93 Corona-Tests bei Atlético Entscheidung um Leipzigs Viertelfinale ist gefallen

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Bei Atlético Madrid, hier ein Foto vom 19. Juli, gibt es zwei Corona-Fälle.

Madrid – Nur vier Tage vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen RB Leipzig hatte Atlético Madrid zwei positive Corona-Tests gemeldet. Wie der spanische Fußball-Erstligist am Sonntagabend mitteilte, seien die Test bei zwei zunächst nicht namentlich genannten Personen positiv ausgefallen.

Nun steht fest, dass die Partie am Donnerstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) trotzdem wie geplant stattfinden kann. Eine zweite Testreihe ergab am Montag keine weiteren Ansteckungen. 

Julian Nagelsmann: „Wir lassen das nicht an uns heran.“

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (33) wollte sich ohnehin nicht mit einer Verlegung oder sogar einem  kampflosen Weiterkommen beschäftigen und blieb gelassen. „Wir wissen, dass es für solche Fälle klare UEFA-Protokolle gibt. Wenn es bei zwei Fällen bleibt, hat das keine große Auswirkungen“, meinte der Coach: „Wir konzentrieren uns ganz auf unsere Vorbereitung und lassen das nicht an uns heran.“

Wie Atlético inzwischen bestätigte, handelte es sich um Abwehrspieler Sime Vrsaljko und Stürmer Angel Correa. Beide Spieler befinden sich für 14 Tage schon in häuslicher Quarantäne und sind beim Finalturnier nicht dabei.

Darüber hinaus bestand zunächst die Sorge, dass weitere Spieler angesteckt wurden. Die Tests wurden am Samstag entnommen, erst am Sonntag waren die Ergebnisse bekannt geworden, sodass es in der Zwischenzeit zu weiteren Ansteckungen hätte kommen können.

Atlético Madrid: Entwarnung nach 93 Corona-Tests

Deshalb musste der komplette Atletico-Tross mit 93 Personen samt Betreuer, Physios und Mitarbeitern am Montag erneut getestet werden. Nach der Entwarnung nahmen die Spanier am Montag auch wieder das Training auf, für Dienstag war der rund einstündige Flug von Madrid nach Lissabon geplant.

Die UEFA hatte sich auf keine Spekulationen eingelassen. „Wir verweisen auf das medizinische Protokoll der UEFA, das Spiel soll wie geplant stattfinden“, hatte der Verband schon vor den negativen Test am Montag mitgeteilt.

UEFA hat noch keine gültige Regelung für Champions- League-Turnier in Lissabon

Eine genaue UEFA-Regelung für das Finalturnier bezüglich von Coronafällen gibt es nicht. Die Angaben, dass eine Mannschaft spielen müsse, solange sie zwölf Spieler und einen Torwart zur Verfügung hat, gilt erst ab kommender Saison, soll in den nächsten Tagen aber ins Regelwerk für dieses Jahr übernommen werden.

RB Leipzig befindet sich bereits seit Samstag in Lissabon, die Mannschaft bezog unter strengen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften ein nobles Hotel in Estoril mit Blick auf den Atlantik westlich von Lissabon. Auf dem Papier sind die Sachsen nur Außenseiter, doch der Wunsch vom Finale lebt.

Yussuf Poulsen: „Du musst den festen Willen haben, den ganzen Weg bis ins Finale zu gehen“

„Wir sind froh, dass wir im Viertelfinale sind, und versuchen, noch ein, zwei Runden weiterzukommen“, sagte Nagelsmann. „Wenn du erst mal da bist, dann musst du den festen Willen haben, den ganzen Weg bis ins Finale und zum Titel zu gehen“, meinte Stürmer Yussuf Poulsen.

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Für Leipzigs spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo hat die Partie gegen den Klub aus seinem Heimatland einen besonderen Reiz. „Atletico ist ein starkes Team, zeigt es jedes Jahr in der Champions League“, sagte der Mittelfeldspieler, meinte aber auch: „Wir haben sehr gut trainiert und sind bereit für diese große Aufgabe.“

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