner Karriere begleitet haben und auch heute noch begleiten.“

Persönlich war für Corinna die Westernreit-WM im August auf ihrer CS-Ranch in Givrins ein Highlight. Auch 2017 finden da hochklassige Turniere wie die SVAG CS Classic statt.

Kehm managt auch Sohn Mick Schumacher (17), der 2017 in der Formel 3 antritt.

Gina-Maria Schumacher

Gina

Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Gina-Maria Schumacher (r.) jubelt mit einer Reining-Kollegin über den deutschen EM-Titel. 

Sie ist ein Ebenbild ihrer Mutter – und so ehrgeizig wie ihr Vater: Gina Maria Schumacher (19). Die Tochter fuhr in ihrer Kindheit und Jugend zwar auch viel Kart, aber die Leidenschaft ihrer Mutter fürs Westernreiten setzte sich auch bei ihr durch. Aber auch auf dem Pferd liegt der Erfolg in den Genen: In der Dressur Reining ist Gina-Maria Weltspitze.

Westernreiten mit Vaters Nervenstärke

Im August ritt sie bei den FEI European Championship in der CS-Ranch ihrer Mutter auf Pferd „Arc Guns M Oaks“ zum Junioren-Europameistertitel – und verhalf auch dem deutschen Team zum EM-Titel.

„Sie ist eine außergewöhnlich talentierte Reiterin“, lobt Bundestrainer Nico Hörmann, der sie auch schon für den Senioren-Kader im Blick hat. „Gina arbeitet sehr fleißig und hat ein hochprofessionelles Umfeld – und sie hat die Nervenstärke ihres Vaters.“

Damit gelingen ihr auf dem Pferd Manöver, die ihrem Vater alle Ehre machen: Volles Tempo, aber auch volle Kontrolle. Im Reining bremst sie aus vollem Galopp das Pferd in den Sliding Stop, sodass der Sand vom Hallenboden hochspritzt.

Auch 2017 will Gina-Maria wieder einige Titel einreiten.

Mick Schumacher & Peter Kaiser

Mick

Jedes Talent braucht einen Mentor: Mick Schumacher (l.) und Schumi-Freund Peter Kaiser im Oktober in Hockenheim.

Nach einer mit zwei Vizemeister-Titeln gekrönten Saison in der Formel 4 geht Mick Schumacher (17) 2017 den nächsten Karriereschritt in Richtung Königsklasse.

Über die Formel 3 in Papas Fußstapfen

„Ich werde Formel 3 fahren, um weiter zu lernen und voll ausgebildet in die Formel 1 zu starten“, sagt Mick, der weiterhin von Schumi-Freund Peter Kaiser (47) betreut wird.

Seinen Wechsel vom familiär geführten Van Amersfoort Racing zum früheren Ferrari-Juniorteam Prema bereut er nicht: „Ich hab dieses Jahr viel gelernt, speziell wie man mit dem Team interagiert.“ Wie sein Vater damals bei Ferrari lernt er fleißig Italienisch: „Ich kann mich unterhalten.“

Prema-Teamchef Rene Rosin lobt: „Er hat sich im Vergleich zum Vorjahr massiv gesteigert. Seine Geschwindigkeit im Rennen war fantastisch.“ Der Italiener sieht aber noch Steigerungspotenzial: „Er muss nur im Qualifying noch etwas besser werden.“ Rosin glaubt aber: „Er ist bereit für die Formel 3 und wird in Zukunft sicher ein toller Pilot werden.“

Im März beginnen die Tests im neuen Dallara-Mercedes-Auto, die Saison startet am 14.-16. April in Silverstone.

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