„Sein Verhalten ist illoyal“ Bayern-Boss Rummenigge mit scharfer Kritik an Bierhoff

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw am Rande des Länderspiels in der Schweiz im September 2020.

München – Die 0:6-Niederlage der Nationalmannschaft in Spanien im November 2020 und die darauf folgende „Aufarbeitung“ durch die Verantwortlichen des DFB, lässt noch immer viele fassungslos auf den Verband blicken. Nun hat sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) einen ordentlichen Anpfiff von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (65) eingefangen.

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Der Grund für den Ärger des Bayern-Bosses: Bierhoff hatte im Sport-Bild-Interview über fehlende Talente im deutschen Fußball sowie mögliche Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw (61) gesprochen. Das gefiel Rummenigge gar nicht.

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„Ich muss offen und ehrlich sagen: Oliver Bierhoff tut im Moment immer so, als wäre er der große Aufräumer und Modernisierer beim DFB. Aber alles, was er in den letzten Tagen in seinen diversen Interviews kritisiert hat, trägt den Namen Oliver Bierhoff“, sagte Rummenigge am Freitag (5. Februar) gegenüber Sport1.

Rummenigge: Bierhoff ist seit 15 Jahren verantwortlich

„Egal ob es zum Beispiel seine Kritik am deutschen Nachwuchs oder der Trainerausbildung war. Bei allem war der Sportdirektor Oliver Bierhoff federführend seit 15 Jahren verantwortlich und mit im Boot. Darüber würde ich mir Gedanken machen und über nichts anderes. Außerdem finde ich es dem jetzigen Bundestrainer Joachim Löw gegenüber illoyal, auf dem Trainerposten Planungsspiele öffentlich für die Zukunft aufzustellen.“

Löw-Bayern

Joachim Löw unterhielt sich beim Spiel gegen Hoffenheim Ende Januar auf der Tribüne mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Bierhoff hatte auf die Frage, ob Bayern-Trainer Hansi Flick (55) ein möglicher Nachfolger von Joachim Löw sein könne, gesagt, dass er ja verrückt sei, wenn er das ausschließen würde. Doch für den Münchner Vereins-Chef kommt dieser Fall nicht in Frage. „Wir werden nicht die Probleme des DFB lösen. Und wenn ich ehrlich bin: Wäre ich Trainer und sollte vom Arbeitgeber FC Bayern zum Arbeitgeber DFB wechseln, würde mir das lediglich ein Schmunzeln entlocken.“

Einen Flick-Abschied im Sommer schließt Rummenigge „hundertprozentig“ aus. „Er hatte als Spieler seine schönste und erfolgreichste Zeit beim FC Bayern. Das wird auch für seine Zeit als Trainer gelten. Hansi hat beim FC Bayern eine sehr erfolgreiche Zeit eingeläutet und wird in diesem Stil weitermachen.“

Rummenigge glaubt an Musiala-Chance im DFB-Trikot

Einen Bayern-Profi sieht der Vorstands-Chef übrigens als künftigen deutschen Nationalspieler: Jamal Musiala (17). „Unsere Priorität liegt jetzt erst einmal darin, unseren Vertrag mit Jamal langfristig zu verlängern. Aus dieser Vertragsverlängerung würde sich möglicherweise auch ein Vorteil für die deutsche Nationalmannschaft ergeben“, sagt Rummenigge im Hinblick auf Löws Bemühungen, den Deutsch-Engländer für die DFB-Auswahl zu gewinnen.

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