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„Nur zynisch“  DFB-Elf erntet für Plakat-Aktion erneut harte Fan-Kritik

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Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien präsentierten die deutschen Nationalspieler ein Banner mit der Aufschrift „Wir für 30“.

Duisburg – Die DFB-Elf hat sich im Vorfeld auf die Partie gegen Nordmazedonien am Donnerstagabend (31. März 2021) erneut für Menschenrechte eingesetzt. Jogis Jungs zeigten im Vorfeld des letzten Pflichtspiels vor der Europameisterschaft ein großes Plakat mit der Aufschrift „Wir für 30“.

  • DFB-Team steht mit Plakat-Aktion für Menschenrechte ein
  • DFB-Kicker kritisieren Verstöße im WM-Gastgeberland Katar
  • Doch es gibt Fan-Kritik im Internet

Nach dem Shirt-Protest gegen Island legten die deutschen Fußball-Nationalspieler mit einer weiteren Protest-Aktion gegen die Wüsten-WM in Katar nach.

DFB-Elf zeigt gegen Nordmazedonien Plakat für Menschenrechte

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Nach der Nationalhymne kam das gesamte Team zusammen, um ein XXL-Banner auszurollen. „Wir für 30“ ist eine Anspielung auf die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurden.

Mit der Plakat-Aktion wollte die deutsche Auswahl auf die Menschenrechtsverletzungen in Katar aufmerksam machen. In einem offiziellen Statement des Teams auf der DFB-Website hieß es am Mittwochabend: „Ihr kennt uns als Nationalspieler. Aber in erster Linie sind wir Menschen mit Träumen, Zielen, Wünschen, Sorgen, Ängsten. Und mit Werten. Für diese Werte spielen wir. Überall auf der Welt. Denn Menschen haben Rechte. Überall auf der Welt. Sie sind nicht verhandelbar, nicht teilbar. Sie zu achten und zu schützen ist die Pflicht eines jeden von uns. Mit diesen Rechten spielt man nicht.“

Weiter heißt es: „Deutschland war schon Welt- und Europameister im Fußball, ist es aber noch lange nicht neben dem Platz. Hier sind wir alle gefordert.“

Zuletzt hatte es allerdings einen heftigen Fan-Shitstorm gegen eine DFB-Aktion gegeben. In einem Clip war zu sehen, wie Leon Goretzka (26), Leroy Sané (25) und Kollegen die Shirts bemalten, in denen sie gegen Island den Schriftzug „Human Rights“ (zu Deutsch: „Menschenrechte“) gebildet hatten.

Auch dieses Mal gab es im Netz prompt Kritik. „Wir für 30“-Transparent gesehen und gleich wieder zu „ Aktenzeichen XY“ geschaltet – was für eine Heuchelei...“, schrieb ein Fan auf Twitter unmittelbar vor Anpfiff. Ein anderer User schrieb: „Konsequent wäre es, wenn die Spieler nach der Aktion vom Platz gegangen wären. So ist es halt nur zynisch! Die fliegen ja trotzdem nach Katar.“

Oder: „Keiner will direkt Katar sagen, weil die bei Bayern spielen und/oder noch zur WM 2022 wollen. Toni Kroos spricht wenigstens Klartext.“

Toni Kroos spricht sich gegen WM-Boykott aus

Der Star von Real Madrid sagte in seinem Podcast, dass er nichts von einem Boykott halte. „Was bringt ein Boykott von so einem Turnier? Ist es wirklich so, dass sich dann dort etwas entscheidend verbessert? Ändern sich dann die Arbeitsbedingungen? Ich glaube, nein.“

Viele Fans sehen das anders. Statt Shirt- oder Plakataktionen fordern sie die deutsche Mannschaft auf, dem Turnier fernzubleiben.

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