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Jungtürken-Spruch Wirbel um Marcel Reif: Doppelpass-Sponsor hat Gesprächsbedarf

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Marcel Reif in der Sendung Doppelpass bei Sport 1 am 10. Januar 2021

München – Ein ereignisreicher Bundesliga-Spieltag – da gibt es natürlich viel zu diskutieren. Eine Chance, die sich die Experten beim „Doppelpass“ auf Sport1 am Sonntag nicht nehmen ließen.

Zu Gast unter anderem: Eintracht Frankfurt Fredi Bobic (49) und Ex-Kommentator Marcel Reif (71). Letzterer sorgte mal wieder für eine Rassismus-Debatte im Netz.

Auch Ex-FC-Star Lukas Podolski (35) schaltete sich ein und watschte Reif böse ab. Jetzt meldete sich sogar ein Hauptsponsor der Sendung und kündigt Gespräche an.

Doppelpass: Marcel Reif und Fredi Bobic loben Reife bei Borussia Dortmund

Ein Thema im Sonntags-Talk: Der Sieg der zuletzt strauchelnden Dortmunder Borussia im Top-Spiel gegen RB Leipzig. Dabei zeigten sich die Experten angetan von der Reife der jungen BVB-Elf.

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Erling Haaland (2.v.r.) feiert mit seinen Teamkollegen von Borussia Dortmund seinen zweiten Treffer gegen RB Leipzig.

Als „viel erwachsener” bezeichnete Reif die jüngsten Auftritte der Dortmunder, die „nicht mehr nur rennen wie die Karnickel”. Fredi Bobic lobte, wie sich Reus und Co. in die Partie gegen Leipzig gearbeitet hatten, bevor in der zweiten Halbzeit die spielerische Leichtigkeit zurückgekehrt war: „Dann macht das richtig Spaß, denen zuzuschauen”.

Doppelpass: Twitter-Kritik an Marcel Reif nach Jungtürken-Spruch

Während auch Trainer Edin Terzic (38) diskutiert wurde, sah Marcel Reif die Bringschuld in Reihen des BVB insbesondere auch bei Routiniers Mats Hummels (32) und Marco Reus (31).

Dann ein Spruch, der für Wirbel sorgte: „Nach dem Spiel gegen Stuttgart gab es die Herren Reus und Hummels, nicht etwa irgendwelche Jungtürken, sondern schon die Herren, um die es geht, die gesagt haben: Pass auf, wir sind eine Mannschaft, die kann nicht verteidigen."

Der BVB hatte Mitte Dezember 1:5 gegen Stuttgart verloren, danach wurde Trainer Lucien Favre (63) freigestellt.

Auf Twitter hagelte es wieder Kritik an Reif: „Marcel Reif, mal wieder mit einer super Ausdrucksweise bei Sport1. ,Irgendwelche Jungtürken.´ Was soll denn sowas, Sport1? Habe abgeschaltet. Und das bleibt auch so, wenn der in Zukunft da sitzt.“

Ein anderer fragt sich: „Marcel Reif spricht von „Jungtürken“ im Dopa, bei ihm scheint es wohl erlaubt zu sein?“

Fan Rapha twitterte: „Alter, macht den Laden endlich dicht. Es kann doch nicht sein, dass jede Woche rassistische oder sexistische Äußerungen unkommentiert da fallen gelassen werden.“

Reif entschuldigte sich wenig später in der Sendung für seine Wortwahl. Er sagte, es tue ihm leid, wenn sich irgendwer angegriffen fühle. Er verstehe aber nicht, wo die rassistische Aussage liegen solle, es sei ja nicht mal ein Türke beim BVB.

Und die Kritik ging weiter. „Er hat sehr wohl Jungtürken gesagt und sich soeben dafür entschuldigt. Dennoch absolut komische Wortwahl von ihm... Er wollte Jungpisser sagen (vom Sinn), aber assoziiert das direkt mit Türken, komisch!“, schreibt ein Fan.

Lukas Podolski kritisiert Marcel Reif nach Doppel-Pass-Auftritt scharf

Podolski, ehemaliger Star des 1. FC Köln und jetzt für Antalyaspor in der Süper Lig am Ball, kritisierte Reif ebenfalls scharf. Poldi schrieb auf Twitter: „Marcel Reif – der Name ist leider nicht Programm, stattdessen diese dumme Aussage. Beim nächsten Mal einfach die Klappe halten.“

Es gab unterdessen auch Stimmen, die eine Rassismus-Debatte im Keim ersticken wollten: „Ach Gott, jetzt wirft man Marcel Reif ernsthaft Rassismus vor. Puh. Lasst doch mal die Kirche im Dorf. Irgendwann wird es nämlich wirklich lächerlich.“

Doppelpass: Hauptsponsor Check 24 meldet sich nach Sendung mit Marcel Reif

Nachdem sich ein erboster Fan an Sport-1-Sponsor Check 24 gewendet hatte, antwortete das Unternehmen, welches die Sendung Doppelpass als Namenssponsor begleitet und kündigte Gespräche an: „Wir von CHECK24 verurteilen Rassismus in jeglicher Form. Es tut uns daher sehr leid, dass es im Doppelpass zu dieser Äußerung gekommen ist. Wir werden dazu mit den Dopa Verantwortlichen rasch das Gespräch suchen.“

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