„Eine Beleidigung meines Glaubens“ Podolski ruft zu Widerstand gegen Super League auf

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Auch der FC Arsenal, für den Lukas Podolski einst spielt, will an der Super League teilnehmen.

Köln – Die Verkündung von zwölf Topvereinen, eine europäische Super League gründen zu wollen, erschüttert den Fußball. Die internationale Presse verurteilt das Ansinnen am Montag (19. April) scharf. Auch Politiker schalten sich in die Debatte ein. Einige nehmen die Situation aber auch mit (schwarzem) Humor, wie ein Blick in die sozialen Netzwerke zeigt.

  • Reaktionen zur Gründung der Super League
  • Viel Kritik aber auch Ironie bei Twitter
  • Lukas Podolski fordert zum Kampf gegen die Pläne auf

Spartak Moskau wandte sich via Twitter zum Beispiel an die Fans vom AC Mailand, FC Arsenal, Atlético Madrid, FC Chelsea, FC Barcelona, Inter Mailand, Juventus Turin, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Real Madrid und Tottenham. „Wenn Sie einen neuen Klub benötigen, um ihn zu unterstützen, sind wir immer für Sie da“, schreibt der russische Tabellendritte. Rapid Wien schloss sich dem an und schickte ein „Hier gilt das gleiche! Nicht nur aus Russland, auch aus Wien mit Liebe“ hinterher.

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Der englische Sky-Moderator Kaveh Solhekol stört sich an der Zusammensetzung der Rebellen-Aktion. „Benfica, Celtic, Feyenoord, Ajax, Nottingham Forest, Aston Villa, Hamburg, Steaua Bukarest, Porto, PSV, Roter Stern Belgrad, Marseille & Dortmund haben 19 Europapokal-Wettbewerbe gewonnen, Arsenal, Atletico Madrid, Man City und die Spurs haben keinen Titel.“

Der Schalke-Fanclub aus dem englischen Dillingham nimmt die Situation mit Galgenhumor: „Schalke hat bereits angekündigt, in die deutsche Super League zu kommen: die 2. Bundesliga“. Ein anderer Schalke-Fan twitterte: „So stolz, dass mein Verein aus Protest gegen die Super League beschlossen hat, nächste Saison nur noch unterklassig Fußball zu spielen“.

Ein Anhänger erinnerte an die zahlreichen Protestaktionen aus den Kurven in der Zeit vor Corona. „Fanszenen und Ultragruppen warnen seit Jahren, dass der Fußball in eine Richtung steuert, die ihn implodieren lässt. Selbstdarsteller, Traditionalisten, Realitätsverweigerer wurden wir genannt. Willkommen in der Zukunft.“

Oder wie es ein Frankfurt-Anhänger kommentierte: „Wenn mir noch ein Sky-Kommentator sagen will, dass ich den Fußball nicht liebe, weil ich RB Leipzig hasse, bin ich an der Grenze zu illegalem. Genau das passiert, wenn man sich nicht gegen den Kommerz stellt!“

Selbst Weltmeister Lukas Podolski (35) fordert via Twitter zum Widerstand gegen die Pläne auf: „Eine Beleidigung meines Glaubens: Fußball ist Glück, Freiheit, Leidenschaft, Fans und ist für alle da. Dieses Projekt ist widerlich, nicht fair und ich bin enttäuscht zu sehen, dass Klubs, die ich vertreten habe, beteiligt sind. Kämpfe dagegen an!“

Was allerdings drohen könnte, wenn Top-Vereine wegen ihrer Teilnahme an der Super League aus den nationalen Ligen ausgeschlossen werden und gleichzeitig Traditionsvereine in der 2. Bundesliga verschwinden, zeichnet auch ein Anhänger vor: „Eine Bundesliga mit Hoffenheim, Leipzig, Leverkusen, Heidenheim, Fürth, Augsburg und Bremen werde ich natürlich immer einer Super League vorziehen“.

Trotz einiger ironischer Kommentare überwiegt doch eine klare Meinung: „Der Fußball ist mit der heutigen Entscheidung gestorben“. (msw)

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