UEFA leitet Super-League-Verfahren ein Real, Barca und Juve drohen heftige Strafen

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Fans des FC Chelsea protestierten am 20. April heftig gegen die Einführung einer Super League. Daraufhin zogen Chelsea und acht andere Klubs ihre Pläne zurück. Juventus Turin, Real Madrid und dem FC Barcelona, die weiter daran festhalten, drohen jetzt empfindliche Strafen der UEFA.

Köln – Nun macht die Europäische Fußball-Union (UEFA) ernst. Der Verband hat am Mittwoch (12. Mai) ein Disziplinarverfahren gegen die drei „unverbesserlichen“ Super-League-Gründer Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin eingeleitet.

  • UEFA leitet ein Disziplinarverfahren gegen drei verbleibende Super-League-Klubs ein
  • Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin halten immer noch an den Plänen fest
  • Die restlichen neun Klubs, die an der Planung der Super League beteiligt waren, wurden unter Sanktionen wieder eingegliedert

Wie die UEFA nun mitteilte, sollen Ethik- und Disziplinarinspektoren einen möglichen Verstoß der drei Vereine gegen den Rechtsrahmen des Kontinentalverbandes im Zusammenhang mit den Planungen zur Gründung der Eliteliga untersuchen.

UEFA will mit aller juristischer Härte vorgehen

Bereits am Freitagabend hatte die UEFA mitgeteilt, gegen die drei Klubs aus Spanien und Italien mit aller juristischen Härte vorgehen zu wollen, weil diese sich „bisher geweigert haben, der so genannten Super League abzuschwören“. Dem wirtschaftlich angeschlagenen Fußball-Hochadel drohen massive Strafen. „Weitere Informationen zu dieser Angelegenheit werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben“, schrieb die UEFA.

Nach der gescheiterten Gründung einer Super League wurden neun der zwölf abtrünnigen internationalen Top-Klubs unter Auferlegung von empfindlichen Sanktionen wieder eingegliedert. Diese Klubs werden zusammen 15 Millionen Euro für die Förderung des Jugend- und Breitenfußballs spenden und verpflichteten sich unter anderem zur Zahlung von 100 Millionen Euro, sollten sie in Zukunft „versuchen, an einem nicht genehmigten Wettbewerb teilzunehmen“.

Die drei verbliebenen Klubs waren anschließend zum Gegenangriff übergegangen. In einer am Samstag veröffentlichten, gemeinsamen Erklärung erhebt das Trio seinerseits Vorwürfe gegen die UEFA. Man selbst habe lediglich „zum Wohle des Fußballs“ gehandelt und spüre „die Verpflichtung durchzuhalten“, hieß es.

Der Kontinentalverband dagegen verweigere sich weiterhin jeglichen Diskussionen um die zunächst krachend gescheiterten Super-League-Pläne. (sid)

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