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Null-Punkte-Start bei Aston Martin Vettel-Freund meint: „Er hätte aufhören sollen“

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Sebastian Vettel (M.) möchte nach verkorkstem Saison-Start in Portimao seine ersten Punkte für Aston Martin sammeln.

Portimao – Grün war die Hoffnung von Sebastian Vettel (33) bei seinem Umstieg vom Gurken-Ferrari in den Aston Martin. Doch bei den ersten Rennen in Bahrain und Imola war der Vierfach-Weltmeister langsamer als der als „Paydriver“ verspottete Besitzer-Sohn Lance Stroll (22), leistete sich einen peinlichen Auffahrunfall und holte null Punkte. Deshalb muss sich Vettel vor dem dritten WM-Lauf in Portimao (Sonntag, 16 Uhr, Sky) harter Kritik stellen.

  • Sebastian Vettel mit Startschwierigkeiten bei Aston Martin
  • Mark Webber macht Vettels Selbstvertrauen veranwortlich
  • Formel 1: Ex-Boss Gerhard Berger riet Heppenheimer zum Karriereende

Von außen betrachtet ist Vettels Seuchen-Serie schwer zu verstehen. Ob er wirklich zur Esoterikerin gehen sollte, wie ihm Ex-Weltmeister Damon Hill (60) riet, will sein Ex-Red-Bull-Kollege Mark Webber (44) nicht beurteilen. Er hat zwei Gründe ausgemacht, die Vettel trotz seiner Erfahrung gegen die Jungspunde alt aussehen lassen: Fehlendes Vertrauen ins sich und das Auto.

Mark Webber: Sebastian Vettel ist ein „sehr empflindlicher Fahrer”

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„Ich denke einfach, dass Seb im Moment unglaublich wenig Selbstvertrauen hat. Bei Ferrari ist das Vertrauen weggebrochen und diese Erfahrung hat ein Stück seiner Seele genommen“, sagt der Australier. Dazu trage auch das lose Heck des Ferrari und aktuellen Aston Martin bei. „Die Regularien für diese Autos passen nicht sehr gut zu Sebastian. Er mag Autos mit viel Grip. Er ist ein sehr empfindlicher Fahrer mit ganz viel Gefühl für das Auto. Erinnern wir uns nur an Monza im Regen und Toro Rosso. Es war unglaublich, da hat er alle stehen lassen“, verweist Webber auf Vettels ersten Formel-1-Sieg 2008 in Monza.

Doch von diesem Vettel ist nichts mehr zu sehen. Längst fahren Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton (36) und Herausforderer Max Verstappen (23) in einer anderen Liga. Webber: „Es geht einfach darum, unter allen Regeln gut zu sein. Man muss sich einfach nur Hamilton anschauen, er ist immer stark.“ Und auch Charles Leclerc (23) und Lando Norris (22) brächten beständig Leistung. Webbers Fazit: „Die Sterne stehen nicht gut für Seb.“

Gerhard Berger riet Sebastian Vettel zu Karriereende

So sieht es auch Vettels Freund und erster Formel-1-Teamchef Gerhard Berger (61). „Nach der letzten Saison habe ich gesagt, dass er aufhören soll. Ich würde mich an seiner Stelle daran erfreuen, dass ich viermal Weltmeister war, und würde manchmal eine Classic-Rallye fahren oder andere schöne Dinge genießen, die das Leben zu bieten hat“, sagt der Österreicher.

Ihn erinnert Vettels Schicksal an seine eigenen letzten Formel-1-Jahre 1996 und 1997, wo er bei Benetton nicht mehr mit den Jungen mithalten konnte: „Es kommt irgendwann der Punkt, da glaubst du, du machst noch alles richtig, du riskierst genug und fährst schnell genug. Aber dem ist nicht mehr so.“

Und was sagt Vettel zu den Einschätzungen? Er räumt ein: „Ich weiß, dass ich noch nicht das Maximum aus dem Auto heraushole.“ Und er hofft nach dem Getriebedefekt von Imola nun auf „ein sauberes Wochenende“: „Ich denke, Portimao ist eine gute Strecke, um die Limits des AMR21 besser zu verstehen.“ Ob das reicht, um seinen Null-Punkte-Fluch zu brechen?

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