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„Wir sehen uns nachher noch!“Ex-Bayern-Star droht Trainerkollegen am Spielfeldrand

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Valerien Ismael (r.) feiert mit Willy Sagnol am 13.Mai 2006 die Meisterschaft.

von Béla Csányi (bc)

Wien – Erst der schmerzhafte Punktabzug in der Corona-Pause, dann das sportliche Abrutschen im Kampf um die Meisterschaft in der österreischischen Liga. Nach einer zuvor glänzenden Saison läuft bei Trainer Valerien Ismael (44) und dem Linzer ASK in der österreichischen Bundesliga derzeit kaum etwas nach Plan.

Im entscheidenden Duell um Platz zwei und den Platz für die Qualifikation zur Champions League unterlag Linz am Mittwoch 1:3 gegen Rapid Wien, bei Ismael lagen während der Partie entsprechend die Nerven blank. Der langjährige Bundesliga-Profi geriet heftig mit Kollege Didi Kühbauer (49) aneinander.

Valerien Ismael reagiert wüst auf kritische Anmerkung von Didi Kühbauer

„Was ist dein Problem? Rede nicht mit mir! Verstehst du? Halt den Mund“, schimpfte Ismael und drohte: „Wir sehen uns nachher noch!“ Kühbauer hatte zuvor die Schiedsrichter-Entscheidungen und das Spielgeschehen mit Seitenhieben gegen Ismaels Mannschaft kommentiert.

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Valerien Ismael, hier im Qualispiel in der Champions League gegen den FC Basel am 13. August 2019, leistete sich beim Spiel des Linzer ASK gegen Rapid Wien einen emotionalen Ausbruch am Spielfeldrand.

Zum Vierten Offiziellen sagte er: „Bei jeder Entscheidung fordert er die Todesstrafe, das ist schon sehr störend.“

Beide Trainer sahen für ihr Verhalten die Gelbe Karte. Nach dem entscheidenden Treffer zum 3:1 in der Schlussphase jubelte Kühbauer aufreizend in Richtung LASK-Bank. Ismael gratulierte später artig zur Vizemeisterschaft, betonte aber: „Wir wissen, wie er mit anderen Trainern umgeht. Ich wollte signalisieren, dass das mit mir nicht geht.“

Valerien Ismael rutschte mit Linzer ASK nach Corona-Pause ab

Linz hatte als souveräner Sieger der Hauptrunde die große Chance auf den zweiten Titel nach 1965, verlor das Rennen nach Fair-Play-Verstößen und Vier-Punkte-Abzug aber gegen Serienmeister RB Salzburg und Rapid. Der österreichische Verband bestrafte den Klub hart, nachdem dieser in der Corona-Pause unterlaubt wieder das Training aufgenommen hatte.

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„Es gab einen LASK vor Corona und einen nach Corona. Wir haben uns selbst ein Bein gestellt“, sagte Ismael. Nach dem Neustart Anfang Juni gewann Linz nur drei von neun Spielen, Verfolger Rapid überholte den Klub letztlich auch dank zweier Siege in den direkten Duellen. Für den früheren Bremen- und Bayern-Profi Ismael ist Linz dennoch die bislang erfolgreichste Station seiner Trainerkarriere.

Nach Anfängen bei den zweiten Mannschaften von Hannover und Wolfsburg wurde er in Nürnberg 2014 nach 13 Spielen in der 2. Bundesliga und in Wolfsburg 2017 nach zwölf Spielen in der Bundesliga jeweils wegen Erfolglosigkeit entlassen. In Linz folgte er zu Saisonbeginn auf den nach Wolfsburg abgewanderten Oliver Glasner (45). (sid/bc)