VfB-Boss ermutigt zum Coming-out Hitzlsperger: „Mein Leben hat sich verbessert”

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Thomas Hitzlsperger, hier beim letzten Spiel des VfB-Stuttgart in dessen Aufstiegssaison 2019/20, war 2014 der erste Ex-Profi, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte.

Stuttgart – Sechs Jahre ist das Coming-out von Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger her. Profi-Fußballern, die Sorgen im Umgang mit einem Publik-Machen ihrer Homosexualität haben, sprach der gebürtige Münchener nun erneut Mut zu. 

„Es scheint eine große Angst zu geben, dass das Leben sich danach verschlechtert. Ich betone, dass mein Leben sich noch mal verbessert hat“, sagte der 38-Jährige in der ARD-Sendung „Sportschau Thema“. 

Thomas Hitzlsperger: „Es herrscht die Sorge, ich kriege keinen Klub mehr”

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Der heutige Vorstandsvorsitzende von Bundesligist VfB Stuttgart hatte sich 2014 öffentlich bekannt, schwul zu sein. Anschließend habe er „so viele neue Menschen kennengelernt, die so wunderbar sind.“

Warum sich bislang kaum aktive Spieler geoutet haben, sieht Hitzlsperger auch im System begründet.

„Die Spieler sind umgeben von Beratern. Es herrscht immer die Sorge, ich kriege keinen Klub mehr. Es wird alles komprimiert auf die Profizeit, 10, 15 Jahre, da verdiene ich mein Geld und dann leb ich davon“, sagte er. „Die Spieler haben nicht die Perspektive, dass ein Leben viel länger geht als diese Profikarriere.“

Thomas Hitzlsperger: „Diese Vorstellungskraft haben die wenigsten”

Das sollte sich laut Hitzlsperger ändern. „Man muss den Blick verändern und sagen: Eine Profikarriere ist sensationell, genieße es! Aber es kann danach noch besser werden. Diese Vorstellungskraft haben die wenigsten.“

Ein solches System helfe nicht, dass man sich öffne und andere Interessen zulasse. (dpa, bl)

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