Wie geht es weiter? Nico Hülkenberg will kein „Feuerwehrmann“ mehr sein

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Nico Hülkenberg wurde beim Großen Preis der Eifel Achter.

Köln – Nico Hülkenberg (33) erlebt seine wohl ungewöhnlichste Saison in der Formel 1. Hülkenberg fand kein neues Cockpit und steht nun als Ersatzfahrer bei Racing Point unter Vertrag. Beim Großen Preis der Eifel hatte er schon zum dritten Mal den Feuerwehrmann spielen und einen Fahrer ersetzen müssen. Auf dem Nürburgring raste er ohne Vorbereitungszeit als Letzter auf den achten Platz. Anschließend wurde er zum Fahrer des Rennens gewählt. Auf seine Rolle als Feuerwehrmann hat Hülkenberg aber langfristig keine Lust.

„Feuerwehrmann auf Dauer wäre doch wieder die klassische Ersatzfahrer-Rolle. Das ist nicht das, wonach ich strebe. Es gab Teams, die mich nach meinem ersten Einsatz als Ersatzfahrer dauerhaft engagieren wollten. Aber ein Stamm-Cockpit hat für mich Priorität“, sagte Hülkenberg der „Bild“.

Nico Hülkenberg hat noch keinen Rennstall gefunden

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Die Suche nach einem neuen Arbeitgeber gestaltet sich aber alles andere als einfach. Haas, Alfa Romeo und auch die Red-Bull-Rennställe Red Bull und AlphaTauri hätten theoretisch noch freie Plätze. Beim Großen Preis der Eifel saß er schon fast im Red-Bull-Cockpit. Aufgrund eines unklaren Corona-Tests von Red-Bull-Pilot Alex Albon (24) wollte deren Motorsport-Boss Dr. Helmut Marko (77), dass Hülkenberg  einspringt.

Hülkenberg selbst macht sich für das kommende Jahr aber wenige Hoffnungen auf einen festen Platz in einem Cockpit. „Unter der Haube bin ich noch nicht. Aber nach wie vor dran. Andere Fahrer sind wirtschaftlich vielleicht attraktiver für die Teams.“

Red Bull eine Option für Nico Hülkenberg

Eine Möglichkeit für den gebürtigen Emmericher wäre auch Red Bull. Dort fährt der Niederländer Max Verstappen (23) seinem Teamkollegen Alex Albon regelmäßig davon. Die Verantwortlichen von Red Bull sind mit Albons Leistungen nicht zufrieden. In der Eifel schaffte er es nicht einmal unter die ersten Zehn. Und: Der Rennstall ist bekannt dafür, dass er hart mit seinen Fahrern umgeht und sie nach schlechten Leistungen auch rauswirft – Pierre Gasly (24) musste das vergangenes Jahr feststellen.

Hülkenberg selbst pflegt ein gutes Verhältnis zu Verstappen. Die beiden unterhalten sich regelmäßig auf Niederländisch. Auch vor der Konfrontation mit dem Red-Bull-Star fürchtet sich Hülkenberg nicht. „Ich würde das gerne herausfinden, mich gerne an ihm messen. Mal schauen, ob es dazu kommen wird.“ Wenn Hülkenberg seine Leistungen noch öfters bestätigen kann und Albon weiter hinterherfährt, wird Red Bull sich über eine Neubesetzung Gedanken machen müssen.

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