Es geht um 132 Millionen Wieder auf Pole! Hamilton zockt um einen Rentenvertrag

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Rekordfahrer Lewis Hamilton und Mercedes-Teamchef Toto Wolff jubeln beim Großen Preis in Istanbul.

Sakhir – Beim Grand Prix von Bahrain hat der frischgebackene Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton (35) seine 98. Pole-Position geholt. Der Mercedes-Pilot, der noch den Rekord von 13 Saisonsiegen einstellen kann, verwies im Qualifying seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas und den Niederländer Max Verstappen im Red Bull auf die Plätze.

Der Formel-1-Nimmersatt bleibt also weiter auf Beutezug. Neben seinem 95. GP-Sieg im Bahrain-GP (Sonntag, 15.10 Uhr, RTL & Sky) ist sein großes Ziel aber ein letzter großer Mercedes-Vertrag. Der Millionen-Poker mit Teamchef Toto Wolff (48) zieht sich schon über ein Jahr. EXPRESS kennt die Gründe: Hamilton will einen Rentenvertrag und benutzte dafür Ferrari als Druckmittel.

Lewis Hamilton will lebenslanger Mercedes-Botschafter werden

Den extrovertierten Briten reizt nicht nur das Geld und der Ruhm. Mit seinen 40 Millionen Euro Jahresgehalt plus Prämien ist er schon bestbezahlter Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Und mit seinem achten Titel wird er den Rekordmann Michael Schumacher (51) 2021 endgültig überholen. Aber Hamilton will mehr: Er pokert um einen 132 Millionen Euro schweren Dreijahresvertrag und möchte gerne lebenslanger Mercedes-Botschafter werden.

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Eigentlich kein großes Ding. Fit genug fühlt sich Hamilton („Ich bin in großartiger Form“), und er will gerne beweisen, dass er auch mit einem nach der großen Regel-Reform 2022 schwieriger zu fahrenden Auto besser als Sebastian Vettel (33) und Max Verstappen (23) ist.

Doch weil sich Daimler-Boss Ola Källenius (51) mit dem Bekenntnis zur Formel 1 schwer tat und nebenbei mit Wolff über dessen Vertragsverlängerung bzw. neue Rolle als Managing Director verhandelt, hielt man Hamilton hin. Prompt reiste der nach Maranello, kaufte sich einen Ferrari und verhandelte mit Fiat-Präsident John Elkann (44) über einen Wechsel.

Mercedes gibt grünes Licht für sündhaft teures Hamilton-Paket

Erst nach dem Millionen-Deal mit Topsponsor INEOS und der Zusage für den neuen Grundlagenvertrag (Concorde Agreement) bis 2025 gab es von Källenius Grünes Licht für ein sündhaft teures Hamilton-Paket.

Auf seine Ferrari-Affäre angesprochen, behauptet der nun: „Mit Ferrari hat es einfach nicht sein sollen. Ich stand nie auch nur kurz davor, mein Team zu verlassen.“ Und mit dem Hinweis auf seine Kartzeit im Mercedes-Benz-McLaren-Team schwärmt er: „Das ist das einzige Team in der Geschichte des Sports, in dem man ein Familienmitglied auf Lebenszeit ist.“

Nach dem Titelgewinn kündigte er Wolff im Privatjet an: „Ich bleibe bei euch.“ Doch die Laufzeit bleibt ein Problem. Wolff: „Ein Jahr ist mir zu kurz. Ich will ja nicht nächstes Jahr wieder verhandeln. Aber drei Jahre sind schon lang.“

Auch weil die Gehaltsobergrenze ab 2021 bei 145 Millionen liegt und in den Jahren darauf weiter fällt. Die drei teuersten Angestellten sollen zwar ausgenommen werden, doch das Gehaltsgefälle zwischen ihnen und dem Rest würde größer.

Unmoralisch, findet Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost (64): „Die Fahrer sollten nicht mehr als zehn Millionen Dollar verdienen und froh sein, die schnellsten Autos des Planeten überhaupt fahren zu dürfen.“

Lewis Hamilton: „Wer ist Franz Tost?“

Als Hamilton darauf angesprochen wird, fragt er erstmal provokant: „Wer ist Franz Tost?“ Und dann betont er, welchen Wert er hat:  „Die Fahrer sind die Stars dieses Sports. Sie sorgen für die meiste Aufmerksamkeit, stärken die Marken, deren Image und das Ansehen der ganzen Formel 1.“ Hamilton wird im Millionen-Poker auf keinen Penny verzichten.

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