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Formel 1 Qualifying: Starker Vettel, Schumacher ging der Reifen aus

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Mick Schumacher überzeugte im Haas auch im dritten freien Training beim Grand Prix der Formel 1 in Portimao.

Portimao – Mit dem Rennen im Imola machte die Formel 1 am 18. April erstmals in der noch jungen Saison Station in Europa – und bleibt dort auch noch eine ganze Weile. Vier Rennen stehen noch auf dem Programm, ehe es Mitte Juni über den Atlantik Richtung Kanada geht. Der dritte WM-Lauf steigt am 2. Mai in Portimao (Portugal).

  • Formel 1: Grand Prix in Portimao (Portugal) am 2. Mai
  • Schumacher im dritten Training sogar vor Sebastian Vettel
  • Training in Portimao: Mick Schumacher deutlich schneller als Nikita Mazepin

Dort will Mick Schumacher (22) seine guten ersten Eindrücke bestätigen, Sebastian Vettel (33) hofft auf seine ersten Saison-Punkte im Aston Martin. Lesen Sie hier alle wichtigen Entwicklungen bis zum Grand Prix von Portugal am 2. Mai.

Formel 1: Sebastian Vettel überzeugt im Qualifying

Eine positive Entwicklung macht Sebastian Vettel in Portugal mit. Der Heppenheimer qualifizierte sich für Q3 und landete am Ende auf dem zehnten Platz. Erstmals nach 15 vergeblichen Versuchen gelang dem vierfachen Weltmeister wieder einmal der Sprung unter die besten Zehn.

„In der dritten Qualifikation hatten wir leider nur einen Satz Reifen und die Bedingungen waren sehr schwer. Es gibt trotzdem noch viel für uns zu lernen. Wir haben für das Rennen eine bessere Ausgangsposition und da ist es einfacher zu attackieren“, sagte Vettel.

Die Pole sicherte sich Valtteri Bottas, der seinem Mercedes-Kollegen Lewis Hamilton die 100. Pole der Karriere vermasselte. Dritter wurde Red-Bull-Fahrer Max Verstappen.

Mick Schumacher dagegen hat die Qualifikation zum Großen Preis von Portugal nur als 19. beendet. Im unterlegenen Haas-Rennwagen kam der 22-Jährige am Samstag bei windigen Bedingungen nicht über den vorletzten Platz hinaus.

Dennoch zog der WM-Neuling ein positives Fazit. „Trotzdem habe ich wieder wertvolle Erfahrungen sammeln können. Leider konnten wir die Pace im letzten Sektor nicht hochhalten, weil sich die Reifen sehr schnell abgenutzt haben. Ich hoffe ein gutes Rennen und will im Rennen die Zielflagge sehen.“

Drittes Training: Mick Schumacher in Portimao sogar vor enttäuschendem Sebastian Vettel

Zuvor hatte Schumacher im dritten freien Training in Portimao überzeugende Runden im Haas gedreht und einen starken 15. Platz belegt. Schumacher ließ dabei nicht nur wie zuletzt üblich Teamkollege Nikita Mazepin (22) deutlich hinter sich, sondern auch Sebastian Vettel. Der Heppenheimer fremdelt im Aston Martin weiter und wurde mit einigen sichtbaren Problemen nur 18.

An der Spitze des Feldes legte Max Verstappen mit 1:18,489 Minuten die Bestzeit vor, er war damit 0,236 Sekunden schneller als Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton (England) im Mercedes. Das Qualifying zum Rennen in Portugal steigt am Samstag um 16 Uhr. Schumacher will eine starke Leistung auch dort bestätigen, während es für Vettel im Aston Martin nur um Schadensbegrenzung gehen dürfte.

Zweites Training: Mick Schumacher erneut deutlich vor Nikita Mazepin

Mick Schumacher war auch im zweiten freien Training in Portimao am Freitag (30. April 2021) deutlich schneller als sein Teamkollege Nikita Mazepin. Allerdings waren es nun „nur“ 0,9 Sekunden. Außerdem konnte Mick, der die Einheit erneut auf Platz 18 abschloss, Williams-Pilot Nicholas Latifi hinter sich lassen.

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Mick Schumacher war auch im zweiten Training in Portimao am 30. April 2021 deutlich schneller als Teamkollege Nikita Mazepin.

Schnellster war Mercedes-Weltmeister Lewis Hamilton, 0,143 Sekunden schneller als sein niederländischer Rivale Max Verstappen im Red Bull. Platz drei belegte der Finne Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. Für Sebastian Vettel reichte es im Aston Martin im zweiten Training nur zu Platz 15.

Erstes Training: Mick Schumacher schneller als Nikita Mazepin, Sebastian Vettel an falscher Box

Mick Schumacher hat im ersten freien Training der Pormel 1 in Portugal seinen Teamkollegen Nikita Mazepin düpiert. Der Sohn von Michel Schumacher war rund 2,3 Sekunde schneller als der Russe und wurde 18.

