Befürchtungen wahr geworden Bombe im Kölner Süden aufgegraben

Super-League-Pläne Amazon, Sky & DAZN reagieren – ZDF-Mann mit klarem Appell

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Welcher TV-Sender könnte die neue Super League übertragen? Sky sagt, dass sie nicht einbezogen wurden.

Köln – Die geplante Super League sorgt aktuell für riesigen Wirbel. Eines ist derweil Fakt: Der neue Mega-Wettbewerb benötigt vor allem starke TV-Partner, damit die hohen Startgebühren von 3,5 Milliarden Euro eingespielt werden. Doch die Sender und Streaming-Dienste halten sich bisher noch sehr bedeckt.

  • Welcher TV-Sender hat Interesse an der Super League?
  • Amazon, Sky und DAZN sprechen über den neuen Wettbewerb
  • ZDF-Moderator mit klarer Meinung zum Spiel

Amazon hat sich als künftiger Medienpartner der Champions League gegen die geplante Super League ausgesprochen. „Amazon versteht und teilt die Bedenken der Fußball-Fans hinsichtlich einer abtrünnigen Super League“, teilte der Konzern am Dienstag (20. April) mit. „Wir glauben, dass ein Teil des Dramas und der Schönheit des europäischen Fußballs aus der Möglichkeit für jeden Klub besteht, durch seine Leistung auf dem Spielfeld Erfolg zu haben.“

Amazon betonte wie auch zuvor Sky Sports und DAZN, nicht in irgendwelche Pläne der Super League einbezogen gewesen zu sein. In der Nacht zum Montag hatten zwölf europäische Spitzenklubs aus England, Italien und Spanien die Gründung des neuen Wettbewerbs angekündigt. Deutsche Vereine sind nicht dabei.

Amazon will sich auf Champions League konzentrieren

Amazon wird mit seinem Streaming-Dienst Prime Video von der Saison 2021/22 an für drei Spielzeiten der Champions League das jeweilige Top-Spiel am Dienstagabend zeigen. Das Live-Paket umfasst insgesamt 16 Partien, davon zwei Playoff-Spiele. Prime Video zeigt auch Zusammenfassungen von den anderen Begegnungen.

Auch Sky und DAZN halten sich bedeckt

„Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Unterstützung unserer langfristigen Fußballpartner in Großbritannien und in Europa“, hatte Sky Sports am Montag mitgeteilt. DAZN hatte auf Anfrage erklärt, dass weder der Streaming-Dienst, noch sein Eigentümer Leonard Blavatnik (63) „in irgendeiner Weise an der Aufnahme von Gesprächen über die Gründung einer Super League beteiligt oder interessiert“ seien. Nach Angaben von DAZN hatte es auch keine Gespräche gegeben.

Via Twitter äußerte sich auch ZDF-Moderator Jochen Breyer (38). „Wäre es nicht schön, wenn kein großer Sender für die TV-Rechte bieten würde? Wenn kein Fan ins Stadion käme? Wenn wir alle uns einfach nicht interessieren würden? Dann wäre die ESL nicht nur eine moralische Bankrotterklärung. Sondern sehr schnell auch eine finanzielle“, schrieb der „Sportstudio“-Mann. Und fügte an, dass er hoffe, dass sein Sender nicht für die Rechte biete.

Die „Financial Times“ berichtet derweil, dass die Super League auch bei Facebook und Disney bereits das Interesse an den Übertragungsrechten, die mit vier Milliarden Euro jährlich veranschlagt sein sollen, ausgelotet habe. Facebook wies dies jedoch zurück. (msw/dpa)

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