Bitterer Kick gegen DresdenNach Risses Corona-Schreck: Viktoria-Patzer und Doppel-Rot

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Schiedsrichter Sven Waschitzki zeigt Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich die Ampelkarte.

von Eric Karteusch (kart)

Köln – Viktoria Köln kann sich trotz zwei Führungen kurz vor Weihnachten nicht belohnen. Obwohl die Kölner ein starkes Spiel machten, setzte es eine bittere 2:4-Niederlage gegen Dynamo Dresden.

Gründe für die Niederlage waren neben einer schwachen Schiedsrichter-Leistung auch schwere individuelle Fehler.

„Es ist traurig für die Jungs. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hätten nicht verlieren dürfen. Wir haben unsere Chancen, schaffen es aber nicht zu gewinnen. Die Art und Weise ist bitter“, sagte Viktoria-Coach Pavel Dotchev.

Alles zum Thema Marcel Risse

Pavel Dotchev wechselte seine Mannschaft kräftig durch. Sieben neue Spieler kamen im Vergleich zum schwachen Auftritt gegen den KFC Uerdingen in die Startelf.

Unter anderem musste die Leihgabe des 1. FC Köln, Marcel Risse, passen, denn er hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

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Lucas Cueto trifft früh für Viktoria Köln

Und die neue Kölner Mannschaft legte klasse los. Der starke Patrick Koronkiewicz holte einen Handelfmeter raus. Lucas Cueto verwandelte sicher (3.). Danach zogen sich die Kölner tief in die eigene Hälfte zurück.

Die Dresdner fanden keine Lücke und rannten vergeblich an. Auf der anderen Seite setzte die Viktoria immer wieder Nadelstiche. Koronkiewicz und René Klingenburg harmonierten hervorragend und stellten die Gäste vor große Probleme.

Erneuter Patzer von Sebastian Mielitz

Nach der Pause war die Viktoria die klar bessere Mannschaft. Aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich, weil neben Schiedsrichter Sven Waschitzki auch Torhüter Sebastian Mielitz wieder patzte. Nach zwei klaren Fouls der Dresdner konnte Mielitz einen unplatzierten Schuss von Christoph Daferner nicht halten (60.).

Nach dem Ausgleich wurde es hektisch. Als erstes erzielte Cueto per Distanzschuss die erneute Führung (64.). Kurz danach traf Philipp Hosiner per Handelfmeter zum Ausgleich (72.).

Danach verloren die Kölner den Faden. Die beiden Innenverteidiger Fabian Holthaus und Dominik Lanius verweigerten den Zweikampf und Pascal Sohm traf freistehend zur Führung (78.). Kurz vor Schluss machte Sohm mit seinem zweiten Tor alles klar (89.).

Franz Wunderlich und Jeremias Lorch mit Platzverweisen

In der Nachspielzeit entlud sich der Zorn der Kölner über den Schiedrichter endgültig. Jeremias Lorch sah die Rote-Karte, weil er den Schiedsrichter beleidigt haben soll. Vorher sah auch noch Sportvorstand Franz Wunderlich die Gelb-Rote Karte. Wunderlich hatte sich massiv über den schwachen Schiedsrichter beschwert und ist anschließend mit Verantwortlichen von der Dynamo-Bank aneinander geraten.

Dotchev konnte die Reaktion seines Spielers gegen den Schiedsrichter sogar verstehen. „Die Mannschaft und auch Jeremias waren durch die zuvor getroffenen Entscheidungen klar gereizt“, sagte der Trainer.

Am Ende belohnte sich die Viktoria für ihre starke Leistung nicht. Dadurch bleiben die Kölner bei 22 Punkten und stehen somit auf dem 10. Tabellenplatz.

„Wir müssen uns jetzt ausschütteln. Wir haben jetzt die Winterpause und müssen Kraft tanken. Danach müssen wir die Hinrunde analysieren und gucken, was wir besser machen können“, sagte Dotchev.