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Klinsmann geht auf DFB-Elf los Matthäus fordert Löw-Aus im kommenden Jahr

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Mit Jürgen Klinsmann an der Seitenlinie wurde Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2006 Dritter. Das Foto zeigt ihn am 31. Januar 2020 beim Bundesligaspiel zwischen Hertha BSC und Schalke 04.

Los Angeles – Wie geht es weiter nach der 0:6-Pleite der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Spanien? Die Experten sind sich uneins, ob ein Trainerwechsel Deutschland wieder in die Erfolgsspur bringen könnte.

Jürgen Klinsmann fordert Führungsspieler für Nationalmannschaft

Jürgen Klinsmann (56) glaubt, dass Joachim Löw (60) weiterhin der richtige Mann am richtigen Ort ist. „Es gibt keinen Bedarf für einen neuen Trainer. Dann drehte man komplett durch, welche Botschaft sendet man denn damit aus?“, fragte Klinsmann beim US-TV-Sender ESPN. „Ich sehe keinen Grund zur Panik und für einen neuen Trainer“, betonte der 56-Jährige.

Die Aufgabe bis zur EM im kommenden Sommer aber sei groß, sagte er. „Es gibt viele, viele Punkte, die man ansprechen muss. Du musst jetzt durch die Gegend fliegen und die Spieler persönlich oder in kleinen Gruppen sprechen.“

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Klinsmann kritisierte nach der höchsten Pflichtspielniederlage einer deutschen Nationalmannschaft einen Mangel an Führung auf dem Platz und brachte dabei Müller ins Spiel. „Das größte Fragezeichen ist sicherlich das Thema Führung. Wer ist der echte Anführer dieser Mannschaft?“, frage er.

„Niemand auf dem Platz außer Manuel Neuer (34) als Torhüter hat diesen Schritt gemacht in den vergangenen zwei Jahren. Das ist wirklich traurig zu sehen. Es fehlt ein Anführer, eine Persönlichkeit, die nach dem zweiten oder dritten Tor ein Signal setzt.“

Müller sei genau so ein Typ beim FC Bayern München. „Leroy Sané (24), Serge Gnabry (25) – die alle folgen Thomas Müller auf dem Platz, deswegen sind die Bayern seit ich weiß nicht wie lange ungeschlagen in der Champions League“, sagte Klinsmann. „Das ist ein großes, großes Problem für das deutsche Team nur sechs oder sieben Monate vor dem EM-Start.“

Lothar Matthäus: Löw sollte nach EM aufhören – so oder so

Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (59) macht ein sofortiger Trainerwechsel keinen Sinn. „Vor dem Turnier würde ich nichts ändern“, sagte er bei Sky. Allerdings sollte die Löw-Zeit als Bundestrainer nach der EM ablaufen. „Wenn es schlecht läuft, ist er nicht mehr zu halten. Wenn es super laufen sollte, dann würde ich an seiner Stelle darüber nachdenken, mit einem großen Erfolg aufzuhören“,

Nach dem 0:6-Debakel in Spanien hofft Matthäus vielmehr, dass der Bundestrainer „wirklich zum Telefonhörer greift und gewisse erfahrene Spieler, die voll ihre Leistung in dieser Saison, in den letzten eineinhalb Jahren gebracht haben, vielleicht doch zurückholt zur Nationalmannschaft“.

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Die beiden Sky-Experten Lothar Matthäus und Dietmar Hamann (hier bei einem Spiel im Januar 2016 in Mönchengladbach) diskutieren die Löw-Zukunft.

Auch Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (47) glaubt an den Erfolg einer Rückholaktion von Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels. „Ich habe das Gefühl bei ihm, umso mehr schreien, dass sie zurückkommen sollen, umso weniger will er es machen“, sagte Hamann. „Er scheint da sehr stur zu sein.“ Die Diskussion müsse aber geführt werden.

Hamann: Löw hat Mannschaft durch „unsägliche Ausbootung“ verloren

Sollte Löw sich doch zur Rückholaktion durchringen, „wäre das kein Gesichtsverlust, es wäre ein Zeichen von Stärke“, meinte Hamann und sagte: „Ich glaube, dass ein Hummels und ein Müller der Mannschaft gut tun würden.“ Die „unsägliche Ausbootung der drei sehr verdienten Nationalspieler vor 18 Monaten“ habe mit dazu geführt, dass der Bundestrainer die Mannschaft nicht mehr so erreichen würde.

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