Schnellster der ersten Einheit war Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Der Finne verwies am Freitag (30. April 2021) in Portimão Max Verstappen im Red Bull mit 0,025 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde Verstappens Teamkollege Sergio Perez. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton beendete die Übungseinheit im zweiten Mercedes als Fünfter. Erneut viel Mühe hatte Sebastian Vettel, der im Aston Martin nicht über Rang 16 hinaus kam.

Der Heppenheimer erlebte einen etwas peinlichen Moment: Mitten im Training steuerte er plötzlich anstatt seiner Crew von Aston Martin die Garage von McLaren an. „Tut mir leid, das musste ja irgendwann passieren. Ich habe mich schon gewundert, warum niemand da war“, funkte der 33-Jährige amüsiert an seinen neuen Arbeitgeber. Nach zwei frustrierenden Rennen wartet der Hesse noch auf seine ersten Punkte für Aston Martin. Im Auftakttraining wurden ihm mehrere Rundenzeiten wegen Regelverstößen gestrichen.

Vor dem dritten Saisonrennen am Sonntag (16 Uhr/Sky) führt Titelverteidiger Hamilton die Gesamtwertung mit nur einem Punkt Vorsprung vor Verstappen an. Wegen der Probleme bei Mercedes in den ersten beiden WM-Läufen brachte das Team eine Reihe neuer Bauteile für das Auto mit an die Algarve. Dennoch beklagte Hamilton auf der schwierigen Strecke zunächst einen „ziemlich unfahrbaren“ Silberpfeil. Auch Verstappen schimpfte mehrfach am Boxenfunk über die Reifen und das Fahrverhalten seines Red Bull.

Mick Schumacher vor Portugal-Rennen entspannt – keine Reaktion auf Mazepin-Kritik

Mick Schumacher (22) will nach den glimpflich verlaufenen Fehlern an seinen ersten beiden Formel-1-Rennwochenenden die Ruhe bewahren.

Mick erklärt seine Freude am Hinterherfahren: „Ein Formel-1-Auto ist schneller als alles andere. Man kann sich vorstellen, was für ein geiles Gefühl es ist, in so einem Auto zu sitzen.“

Das durfte er zur Portimao-Vorbereitung auch wieder in einem Ferrari erleben, beim 200-km-Test im SF71H in Fiorano. Auf die EXPRESS-Frage, was er im drei Jahre alten Auto geübt habe, verrät Mick, dass er an seinem Qualifying gearbeitet hat: „Es ist nicht mehr fremd für mich, in ein Formel-1-Auto einzusteigen. Es ist mein neues Zuhause. Deswegen kann ich es mir erlauben, ans Limit zu gehen. Zu versuchen, so schnell wie möglich auf der ultimativen Pace zu sein und zur schnellsten Rundenzeit zu finden.“

Mick nennt Beispiele von der Lenkradarbeit: „Wie bricht das Auto aus? Was passiert, wenn ich das Auto so stark abfange? Muss ich mehr Lenkradeinschlag geben? Das sind einfach Sachen, die ich jetzt kenne und weiß. Dementsprechend kann ich an das Limit rangehen.“

Diese Extra-Lernzeit als Ferrari-Academy-Fahrer stieß seinem Haas-Kollegen Nikita Mazepin (22) sauer auf. Der Russe ätzte über Micks „Privilegien“. Darauf angesprochen, wich der gewohnt diplomatisch aus: „Die Ferrari Driver Academy macht einen sehr guten Job, sie hat viele Fahrer in die Formel 1 gebracht. Sie macht viel richtig.“

Noch mehr richtig machen will auch er nach seinen Fehlern in Bahrain (Dreher) und Imola (Nässe-Unfall) nun in Portimao. „Ich habe mir vorgenommen, keine Fehler zu machen. Dann sind mir welche passiert. Jetzt arbeite ich daran, keine mehr zu machen. Wir sind Menschen, keine Maschinen“, sagt Mick.

Auf die Frage, ob es ihm unangenehm sei, als Sohn von Michael Schumacher (52) nicht überhart kritisiert zu werden, sagt Mick: „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit Samthandschuhen angefasst werde. Ich werde aber auch nicht übermäßig kritisiert. Ich nehme jede Kritik an. Wenn mir Fehler passieren, dann lerne ich daraus.“

Charles Leclerc hält Max Verstappen für den Favoriten in der Fahrerwertung

Sebastian Vettels (33) Ex-Teamkollege Charles Leclerc (23) von Ferrari räumt Red-Bull-Star Max Verstappen (23) gute Chancen ein, in diesem Jahr Lewis Hamilton (36) als Formel-1-Weltmeister zu entthronen. „Red Bull ist gewachsen und scheint stärker als Mercedes zu sein. Max kann gewinnen, weil er ein großes Talent hat“, sagte Leclerc im Interview mit der italienischen Tageszeitung La Stampa.

