Formel 1 in Monaco Vettel überzeugt nach Mick-Crash, Leclerc bangt um Pole Position

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Mick Schumacher verlässt nach seinem heftigen Crash im Training der Formel 1 in Monaco am Samstag (22. Mai) die Strecke.

Monte-Carlo – Nach einem Jahr Pause kehrt die Formel 1 zurück ins Fürstentum. Am 23. Mai steigt das Traditions-Rennen mitten durch Monaco, das im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie erstmals seit 1954 nicht stattgefunden hatte. Umso größer ist die Vorfreude auf den technisch anspruchsvollen Stadt-Grand-Prix.

  • Formel 1: Nächstes Rennen am 23. Mai (15 Uhr) in Monaco
  • Charles Leclerc holt Pole Position und muss bangen
  • Mick Schumacher crasht im Training und verpasst Qualifying

Für Sebastian Vettel (33) geht in Monte-Carlo die Jagd nach dem ersten Saison-Punkt weiter, Mick Schumacher (22) steht die bislang größte Herausforderung seiner noch jungen Formel-1-Laufbahn bevor. Lesen Sie hier bis zum Rennwochenende alles rund um den Monaco-GP sowie die wichtigsten Neuigkeiten aus der Formel 1.

Charles Leclerc droht Rückversetzung nach Pole Position in Monaco

Beim Heimspiel in Monte-Carlo legte Charles Leclerc (23) die beste Zeit hin, crashte dann kurz vor dem Ende der Session. So konnte kein weiterer Fahrer mehr ein Top-Zeit hinlegen und den Monegassen von Platz eins verdrängen. Das Manöver könnte allerdings noch Konsequenzen haben.

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Der beschädigte Bolide von Charles Leclerc wird nach dem Crash im Qualifying in Monaco am Samstag (22. Mai) abtransportiert.

Das hatte etwas von Schumis Rascasse-Parkmanöver 2006 gegen Fernando Alonso (39). Doch Schlitzohr Leclerc mimte den Unschuldigen: „Es ist eine Schande, in der Mauer zu landen. Trotzdem bin ich glücklich über meine erste Runde und diese Pole.“

Ihm droht wegen notwendiger Reparaturarbeiten an seinem beschädigten Boliden eine Rückversetzung in der Startaufstellung im Rennen am Sonntag. Der Ferrari-Pilot selbst ging nach der Zeitenjagd von einem Getriebewechsel aus, dieser würde eine Fünf-Plätze-Strafe nach sich ziehen.

Neben Ferrari, das mit Carlos Sainz (Vierter) auch seinen zweiten Fahrer weit vorne platzierte, überzeugte in der Qualifikation auch Sebastian Vettel (33). Der Vierfach-Weltmeister fuhr im Aston Martin auf Platz acht.

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Sebastian Vettel legte im Aston Martin am Samstag (22. Mai) sein bislang bestes Qualifying der laufenden Saison in der Formel 1 hin.

Hinter Leclerc startet Max Verstappen (23) im Red Bull. Schlimmer erwischte es WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (36) im Mercedes, der nur auf Platz sieben startet – unmittelbar vor Vettel.

Unfall von Mick Schumacher im Training der Formel 1 – Vettel stark im Qualifying

Bei Mick Schumacher (22) hat es im dritten freien Training der Formel 1 in Monaco am Samstag (22. Mai) heftig gekracht. Hinter dem Casino schlug Schumacher in Kurve vier mit seinem Haas in die Leitplanke ein, der Wagen blieb nach dem Unfall schwer beschädigt auf der Strecke liegen, die linke Seite war besonders im hinteren Bereich stark zerstört.

Schumacher stieg wenig später selbst und offenbar unverletzt aus dem Wagen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das tut mir wirklich leid“, sagte er zuvor noch im Boxenfunk an das Team. Sichtlich niedergeschlagen verließ er die Strecke, auf der er schon am Donnerstag im Training an ähnlicher Stelle einen Unfall fabriziert hatte.

Teamchef Günther Steiner (56) nahm es ihm nicht krumm: „Er war zu weit innen, zehn Zentimeter vielleicht. Es geht hier so schnell. Es ist eine Enttäuschung, klar. Aber es gehört dazu. Er hat sich entschuldigt und fasst sich selbst an die Nase. Das Leben geht weiter.“

Während Mick sich zurück ins Fahrerlager aufmachte, wurde sein Haas-Bolide in die Boxengasse gebracht. Angesichts der Schäden reichte die Zeit nicht mehr, um beim um 15 Uhr beginnenden Qualifying an den Start zu gehen. 

Lewis Hamilton sorgt sich vor Monaco-Rennen um Überholchancen

Lewis Hamilton (36) macht sich auf einen harten Kampf mit Herausforderer Max Verstappen (23) beim Formel-1-Klassiker in Monte Carlo gefasst. „Red Bull wird sehr, sehr stark sein an diesem Wochenende“, sagte der dreimalige Gewinner des legendären Grand Prix im Fürstentum und aktuelle WM-Spitzenreiter am Mittwoch (19. Mai).

Der siebenmalige Weltmeister hat 14 Punkte vor dem fünften Saisonrennen mehr als Verstappen. Der 23 Jahre alte Niederländer, der wie Hamilton an der Côte d'Azur seinen Wahlwohnsitz hat, konnte in Monaco noch nie gewinnen, auch einen Podestplatz schaffte Verstappen bisher nicht.

Anders als beim vergangenen Rennen der Formel 1 in Spanien, als Hamilton noch spät an Verstappen vorbeigezogen war, rechnet der Brite diesmal mit weniger guten Überhol-Aussichten: „Auf der Liste der Rennen, in denen Überholen schwer ist, liegt es außerhalb der Skala“, sagte der Mercedes-Pilot. Als Fahrer sei das Rennen aber unglaublich. Fehler könne sich keiner auf dem Kurs entlang der Leitplanken leisten.

Formel 1 streicht Türkei aus Rennkalender – Doppel-Rennen in Österreich

Das für den 13. Juni geplante Formel-1-Rennen in der Türkei findet nicht statt. Wie die Rennserie am Freitag mitteilte, ist eine Durchführung aufgrund von Reisebeschränkungen durch die anhaltende Corona-Pandemie auf dem Kurs nahe Istanbul nicht möglich.

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Lewis Hamilton fährt 2019 beim GP der Formel 1 in Monaco vor Max Verstappen.

Deswegen muss der Rennkalender erneut angepasst werden und es kommt wie schon 2020 nacheinander zu zwei Rennen im österreichischen Spielberg. Diese sind nun für den 27. Juni und 4. Juli geplant. Als Folge dessen wird der Große Preis von Frankreich um eine Woche nach vorne gezogen und soll am 20. Juni gefahren werden. Die Formel 1 verdeutlichte in ihrer Mittelung außerdem, dass am ehrgeizigen Plan mit 23 Rennen in diesem Jahr festgehalten werden soll.

Die Türkei war zuvor von Großbritannien auf die sogenannte „rote Liste“ gesetzt worden. Wer aus solchen Ländern nach Großbritannien einreist, muss sich derzeit auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben. Dies hat auch für eine Vielzahl der Formel-1-Rennställe weitreichende Folgen, da diese ihren Sitz in England haben. Unter anderem Mercedes, Aston Martin, Red Bull, Williams oder McLaren sind davon betroffen. (red, dpa, sid)

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