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Knaller-Transfer für Drittligisten Andreas Rettig neuer Boss bei Viktoria Köln

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2. Mai 2021: Andreas Rettig verstärkt Viktoria Köln in der Geschäftsführung.

Köln – Das ist eine echte Hammer-Nachricht in der 3. Liga. Andreas Rettig (58) übernimmt ab dem 1. Juni den Vorsitz der Geschäftsführung bei Viktoria Köln und ist dort für die Bereiche Sport, Kommunikation und Strategie verantwortlich. Der Vertrag läuft zunächst über vier Jahre.

  • Andreas Rettig neuer Geschäftsführer von Viktoria Köln
  • Der ehemalige FC-Manager unterschrieb für vier Jahre
  • Rettig will dem Drittligisten eine neue DNA verpassen

Rettig arbeitete zuletzt (bis zum 30. September 2019) als kaufmännischer Geschäftsleiter beim FC St. Pauli. Zuvor war er bei der DFL, beim FC Augsburg, dem 1. FC Köln, dem SC Freiburg und Bayer Leverkusen in verantwortlicher Position tätig. Aber er hat auch eine Viktoria-Vergangenheit.

Viktoria Köln: Andreas Rettig neuer Boss

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„Andreas Rettig war von 1986 bis 1988 Spieler bei der Viktoria“, berichtet Viktoria-Köln-Präsident Günter Pütz (70). „Er ist seit 2012 Ehrenmitglied des Vereins und förderte beispielsweise unseren Nachwuchsbereich. Seine Kompetenz im Fußball ist unbestritten. Seine Erfahrungen und seine Expertise werden uns sehr helfen. Er ist für die Viktoria ein riesiger Gewinn.“

Seit Wochen geisterten die Gerüchte rund um den Sportparkt Höhenberg, dass Rettig bei seinem Ex-Klub groß einsteigen werde. „Ich habe lange mit mir gerungen und hatte Job-Angebote aus allen Ligen“, sagt er im EXPRESS-Gespräch.  Doch für die Viktoria sprachen letztlich mehrere Gründe. „Da ist zunächst einmal der Standort zu nennen. Meine Frau und ich wollten nicht mehr umziehen“, so Rettig. „Außerdem möchte ich im letzten Drittel meines beruflichen Wirkens keine Kompromisse mehr eingehen. Ich will mich mit Menschen umgeben, mit denen ich vertrauensvoll und mit Freude zusammenarbeite. Und dieses Gefühl habe ich hier. Zudem geht es mir um die Perspektive des Klubs, für den ich ja selbst in den 1980-er Jahren gespielt habe. Außerdem finde ich hier den Gestaltungsfreiraum vor, den ich mir wünsche.“

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Andreas Rettig (l.) spielte von 1986 bis 1988 für Viktoria Köln.

Am Freitag (30. April) stellte sich Rettig den Mitarbeitern vor, am Samstag sprach er erstmals zur Mannschaft. „Ich habe das Gefühl, dass unsere Wertevorstellungen übereinstimmen. Und auch bei der Ausrichtung des Klubs sprechen wir eine gemeinsame Sprache. Natürlich wollen wir den sportlichen Erfolg – aber nicht um jeden Preis. Denn hier haben die wirtschaftliche Vernunft und vor allen Dingen das klare Bekenntnis zur regionalen gesellschaftlichen Verantwortung, der wir als Fußballverein gerecht werden wollen, Priorität.“

Für den früheren Bundesliga-Spitzenmanager steht neben dem sportlichen Vorankommen der Viktoria auch die neue Ausrichtung des Vereins im Mittelpunkt. „Wir dürfen uns nicht nur über ein 1:0 definieren. Der Verein soll auch eine neue DNA erhalten, wir wollen uns anders ausrichten“.

Viktoria Köln spielt für „Aktion Mensch“

Bereits am kommenden Mittwoch im Spiel gegen den KFC Uerdingen wird die ETL-Gruppe zum Beispiel auf ihren Platz als Trikotsponsor der Viktoria verzichten, stattdessen wollen die Kölner für die „Aktion Mensch“ werben – der 5. Mai ist der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gewidmet.

Inklusion soll eines der Themen sein, mit denen sich die Viktoria künftig befassen wird. Rettig hat dazu sogar Rudi Cerne (62), der Botschafter der „Aktion Mensch“ ist, mit ins Boot geholt.

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