Doppelpack des Ex-Kölners im HSV-Trikot Terodde neuer Rekordschütze in Liga zwei

Terodde-Rekord

Mit diesem sehenswerten Hackentreffer sicherte sich Simon Terodde den neuen Zweitliga-Rekord.

Paderborn – Was für ein unfassbares Fußballspiel am Montagabend zum Abschluss der Zweiten Liga zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV! Am Ende feierte der HSV einen wichtigen 4:3-Sieg durch ein Elfmeter-Tor von Aaron Hunt (82.) und die Tabellenführung. Im Mittelpunkt standen aber zwei Ex-Kölner. Einer stellte sogar einen neuen Fabel-Rekord auf.

Sie haben ihn zum Hamburger SV geholt, damit er den Unterschied ausmacht. Simon Terodde (32) soll Spiele entscheiden und seinen Verein zurück in die Bundesliga schießen. Dieser Aufforderung kommt der Ex-Kölner blendend nach. Erst ein Doppelpack zum Start gegen Absteiger Fortuna Düsseldorf. Und auch gegen den zweiten Absteiger knipste Terodde zweifach.

Terodde Tor

Mit dem Kopf traf Simon Terodde aus kurzer Distanz zum zwischenzeitlichen 0:2.

Terodde, Zweitliga-Torschützenkönig 2016, 2017 und 2019, fühlt sich im Unterhaus einfach pudelwohl und liefert das, was die Fans von ihm gewohnt sind: Tore am Fließband. Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 für den HSV war freilich ein Geschenk der Gastgeber. Chima Okoroji (23) leistete sich im eigenen Fünfmeterraum einen schlimmen Querschläger, Terodde köpfte in perfekter Abstauber-Manier ein.

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Technisch anspruchsvoller hingegen der Rekordtreffer in der 57. Minute: Mit links verwertete er eine Wintzheimer-Vorlage zum 122. Zweitliga-Tor. Ein historischer Treffer in der eingleisigen Liga.

Sven Demandt hatte 121 Tore in 317 Spielen erzielt

Sven Demandt (55), aktuell bei Frechen 20 in der Mittelrheinliga als Trainer tätig, hatte für Düsseldorf, Hertha und Mainz in 317 Spielen 121 Treffer im Unterhaus des deutschen Profifußballs erzielt. Terodde hat diese Marke nun mit seinen Toren für den MSV Duisburg, den 1. FC Union Berlin, den VfL Bochum, den VfB Stuttgart, den 1. FC Köln und den HSV überboten.

Simon Terodde: Erst nach dem Spiel dachte er an den Rekord

„Ich hab‘ im Spiel nicht eine Sekunde an den Rekord gedacht, erst nach dem Spiel wurde ich drauf angesprochen“, sagte Terodde verhalten. „Ich möchte eine sehr, sehr gute Saison mit dem HSV spielen. In fünf oder zehn Jahren kann man vielleicht mit seinen Jungs im Partykeller sitzen und ein Bierchen trinken und daran denken. Das ist eine schöne Randnotiz. Aber was nützt mir die Torjägerkanone, wenn man dann verliert.“

Aber der Ex-Kölner konnte sich über den perfekten Saisonstart freuen: „Wir haben nach der Pause Geduld bewiesen und hatten die Qualität, um zurückzukommen. Jetzt sind wir Erster nach zwei Siegen gegen die Bundesliga-Absteiger, das ist auch nicht ohne. Es ist schön, wenn die Mannschaft erfolgreich ist und mir die Jungs mit starken Vorlagen zu Toren verhelfen.“

Führich

Chris Führich traf doppelt für den SC Paderborn und holte einen Strafstoß raus.

Zwischen Teroddes Rekord-Treffern drehte der SC Paderborn innerhalb von viereinhalb Minuten den 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. Hauptdarsteller dabei war Chris Führich (22), der Ex-Kölner. Erst wurde er gefoult, Dennis Srbeny verwandelte den Elfmeter. Anschließend traf Führich zweimal sehenswert selbst, einmal mit rechts, einmal mit links. Eingeleitet wurden die Führich-Treffer jeweils durch schlimme Fehlpässe des Ex-Paderborners Klaus Gjasula (30), der seinen Ex-Kollegen die Tore quasi schenkte.

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