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Max Verstappen im Red Bull (2.v.l.) ist laut Ferrari-Pilot Charles Leclerc (r.) der größte Konkurrent Lewis Hamiltons (l.) um den Weltmeistertitel in der Formel 1. Schon in den ersten beiden Rennen, hier ein Foto des Großen Preises von Emilia-Romagna am 18. April, boten sich beide Fahrer ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Überhaupt sieht der 23-Jährige die Zeit gekommen für einen Generationenwechsel in der Formel 1. Neben dem gleichaltrigen Niederländer Verstappen und ihm selbst besitze etwa der 21-jährige Brite Lando Norris (McLaren) gute Chancen. Auch sein spanischer Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz (26) sei „sehr schnell“, erklärte Leclerc und fügte hinzu: „Die Zukunft ist in unseren Händen.“

Mit seinem eigenen Saisonstart ist Leclerc zufrieden. Beim Großen Preis von Portugal (Sonntag, 16.00 Uhr/Sky) rechnet er mit „einem spannenden Kampf mit AlphaTauri und McLaren“ um die Plätze hinter Red Bull und Mercedes. In Letzterem könnte Hamilton am Wochenende seine 100. Pole-Position erreichen. Ferrari hingegen arbeitet laut Leclerc nach dem schweren Rückschlag 2020 hart, um wettbewerbsfähig zu sein. „Ich will Ferrari wieder zum Sieg führen“, sagte Leclerc.

Formel 1 verkündet Kanada-Absage – Türkei springt erneut als Ersatz-Strecke ein

Das Formel-1-Rennen von Kanada fällt wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nacheinander aus. Der für den 13. Juni in Montreal angesetzte Grand Prix kann erneut nicht stattfinden. Das gab die Formel 1 am Mittwoch in einer Presseerklärung bekannt. Die Formel 1 ist dennoch weiter gewillt, die Rekordsaison mit 23 geplanten Rennen durchzuziehen.

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Lewis Hamilton fährt beim bislang letzten Formel-1-Rennen in Kanada am 9. Juni 2019 über die Ziellinie. Auch 2021 findet der Grand Prix nicht statt.

Aufgrund der weiter gültigen Einreisebestimmungen in Kanada mit einer 14-tägigen Quarantäne sei es allerdings unmöglich, den Grand Prix durchzuführen, hieß es. Am Wochenende zuvor macht der Tross in Aserbaidschan Station. Als Ersatz springt nun wieder die Türkei ein. Die Strecke am Bosporus war bereits im November 2020 Ersatzausrichter gewesen. 

Japan-GP der Formel 1 in Suzuka bleibt bis mindestens 2024 im Rennkalender

Die Formel 1 macht auch in Zukunft in Japan Station. Wie die Motorsport-Königsklasse am Samstag mitteilte, wurde der Vertrag mit dem Suzuka International Racing Course für mindestens weitere drei Jahre bis 2024 verlängert. „Der Große Preis von Japan ist seit jeher ein Schauplatz spannender, mitreißender Dramatik“, erklärte der neue Formel-1-Chef Stefano Domenicali und verwies auf gleich elf WM-Entscheidungen in Suzuka.

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Der Start beim bislang letzten Formel-1-Rennen in Suzuka im Oktober 2019. Der Japan-GP bleibt bis mindestens 2024 im Rennkalender.

Die südwestlich von Nagoya gelegene Strecke wurde zu Testzwecken für Honda erbaut. Erst 25 Jahre später kam 1987 die Formel 1 erstmals nach Suzuka. Coronabedingt fiel der Grand Prix 2020 aus, in diesem Jahr ist das Rennen für den 10. Oktober angesetzt.

George Russell entschuldigt sich für Ausraster nach Crash bei Valtteri Bottas

Nach dem Crash mit Mercedes-Mann Valtteri Bottas (31) und seinem Ausraster beim Formel-1-Rennen von Imola hat sich George Russell (23) vom Williams-Team für sein Verhalten entschuldigt. „Nachdem ich Zeit hatte, über das, was passiert ist, nachzudenken, weiß ich, dass ich die gesamte Situation hätte besser handhaben sollen. In der Hitze des Gefechts können die Emotionen hochkochen“, schrieb Russell in den Sozialen Medien am Montag.

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Valtteri Bottas (im Auto) zeigt George Russel nach dem Unfall am 18. April 2021 den Stinkefinger.

Tags zuvor beim Grand Prix der Emilia Romagna waren Russell und Bottas mit ihren Autos bei mehr als 300 km/h bei der berüchtigten Tamburello-Kurve zusammengekracht und waren danach ausgefallen.

Russell war außer sich und warf dem Finnen sogar vor, die Absicht gehabt zu haben, beide bei dem Zweikampf töten zu wollen. (red/dpa/sid)

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