Corona-Eklat um englische Party-Profis Wütender Mourinho rügt Tottenham-Trio

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Trainer Jose Mourinho von Tottenham Hotspur, hier beim Spiel der Premier League gegen Leeds United, zeigte sich enttäuscht von drei seiner Spieler, die über Weihnachten gegen die Corona-Regeln verstoßen hatten.

London – Die grimmige Miene von Top-Trainer Jose Mourinho (57) ist über die Londoner Grenzen hinaus gefürchtet. Insbesondere seine Spieler werden dieser Tage jedoch nicht in Ungnade fallen wollen.

Denn nachdem drei seiner Schützlinge in den Sozialen Netzwerken bei Verstößen gegen die Corona-Regeln an Weihnachten zu sehen waren, war der Portugiese not amused. 

„Wir sind nicht glücklich darüber. Das war eine böse Überraschung für uns“, kommentierte der verärgerte Teammanager von Tottenham Hotspur das Party-Foto, auf dem seine Spieler abgebildet waren. Insgesamt steht ein halbes Dutzend Profis aus der englischen Premier League am Pranger.

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Premier League: Profis brechen an Weihnachten Corona-Regeln

Die Spurs-Spieler Erik Lamela (28), Giovani Lo Celso (24) und Sergio Reguilon (24) sowie Manuel Lanzini (27) vom Ligarivalen West Ham United haben zusammen mit ihren Familien und Freunden gefeiert.

Damit haben sie nicht nur gegen die Regeln ihrer Klubs, sondern auch gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen. Treffen mit Personen aus anderen Haushalten sind in London verboten, wegen der steigenden Infektionszahlen gilt in der Hauptstadt die höchste Warnstufe vier.

Deshalb droht auch Aleksandar Mitrovic (26) vom FC Fulham und Luka Milivojevic (29) von Crystal Palace Ungemach. Die beiden serbischen Nationalspieler sollen laut Medienberichten gemeinsam mit mindestens sieben anderen Erwachsenen eine Silvesterparty besucht haben. Fulham hat der BBC bereits bestätigt, dass der Klub den Fall untersucht.

Corona: FC Fulham mus Liga-Spiele verlegen

Und obwohl sich Lamela und Lanzini mittlerweile via Twitter für ihr Verhalten entschuldigt haben, ist der Ärger in der Öffentlichkeit über das verantwortungslose Verhalten der Fußball-Millionäre gewaltig.

„Das ist so verdammt dumm und egoistisch. Es ist kaum zu fassen“, twitterte der Tottenhamer Unterhaus-Abgeordnete David Lammy (48) von der Labour-Partei.

Reguilon saß am Samstag gegen Leeds United (3:0) nur auf der Bank, Lamela und Lo Celso standen nicht im Kader. Lanzini war am Freitag beim 1:0 der Hammers beim FC Everton eingewechselt worden.

Fulhams für Sonntag angesetzte Begegnung beim FC Burnley musste aufgrund von weiteren Corona-Fällen im Klub abgesagt werden. Bereits die für den vergangenen Mittwoch vorgesehene Partie der Cottagers bei Tottenham war nach ersten Fällen verlegt worden.

Jose Mourinho schenkte Sergio Reguilon iberische Spezialität

Um die Wogen zu glätten, verurteilten die Klubs das Verhalten ihrer Angestellten scharf. „Wir sind extrem enttäuscht. Vor allem, weil uns bewusst ist, welche Opfer alle im Land bringen“, erklärten die Spurs, die wie West Ham Geldstrafen verhängen werden: „Die Angelegenheit wird intern geregelt. Die Regeln sind klar, da gibt es keine Ausnahmen. Wir erinnern unsere Spieler und Mitarbeiter regelmäßig daran – und an ihre Verantwortung.“

Das tat auch Mourinho noch einmal. „Ich persönlich und wir als Klub sind enttäuscht, weil wir den Spielern alle Dinge an die Hand geben“, sagte der Portugiese, der sich vor allem vom Spanier Reguilon hinters Licht geführt fühlt: „Ich hatte ihm eine iberische Spezialität geschenkt: portugiesisches Spanferkel. Ich dachte, er muss Weihnachten alleine feiern – das war offensichtlich nicht der Fall.“ (dpa, bl)

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