Gross spricht nach Aus bei S04 Schalke stellt Interimstrio mit Vereinslegende vor

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Gerald Asamoah (rechts) wird künftig die Profi-Mannschaft von Schalke 04 begleiten. Auf dem Foto sieht man ihn mit Kevin Kuranyi am 5. Mai 2007.

Gelsenkirchen – Der Horror bei Noch-Bundesligist Schalke 04 hört einfach nicht auf. Nach der 1:5-Demütigung in Stuttgart greift Königsblau am Sonntagmorgen (28. Februar) zum wohl letzten Strohhalm. Auf einen Schlag trennt sich der Tabellenletzte von Trainer Christian Gross (66), Co-Trainer Rainer Widmayer (53), Sportvorstand Jochen Schneider (50), Lizenzspieler-Koordinator Sascha Riether (37) und Athletik-Coach Werner Leuthard (59).

  • FC Schalke 04 taumelt dem Abstieg entgegen
  • Trainer Christian Gross muss gehen
  • Auch Sportvorstand Jochen Schneider und Sascha Riether sind entlassen

Der Tabellenletzte taumelt dem vierten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Die sportliche Situation ist eindeutig, deshalb müssen wir bei jeder noch zu treffenden Personalentscheidung auch über die Saison hinausdenken.

Gleichzeitig steht nun die Mannschaft in der Pflicht, das letzte Drittel der laufenden Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu bestreiten. Das sind die Spieler Club und Fans schuldig“, erklärt Dr. Jens Buchta (57), Vorsitzender des Aufsichtsrates von Schalke 04 die Entscheidungen.

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FC Schalke 04 entlässt Trainer Christian Gross

Am Samstag waren die Königsblauen mit 1:5 beim VfB Stuttgart untergegangen. Im Vorfeld war durchgesickert, dass Spieler einen Putsch gegen Trainer Christian Gross versucht hatten.

Sky zeigte am Sonntagmorgen Bilder von Gross, der mit gepackten Taschen das Hotel in der Nähe der Veltins-Arena verließ. Hinter den Kulissen läuft derweil die Personalsuche für die Schalker Neuausrichtung auf Hochtouren. Vorerst übernimmt ein Interimstrio. Peter Knäbel (57), Technischer Direktor der Königsblauen, trägt bis auf weiteres die sportliche Gesamtverantwortung. Bei den Planungen für die neue Saison wird er von Mike Büskens (52) und Norbert Elgert (64) unterstützt.

Die Position des entlassenen Sascha Riether übernimmt Vereinslegende Gerald Asamoah (42). Die Trainerposition wird vorerst von Athletik-Trainern besetzt.

Als Trainer-Kandidat soll Mike Büskens bei Schalke bis Saisonende hoch im Kurs stehen. Der allerdings soll wohl bereits abgewunken haben. Womöglich sitzt er dennoch interimsweise am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) auf der Schalker Bank. Dann trifft S04 im Abstiegsduell auf den FSV Mainz 05 mit Sportvorstand Christian Heidel, der auch auf Schalke tätig gewesen war.

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Übernimmt er Schalke bis zum Saisonende? Mike Büskens am 18. Dezember 2020 im Training.

Am Sonntag sprach Gross dann mit der schweizer Zeitung Blick über sein Aus. „Ich bin sehr enttäuscht. Zumal ich als Trainer immer noch das Gefühl habe, dass sich die Mannschaft entwickelt. Dass wir auf dem richtigen Weg waren und Fortschritte machen. Und ich nach wie vor überzeugt bin, dass Schalke den Abstieg noch verhindern kann.“

Christian Gross: Schalke war eine große Enttäuschung

Für den Schweizer war es „die größte Enttäuschung meiner Karriere.“ Besonders die Revolte hat Gross sehr beschäftigt: Diese Meldung von der Revolte, vom Aufstand oder von was auch immer, brachte natürlich grosse Unruhe. Ich habe mich am Samstagmorgen mit Jochen Schneider unterhalten – er sagte mir explizit, bei ihm sei kein Spieler gewesen. Und ich habe auch die Spieler direkt angesprochen", erklärte Gross.

Es kann ja sein, dass einem mein Gesicht nicht gefällt, dass er mich nicht mag. Aber dann kann man es doch offen aussprechen, kein Problem", ergänzte der Schalker Ex-Trainer. Er hätte im Nachhinein auch beispielsweise auf die Verpflichtung von Klaas-Jan Huntelaar verzichtet. (jpg/sid)

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