Titel-Coup in der Lanxess-Arena Kiel gelingt Überraschung gegen Top-Favorit Barcelona

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Riesiger Jubel beim THW Kiel um Rune Dahmke (l.) und Sander Sagosen! Der Außenseiter sicherte sich in der Kölner Lanxess-Arena gegen den FC Barcelona den Champions-League-Titel.

Köln – Da ist das Ding! Der THW Kiel hat sich am Dienstagabend zum vierten Mal in seiner Klubgeschichte zum Handball-Königsklassen-Sieger gekrönt. In der Kölner Lanxess-Arena bezwang das Team von Coach Filip Jicha (38) den Top-Favoriten FC Barcelona überraschend souverän mit 33:28 (19:16).

Jubelnd tanzten die Kieler Profis anschließend vor menschenleeren Rängen auf dem Parkett. Die Spanier hingegen schlichen mit gesenkten Köpfen von der Platte.

„Es ist unglaublich und sehr emotional. Ich bin super happy für die Jungs und den ganzen Verein. Es war eine lange Zeit seit dem letzten Champions-League-Gewinn“, sagte Jicha. THW-Keeper Niklas Landin ergänzte „Die ganze Mannschaft hat unglaublich gespielt. Wir wollten unbedingt diesen Titel holen, das hat überragend geklappt. Wir sind unheimlich stolz, aber es wäre noch schöner gewesen, wenn wir mit 20.000 Fans hätten feiern können.“

Nach nach 2007, 2010 und 2012 war es der vierte Kieler Titel-Coup in der Königsklasse. Niclas Ekberg (acht Tore) und der norwegische Superstar Sander Sagosen mit sieben Treffern waren die besten Werfer beim THW.

THW Kiel zieht nach dramatischem Halbfinale ins Endspiel ein

Zuvor waren die Kieler nach einem dramatischen Halbfinal-Duell mit den Ungarn von Veszprem HC ins Endspiel eingezogen. Und wieder stand Ekberg im Mittelpunkt: Nach dem letzten Wurf von KC-Profi Petar Nenadic, der Ekberg mitten im Gesicht traf, gab es richtige Tumulte auf dem Hallenboden der Kölner Lanxess-Arena.

Am Ende durfte der THW Kiel aber im Kreis jubeln – und Ekberg war mittendrin. Der Schwede entschärfte nicht nur den letzten Wurf der Ungarn, sondern war auch der entscheidende Torschütze beim 36:35-Erfolg des Deutschen Mesters gegen Veszprem HC.

Jichas Mannschaft konnte damit erstmals seit mehr sechs Jahren den Angstgegner Veszprem wieder im Final Four besiegen. „Ich bin stolz auf das Team. Jetzt spielen wir um den Titel. Dafür sind wir hergekommen“, sagte Kiels Rückraum-Star Sander Sagosen – am Dienstagabend erfüllte er sich mit seinen Teamkollegen dann den Traum vom Champions-League-Triumph.

Der Erfolg war auch finanziell wichtig für die Kieler: Der durch die Corona-Krise gebeutelte Bundesligist durfte sich über eine Siegprämie in Höhe von 500.000 Euro freuen.

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