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Hummels, Sané, Labbadia, Stevens Effenberg teilt gegen Bundesliga-Stars aus

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Stefan Effenberg, hier im Oktober 2019 als TV-Experte beim DFB-Pokal-Spiel zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern München, kritisiert einige Stars heftig.

Köln – Er ist ein Freund klarer Worte. Und dabei scheut er auch nicht vor großen Namen zurück. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (52) teilt in seiner neuen Kolumne für t-online kräftig aus. Leroy Sané (24), Mats Hummels (32), Bruno Labbadia (54) und Huub Stevens (67) nimmt er ins Kreuzfeuer.

Beim FC Bayern München läuft alles nach Plan, obwohl der Vorsprung in der Bundesliga auf die Verfolger etwas geringer als in den vergangenen Jahren ist. Doch das größte Problem heißt aktuell Leroy Sané (24).

Effenberg meint dazu: „Ich sage: Natürlich hat Sané eine Verletzungsgeschichte hinter sich mit Kreuzbandriss und Kapselverletzung. Aber: Er ist mittlerweile 24 Jahre alt, hat eine enorme Erfahrung gesammelt und jahrelang unter Pep Guardiola bei Manchester City gespielt. Er ist Nationalspieler und war der Königstransfer des FC Bayern im Sommer. 45 Millionen Euro hat Sané gekostet, und das mitten in der Coronakrise. Da darf man schon erwarten, dass ein Spieler gute Leistungen bringt – und zwar konstant.“

Ansage gegen den BVB und Mats Hummels

Auch Dortmunds Abwehr-Boss bekommt sein Fett weg. „Mats Hummels attestierte seinen Mitspielern 'unverzeihbares' Abwehrverhalten und sprach ihnen den unbedingten Siegeswillen ab. Er übte also massive Kritik an seinen Mitspielern, wie man sie selten hört“, so Effenberg.

Doch dazu hat der „Tiger“ eine klare Meinung: „Darf ein Führungsspieler sich so äußern? Natürlich. Vor allem intern, dann vielleicht auch mal öffentlich. Aber: Er braucht dafür den Status der Unantastbarkeit. Und den sehe ich bei Hummels aktuell nicht, weil seine Leistungen dem nicht entsprechen. Er trägt selbst eine Mitschuld an dem Verhalten.“

Effenberg: „Khedira-Transfer könnte Stuttgart kaputt machen“

Effenberg warnt ferner den VfB Stuttgart vor einem möglichen Transfer von Sami Khedira (33): „Ich persönlich wäre da sehr, sehr vorsichtig. Die Stuttgarter Mannschaft ist durch den Aufstieg und die gemeinsamen Erfolgserlebnisse sehr eng zusammengewachsen. Die entstandene Hierarchie und das Gefüge – auch in Bezug auf die Gehälter – könnte ein Khedira-Transfer unter Umständen kaputt machen. Und es gibt noch einen Haken: Khedira hat in dieser Saison noch kein einziges Spiel gemacht für Juventus Turin. Die Frage nach seinem Leistungsstand ist da durchaus berechtigt.“

Zum Eklat bei Hertha BSC zwischen Trainer Labbadia und Top-Stürmer Matheus Cunha hat Effenberg eine klare Meinung: „Nun gibt es auch noch Ärger um den vielleicht besten Spieler Matheus Cunha. Trainer Bruno Labbadia sagte nach dem 1:4 beim SC Freiburg: 'Er zieht sich selbst runter, bringt seine Leistung nicht, zieht die Mannschaft runter.' Ich bin mir nicht sicher, ob es klug ist, so eine Aussage in der Öffentlichkeit zu tätigen, weil es die letzte Eskalationsstufe ist. Das ist so ungefähr das Schlimmste, was ein Trainer über einen Spieler sagen kann. Hat Cunha nun noch eine Zukunft bei Hertha? Nein, die hat er nicht. Als Spieler weiß ich nach so einer Ansage: Ich kann meine Wohnung ausräumen und einen neuen Arbeitgeber suchen. Unter diesem Trainer werde ich keine Rolle mehr spielen. Außer, der Verein würde den Trainer wechseln.“

Bayern-Legende: „Wem soll man auf Schalke eigentlich noch glauben?“

Die Entwicklung bei Schalke 04 sieht der 35-fache Nationalspieler ebenfalls kritisch. „Zunächst setzte der Verein mit Ralf Fährmann, Sebastian Rudy, Mark Uth und Nabil Bentaleb in der ersten Elf auf vier Spieler, die noch in der vergangenen Saison aussortiert worden waren. Dann verkaufte er Rudy doch noch an Hoffenheim. Bentaleb wurde später suspendiert, Fährmann zwischenzeitlich aus dem Tor genommen, um später doch wieder zu spielen.“, meint Effenberg.

Laut Stefan Effenberg macht die Stevens-Rückkehr alles noch schlimmer: „Der hatte noch vor eineinhalb Jahren beim klubeigenen Youtube-Kanal ein erneutes Engagement ausgeschlossen: 'Ich tue das nicht mehr. Da kommt mal ein Ende und das ist jetzt gekommen. Ich rede da nicht drum herum.' An anderer Stelle bestätigte er: 'Das ist definitiv das letzte Mal.' Das war es offensichtlich nicht. Und das wirft die Frage auf: Wem soll man auf Schalke eigentlich noch glauben? Bei allem Respekt vor seiner Lebensleistung und den tollen Erfolgen mit Schalke 04: Stevens hat dadurch an Glaubwürdigkeit verloren. Und die ganze sportliche Führung um Jochen Schneider auch“, schlussfolgert Effenberg. (dom)

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