Überraschung in München! Die Bayern patzen gegen Werder Bremen

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Eric Maxim Choupo-Moting ärgert sich nach der vergebenen Großchance in der Schlussphase. 

München – Diesen Patzer hatte beim Rekordmeister niemand erwartet. Werder Bremen hat in München eine bärenstarke Partie abgeliefert und sich beim 1:1 mit einem Punkt belohnt. Vor allem die kompakte Abwehrleistung der Hanseaten ließ aufhorchen. Werder-Coach Florian Kohfeldt zeigte sich nach der Partie am Sky-Mikrofon sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Wir haben nicht viel zugelassen und selber gut gekontert. Mit Ball waren wir richtig mutig.“

Die Bayern hingegen kamen nach einer schwachen Partie gegen die Hanseaten nicht über das dürfte Unentschieden hinaus. 

Doppel-Schock für die Bayern in der ersten Halbzeit

Schon den Start hatten sich die Bayern sicherlich anders vorgestellt. Das 109. Aufeinandertreffen zwischen München und Bremen in der Bundesliga (Rekord) begann mit zwei Schock-Momenten für den Meister. 

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Nach knapp 20 Minuten musste Bayern-Trainer Hansi Flick (55) schon das erste Mal wechseln. Lucas Hernandez (24) war unglücklich auf den Rücken geprallt. Leon Goretzka (25) kam für den verletzten Franzosen. Dadurch rutschte David Alaba auf die linke Abwehrseite, Javier Martinez in die Innenverteidigung und Goretzka übernahm auf der Sechs.

Kurz zuvor bewies Manuel Neuer (34) gleich zweimal in einer Szene seine Weltklasse. Er parierte erst gegen Joshua Sargent und dann gegen Augustinsson – wäre allerdings Abseits gewesen. Für Neuer war die gute Bremer Defensiv- und die schwache Münchner Offensivleistung ausschlaggebend für die Punkteteilung: „Im Gegensatz zu anderen Spielen hatten wir zu wenig große Tormöglichkeiten.“

Insgesamt hatten die Bayern in den ersten 45 Minuten zwar mehr Spielanteile, Werder aber verteidigte konzentriert und ließ wenig zu. Nach vorne gelang den Gästen dann kurz vor der Halbzeit der Lucky Punch. Maximilian Eggestein (23) verwertete in der 45. Minute eine Sargent-Flanke mit dem linken Fuß platziert ins Eck. Thomas Müller sprach nach dem Spiel von einem „ganz ganz billigen Gegentor“. 

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Maximilian Eggestein schießt Werder Bremen in München kurz vor der Halbzeit in Führung. 

Kingsley Coman (24) köpfte nach einer Stunde eine Goretzka-Flanke zum Ausgleich ins Netz der Bremer. Nach dem Ausgleich hatte Flick trotzdem genug gesehen und wechselte prompt dreifach, nachdem der Trainer mit Neuer zunächst nur einen Nationalspieler von Beginn an ranließ. Leroy Sané, Serge Gnabry und Eric Maxim Choupo-Moting kamen für Douglas Costa, Coman und Jamal Musiala (17), der sein Startelfdebüt feierte.

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Die Bayern bejubeln den Ausgleichstreffer von Kingsley Coman zum 1:1 gegen Werder Bremen.

Aber auch nach dem Ausgleich ließen sich die Bremer nicht aus der Ruhe bringen, verteidigten weiter zuverlässig und kamen von Zeit zu Zeit auch nach vorne. „Wir werden step by step wieder zu attraktiverem Fußball zurückkehren, aber wir müssen über Stabilität kommen“, sagte Kohfeldt weiter. Sargent scheiterte nach einem Konter erneut an Neuer (87.). Die größte Chance allerdings hatte kurz zuvor Choupo-Moting, als er den Ball aber aus fünf Metern über das Tor setzte.  

Salihamidzic über Vertragspoker mit Boateng: „Werden eine faire Entscheidung treffen“

Jerome Boateng (32), dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, stand ebenfalls in der Startaufstellung. Laufende Vertragsgespräche schloss Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic (43) gegenüber Sky allerdings aus: „Wir werden zu einem vernünftigen Zeitpunkt mit Jerome und seinem Management reden und eine faire Entscheidung für alle treffen.“

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Lucas Hernandez (r.) musste gegen Werder Bremen früh ausgewechselt werden.

Zur Rotation in der Startaufstellung sagte Salihamidzic: „Der Trainer versucht, dass er die Belastung so steuert, dass wir alle bis Weihnachten gesund durchkommen. Wir haben ein, zwei Verletzte, das wollen wir in den nächsten Wochen nicht haben.“

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