Nach Zoff beim VfL Wolfsburg hat Trainer-Entscheidung getroffen

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Oliver Glasner (l.) und Jörg Schmadtke im Oktober 2019.

Wolfsburg – Beim VfL Wolfsburg hatte man sich vom Saisonstart deutlich mehr versprochen. In der Qualifikation zur Europa League gegen AEK Athen gescheitert, in der Bundesliga nach sechs Spielen nur acht Punkte (ein Sieg, fünf Remis). Durch den Sieg gegen Hoffenheim (2:1) am siebten Spieltag ist man immerhin auf Platz sechs gesprungen.

Es stand aber sogar im Raum, dass Wölfe-Coach Oliver Glasner (46) in der Winterpause gehen muss. 

Am Freitag (13. November) gab es dann ein klärendes Gespräche zwischen der VfL-Führung und Glasner, dass als „konstruktiv“ bezeichnet wurde. Der Inhalt werde „intern behandelt“. Das Ergebnis der Gespräche: Glasner bleibt Trainer in der Autostadt!

Oliver Glasner kritisiert Transferpolitik von Jörg Schmadtke

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Doch was war passiert? Vor der Partie gegen die TSG hatte es in der Führungsetage gewaltig gekriselt! Glasner kritisierte öffentlich die Transferpolitik und damit die Arbeit von Manager Jörg Schmadtke (56).

„Eines unserer Transferziele war es, einen Spieler mit Tempo und Tiefgang zu holen, Das haben wir halt nicht geschafft, aus verschiedenen Gründen. Und die Situation ist halt so wie sie ist“, meckerte der Österreicher bei Sky.

Oliver Glasner rudert nicht zurück

Die Kritik kam nicht von ungefähr, intern soll es schon länger einige Diskrepanzen zwischen Glasner und Schmadtke gegeben haben, beide redeten wohl nur noch das Nötigste miteinander.

Kurz vor der Partie gegen Hoffenheim äußerte sich Glasner dann erneut zu dem Thema: „Ich habe nur gesagt, dass wir halt dieses Transferziel in der Offensive nicht realisieren konnten. Darüber hatten wir uns monatelang unterhalten. Das ist schade. Klar ist, dass wir und auch ich andere Ideen hatten, die wir nicht realisieren konnten.“

Die Nachfrage, ob dies eine Kritik gegenüber Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer (35) sei, verneinte Glasner zumindest nicht. „Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe.“

Jörg Schmadtke: „Ich finde es nicht gut“

Kurz darauf reagierte Schmadtke dann auf die Kritik. „Ich finde es nicht gut, ich finde den Zeitpunkt unglücklich“, sagte der Ex-FC-Manager dem „Kicker“. Und zum Sportbuzzer sagte er: „Die Vorstellungen, die von ihm kamen, waren nicht realisierbar. Das ist ja nicht Phantasialand hier. Man kann nicht Dinge haben wollen, die unrealistisch sind.“

Einen Tag später erklärte Schmadtke gegenüber Sport1: „Dass ich darüber, was der Trainer gesagt hat, nicht glücklich bin, ist klar. Aber deswegen schmeiße ich jetzt den Trainer nicht sofort raus. Ich bin kein Trainerkiller. Wir werden darüber reden."

Jörg Schmadtke hatte schon öfter Probleme mit Trainern

Es ist nicht das erste Mal, dass Schmadtke sich mit einem Trainer nicht gerade gut versteht. Schon Glasners Vorgänger Bruno Labbadia (54) hatte so seine Probleme mit dem 56-Jährigen, weshalb der heutige Hertha-Coach nach der Saison 2018/19 seinen Vertrag nicht verlängerte.

Und auch mit Peter Stöger (54) hatte Schmadtke beim 1. FC Köln zum Schluss von Stögers Amtszeit in der Domstadt ein eher angespanntes Verhältnis. (tsc)

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