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Konkurrent sagt ab Rangnick-Zoff: Schalke-Fans setzen Klubführung unter Druck

Gelsenkirchen – Am Freitag ging bei Schalke 04 plötzlich alles ganz schnell. Nachdem Ralf Rangnick (62) tagelang als möglicher neuer Bundestrainer gehandelt wurde, kamen aus dem Nichts die Spekulationen um sein bevorstehendes drittes Engagement bei S04. Während die Rangnick-Frage die Führungsebene des Klubs offenbar tief spaltet, ergibt sich bei den Fans eine deutliche Tendenz.

  • Schalke-Gerüchte um Ralf Rangnick
  • Fans positionieren sich zur Rangnick-Debatte
  • Interne Frontenbildung im Schalker Aufsichtsrat

Laut „Bild“-Informationen vom Samstag (13. März) war die Einigung zwischen dem Klub und seinem früheren Trainer (2004-2005 und 2011) schon beinahe spruchreif, ehe die Position als Sportvorstand durch interne Querelen wieder ins Wanken geriet. Zu Unrecht, wenn es nach den Fans des Abstiegskandidaten Nummer eins geht.

Klarer Fan-Zuspruch für Rückkehr von Ralf Rangnick zu Schalke 04

Schon nach den ersten Berichten am Freitag (12. März) hatte ein Fan eine Online-Petition für Rangnicks Schalke-Hattrick gestartet. Am Sonntagmittag (12.30 Uhr) lag die Zahl der Unterstützer bereits bei knapp 34.000.

In der Petitions-Eröffnung des Schalke-Fans aus Bremerhaven heißt es: „Ralf Rangnick muss Sportvorstand des FC Schalke 04 werden, wenn die Chance besteht ihn zu bekommen. Dies ist eine einmalige Chance für den Verein und wird so nicht wiederkommen. Sowohl sportlich als auch in Anbetracht einer Ausgliederung wäre RR der richtige Mann.“

Auch Manuel Baum erklärt sich als Fürsprecher von Ralf Rangnick

In den über 11.000 Kommentaren ist unter anderem zu lesen: „Nur Herr Rangnick kann den Sumpf auflösen.“ Ein anderer Fan betont mit Blick auf den bevorstehenden Umbruch: „Herr Rangnick hat in der Vergangenheit bereits öfters nachgewiesen, dass er für solche Aufgaben gemacht ist und die richtigen Strukturen aufbauen kann und stabilisieren kann.“

Ralf_Rangnick_Sportstudio

Ralf Rangnick, hier bei einem „Sportstudio“-Auftritt im August 2020, wird derzeit als möglicher neuer Sportvorstand bei Schalke 04 gehandelt.

In der Sparte „Pro & Contra“ gibt es bislang noch keinen Eintrag, in dem gegen die Rangnick-Rückkehr votiert wird. Die 0:5-Niederlage von Schalke in Wolfsburg machte am Samstag einmal mehr deutlich, dass der Verein aller Voraussicht nach für die 2. Liga planen muss. Rangnick scheint einer der wenigen Kandidaten, unter dem der Neustart auf die volle Unterstützung des Anhangs zählen könnte.

Bei „Sky90“ zeigte sich auch Schalkes Ex-Trainer Manuel Baum (41) angetan von der Idee, Rangnick könne Schalke wieder auf Erfolgskurs führen. „Wenn das Potenzial mal auf die Straße kommt, dann wird es richtig spannend. Aber der Boden muss bereitet werden, damit Ralf lospflügen kann.“

Schalker Aufsichtsrat bei Debatte über Sportvorstand offenbar gespalten

Dieser Meinung soll offenbar auch Aufsichtsratsmitglied Professor Stefan Gesenhues (66) sein, der die Verhandlungen mit Rangnick und Berater Marc Kosicke dem Vernehmen nach initiierte. Doch der interne Gegenwind scheint heftig. Gesenhues sah sich bereits mit Verrats- und Verschwörungsvorwürfen konfrontiert, seine Zukunft im Verein ist ungewiss.

Denn offenbar herrscht Frontenbildung auf höchster Ebene. Für Aufsichtsrats-Boss Dr. Jens Buchta (57) soll nicht Rangnick, sondern Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche (40) die Wunschlösung für die Nachfolge von Jochen Schneider sein. Doch Krösche, der bei RB noch bis 2022 gebunden ist, soll laut „Bild“ bereits abgewunken haben: „Ich stehe nicht zur Verfügung“, wird Krösche am Sonntag zitiert.

Markus_Krösche_RB_Leipzig

Markus Krösche, hier im Mai 2020 in der Leipziger Red-Bull-Arena, wird als möglicher neuer Sportvorstand bei Schalke 04 gehandelt.

Ganz gleich wer am Ende das Rennen als neuer Sportvorstand macht: Bei den Knappen steht im Sommer ein gewaltiger Umbruch an. Unter großem finanziellem Druck müsste der Kader, der in den bisherigen 25 Bundesliga-Spielen nahezu kollektiv versagte, zu weiten Teilen ausgetauscht werden.

Der finanzielle Spielraum dafür ist eng, dennoch dürfte das einzige Ziel im Abstiegsfall die sofortige Rückkehr in die Bundesliga sein.

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