„Überrascht über den Anruf“ Neuer Schalke-Trainer steht fest – Vertrag für fünf Monate

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Christian Gross, hier ein Foto vom April 2019 als Trainer von Zamalek, übernimmt am 28. Dezember bei Schalke 04.

Gelsenkirchen – Jetzt ist es offiziell: Nach David Wagner (49), Manuel Baum (41), Huub Stevens (67) übernimmt nun der vierte Trainer in dieser Saison beim FC Schalke 04.

Seit 29 Partien warten die Königsblauen in der Bundesliga nunmehr auf einen Sieg, auch Interimscoach Stevens konnte die Talfahrt gegen Arminia Bielefeld nicht stoppen. Immerhin gelang ihm der Pokal-Sieg gegen Ulm. Aber nun soll mit dem neuen Mann die Wende im Keller her.

Jochen Schneider bekam grünes Licht für Christian Gross

Jetzt soll Christian Gross (66) die Königsblauen vor dem Abstieg retten. Der Schweizer war mehrfacher Meistertrainer in seiner Heimat (FC Basel), trainierte in der Bundesliga den VfB Stuttgart (2009/2010). Zuvor hatte Sportboss Jochen Schneider (50) grünes Licht vom Schalker Aufsichtsrat bekommen.

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„Ich war überrascht über den Anruf, aber ebenso erfreut“, sagte Gross bei seiner Vorstellung am Sonntag. „Lassen Sie mich das anpacken. Ich muss vorangehen“, ergänzte der neue Schalke-Coach, der versicherte: „Ich habe noch sehr viel Energie.“

„Für Schalke 04 geht es in den nächsten fünf Monaten ausschließlich darum, den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga zu schaffen. Christian Gross hat sowohl in Deutschland als auch in England bewiesen, dass er schwierige Missionen dieser Art erfolgreich gestalten kann“, sagte Schneider. „Christian Gross wird die Mannschaft mit klarer Linie und einer unmissverständlichen Erwartungshaltung auf den richtigen Weg bringen, davon sind wir überzeugt.“ Schneider erklärte: „Christian Gross war die erste Option. Wir haben eine gemeinsame Mission.“

Christian Gross arbeitete mit Joche Schneider beim VfB Stuttgart zusammen

Schneider hatte mit Gross bereits in Stuttgart zusammengearbeitet. Der 66-Jährige gilt als harter Hund und soll die schwierige Lage bei S04 in den Griff bekommen. Das passt zur Empfehlung von Stevens, der seine „Eindrücke“ aus dem Fünf-Tage-Intermezzo als Interimscoach weitergeben wollte, „welcher Trainertyp gebraucht“ werde.

Gross selbst hat eine klare Vorstellung, wie das Ziel Klassenerhalt realisiert werden soll: „Wir müssen ziel- und resultatorientiert arbeiten. Ich will den Ehrgeiz der Spieler in jeder Sekunde spüren. Wir brauchen in und um die Mannschaft herum eine positive Grundhaltung, um wieder erfolgreich zu sein. Ich werde alles dafür geben, damit wir unser Ziel gemeinsam erreichen werden.“

Schneider kündigte für die Winter-Transferperiode zudem Aktivitäten an: „Wir werden und wollen alles tun, wozu wir in der Lage sind“, sagte der Sportboss.

Christian Gross von 2014 bis 2020 in Saudi-Arabien und Ägypten aktiv

Allerdings hat Gross in den vergangenen acht Jahren nicht mehr in Europa gearbeitet, war in Saudi-Arabien und Ägypten unterwegs.

Die Schalker statten den Coach lediglich mit einem Halb-Jahres-Vertrag aus. Angeblich ohne Verlängerungsklausel, aber mit einer offenbar siebenstelligen Retter-Prämie. Am zweiten Weihnachtstag soll das Papier unterschrieben werden.

Christian Gross leitet erstes Training am 28. Dezember

Sein erstes Training wird Gross am 28. Dezember leiten, die erste Aufgabe wartet am 2. Januar beim Auswärtsspiel in Berlin gegen die Hertha. Nach 29 Sieglos-Spielen braucht Schalke bald schon ein kleines Wunder. Der Bundesliga-Negativrekord von Tasmania Berlin aus der Spielzeit 1965/66 mit 31 Spielen ohne Sieg ist nicht mehr weit entfernt.

Jochen Schneider braucht Erfolg mit der Personalie Christian Gross

Da schon Schneiders erste Wunschlösung mit dem glücklosen Baum misslang, gilt auch der Schalker Sport-Vorstand als angeschlagen. Sollte Gross den Klub nicht vor dem Abstieg bewahren können, dürfte auch Schneider kaum mehr zu halten sein. Sowohl Wagner wie auch Baum stehen beim finanziell angeschlagenen Verein weiter auf der Gehaltsliste. (msw, fne)

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