Formel 1 in Baku Alarmstufe Rot bei Mercedes: Verstappen spitze, Hamilton geschockt

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Lewis Hamilton war nach dem Trainings-Freitag am 4. Juni 2021 in Baku enttäuscht.

Baku – Von wegen das Mercedes-Imperium schlägt zurück. Nach der schmerzlichen Niederlage in Monaco und dem Verlust der WM-Führung an Max Verstappen (23) ist Lewis Hamilton (36) nach dem Training zum Großen Preis von Aserbaidschan (Sonntag, 14 Uhr, Sky) geschockt von der Nicht-Leistung seines Schwarzpfeils. Nur Elfter, über eine Sekunde langsamer als Verstappen und dessen Red-Bull-Kollege Sergio Perez (31). Alarmstufe Rot bei den Silbernen.

  • Formel 1: Mercedes mit schlechtem Trainingstag in Baku
  • Lewis Hamilton über eine Sekunde langsamer als Max Verstappen
  • Droht schwarzes Wochenende wie in Monaco?

Mercedes-Teamchef Toto Wolff (49) ließ ein Interview platzen, Hamilton haderte mit seinem W12: „Ich hatte eigentlich einen guten Tag und keinen Fehler auf meiner Runde, aber wir sind definitiv zu weit hinten. Ich war am Limit, aber das Auto gibt nicht mehr her. Es ginge sicher schneller, aber ich hatte keinen Grip. Es ist nicht einfach zu verstehen, warum ich plötzlich nicht in den Top Ten bin.“

Max Verstappen: „Unser Auto ist wieder sehr konkurrenzfähig“

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Sein Teamkollege Valtteri Bottas (31), 2019 hier in Baku in der Formel 1 noch strahlender Sieger, war sogar noch langsamer. Als erste Ursache wurde Pirellis erstmals bei einem Rennen eingesetzter Supersoft-Reifen genannt, auf dem Hamiltons „Schwarze Bestie“ wieder zum Reifenfresser mutierte. Wenn sich die Zeitabstände im Qualifying bestätigen, dürfte sich Hamiltons Vier-Punkte-Rückstand auf Verstappen am Sonntag deutlich vergrößern. Statt mit dem Weltmeister muss sich der „fliegende Holländer“ mit Edelhelfer Perez und dem erneut superschnellen Ferrari-Duo Charles Leclerc (23) und Carlos Sainz (26) um den Sieg streiten.

„Unser Auto ist wieder sehr konkurrenzfähig. Und in den Rennen haben wir bisher wenige Fehler gemacht“, hat Verstappen seinen zweiten Sieg in Folge fest im Visier. Sehr zum Ärger von Wolff, der wegen Red Bulls flexiblem Heckflügel einen Protest beim Weltverband FIA androhte. Das Teil neigt sich auf Bakus Monster-Geraden (2,2 km) stark nach hinten und macht den RB16B extrem windschlüpfrig, bietet beim Anbremsen auf die Kurven aber wieder genug Abtrieb.

Christian Horner droht Mercedes mit Konter-Protest

Red-Bull-Teamchef Christian Horner (47) wehrt sich weiter gegen Betrugsvorwürfe: „Unser Auto wurde gerade erst wieder nach dem Monaco-Rennen von der FIA untersucht und kein einziges Teil beanstandet. Falls Mercedes gegen unseren Heckflügel protestiert, protestieren wir gegen ihren Frontflügel.“

Auch Max Verstappen lässt Wolffs Attacke an sich abprallen: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, was auf der Strecke ist, das ist am besten.“ Und selbst Hamilton ist die Flexi-Wings-Affäre peinlich: „Ich bin an Psychospielchen nicht interessiert. Es ist kindisch, sich jetzt auf einen Krieg der Worte einzulassen.“

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