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Nur Zweiter am NürburgringStoppt Schumi-Fluch Hamiltons Rekordjagd? – Vettel schwach

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Michael Schumachers Sieg-Rekord könnte am Sonntag auf dem Nürburgring von Lewis Hamilton eingestellt werden. Hier jubelt der damalige Ferrari-Pilot im Mai 2006 über den Sieg beim Großen Preis von Europa.

von Oliver Reuter (reu)

Nürburg – Showdown in der Grünen Hölle: Lewis Hamilton (35) könnte Michael Schumachers Sieg-Rekord (51) beim ersten Großen Preis der Eifel (Sonntag, 14.10 Uhr, RTL & Sky) in Schumis „Wohnzimmer“ Nürburgring einstellen. Oder vermasselt der britische Weltmeister (35) am Ende wieder seinen 91. Grand-Prix-Sieg? Das wird das Rennen zeigen.

Fakt ist unterdessen: Der „Hülk“ greift im „Pink Panther“ wieder in der „Grünen Hölle“ an! Nico Hülkenberg (33) wurde am Samstag von Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer (55) zum Nürburgring beordert, da sein Stammfahrer Lance Stroll (21) nicht ins dritte Freie Training starten konnte.

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Nach seinem Formel-1-Comeback in Silverstone wird Nico Hülkenberg am Nürburgring den Racing-Point-Fahrer Lance Stroll ersetzen.

Erneuter Noteinsatz für den „Hülk“, der im August im zweiten Silverstone-Rennen bereits Strolls mexikanischen Teamkollegen Sergio Perez (30) nach dessen Corona-Infektion ersetzt hatte. Im Großbritannien-GP hatte ihm ein Defekt am Mercedes-Motor sein Blitz-Comeback noch verhindert.

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Diesmal erwischte es Stroll, allerdings ist der Grund diesmal wohl nicht Corona. Warum ihm schlecht war, wurde bisher nicht kommuniziert.

Formel 1: Nico Hülkenberg ersetzt Lance Stroll am Nürburgring

Der Emmericher kam blitzschnell im Porsche GT2 aus Köln angedüst und absolvierte einen Corona-Schnelltest. Hülkenberg verriet: „Diesmal war es noch wilder als in Silverstone. Ich war gerade mit einem Freund Kaffee trinken, als Otmar anrief.“

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Nico Hülkenbergs Porsche GT2 steht am Nürburgring. Der Emmericher wurde vom Racing-Point-Team als Stroll-Ersatz angefordert.

Im Qualifying strandete Hülkenberg nach einem Verbremser auf seiner letzten schnellen Runde auf dem 20. und letzten Startplatz. Eine denkbar schlechte Ausgangslage für den Eifel-GP (Sonntag, 14.10 Uhr, RTL & Sky). Sein Racing-Point-Renningenieur lobte ihn trotzdem: „Guter Job, Kumpel, guter Job.“

Hülkenberg: „Alles andere als der Rennsieg wäre eine Enttäuschung“

Auch Hülkenberg fand überraschend positive Worte: „Es war natürlich nicht so einfach da draußen. So ganz ohne Vorbereitung ist es natürlich keine einfache Geschichte. Aber ich bin Rennfahrer und Profi und wenn sich so eine Gelegenheit ergibt, dann muss man sie auch ergreifen. Wenn man an die letzten Zehntel ran will, dann braucht man schon etwas mehr Zeit im Auto. Aber ich habe die vier Runden auch genossen. Von daher bin ich glücklich, wieder hier fahren zu dürfen.“

Und dann fügte er grinsend an: „Alles andere als der Rennsieg wäre eine Enttäuschung.“

Dabei war Hülkenberg aber in prominenter Gesellschaft: Schräg vor ihm steht Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen im Alfa-Romeo-Ferrari. Und auch Williams-Supertalent George Russell schaffte es nicht ins 2. Quali-Drittel. 

Sebastian Vettel wird lediglich Elfter

Ferrari-Pechvogel Sebastian Vettel (33) scheiterte zum siebten Mal in dieser Saison am Top-Ten-Qualifying und startet wieder nur von seinem Stammplatz elf. Sein ungeliebter Ferrari-Kollege Charles Leclerc (22) schaffte es dagegen als Vierter wieder locker in die Top Ten.

Vettel war erneut angefressen: „Ich habe viel Zeit im ersten Sektor verloren, was ich mir nicht erklären kann. Momentan ist schwer vorherzusagen, was im Rennen mit den Reifen noch drin ist. Ich rechne erstmal mit gar nichts.“

Lewis Hamilton verliert Poleposition

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton verlor seine 97. Poleposition in letzter Sekunde an seinen Edelhelfer Valtteri Bottas (31). Doch auch vom zweiten Startplatz hat der Brite die Chance, mit seinem 91. Grand-Prix-Sieg den Rekord von Michael Schumacher einzustellen.

Doch es scheint fast so, als liege ein Schumi-Fluch auf Hamiltons 91. Sieg. Nach dem peinlichen Regel-Irrtum in Sotschi, wo er nach zwei Zeitstrafen nur Dritter wurde, ließ sich der Brite im Nürburgring-Qualifying die Poleposition von seinem Mercedes-Edelhelfer Bottas abknöpfen.

Während der Fuck-you-Finne nach seinem Funk-Ausraster beim abgestaubten Sotschi-Sieg diesmal über seine dritte Saison-Pole jubelte („Das war die Runde, die ich gebraucht habe“), war Hamilton im Top-Ten-Qualifying langsamer als im zweiten Drittel. Er haderte: „Ich bin mir sicher, dass ich hier und da noch ein Zehntel hätte rausholen können.“

Mick Schumacher würde Hamilton Papas Rekord gönnen

Und das alles vor den Augen von Mick Schumacher (21). Der Schumi-Sohn beobachtete nach seinem ins Wasser gefallenen Formel-1-Debüt am Freitag das Qualifying aus der Alfa-Romeo-Garage. Und wie findet er es, sollte Hamilton den Rekord seines Vaters heute einstellen und in Kürze verbessern?

„Mein Vater hat immer gesagt: Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden. Und das ist glaube ich für jeden in diesem Sport das Ziel“, sagte Mick. „Lewis steht nun kurz davor, weil er einen sehr, sehr guten Run hat. In unserer Familie sehen wir es auch von der guten Seite. Denn das ist natürlich gut für den Sport.“