„Wäre ein gutes Signal“ Calmund und Flick werben für Zuschauer beim DFB-Pokal-Finale

DFB-Pokal

Normalerweise ist das DFB-Pokalfinale immer mit 70.000 Zuschauern restlos ausverkauft.

Berlin – Der langjährige Manager und Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen, Reiner Calmund (71), kann sich inmitten der Corona-Krise eine baldige Rückkehr des Publikums im deutschen Fußball vorstellen. „Ich habe die Hoffnung, dass wir einen Neustart machen können. Auch die Politik reagiert ja mit Lockerungen. Eine gewisse Anzahl Zuschauer sollte man langsam wieder zulassen“, sagte der 71-Jährige dem Internetportal t-online.de.

Ein guter Anlass dafür wäre für Calmund das DFB-Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München am 4. Juli in Berlin – selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregelung. „Ich kann mir vorstellen, dass zu einem großen deutschen Finale in einem riesigen Stadion auch unter Abstand fünf- bis zehntausend Zuschauer dabei sein können“, sagte er: „Das würde ich mir wirklich wünschen, schließlich passen da normalerweise 80.000 Menschen rein. Ein Pokalfinale mit Zuschauern auf den Rängen wäre ein gutes Signal“, so Calmund.

Unterstützung aus München

Zustimmung für seinen Vorschlag bekommt Calmund von Leverkusens Finalgegner Bayern München. „Ich habe schon immer gesagt, dass Zuschauer sehr, sehr fehlen. Wenn es so ist, dass man es entscheidet, dass Zuschauer dabei sind – umso schöner“, sagte Hansi Flick (55). 

„Das sind Dinge, die ich nicht entscheiden kann. Das wird woanders entschieden. Es tut mit Sicherheit gut, wenn Fans im Stadion sind. Wie das vonstatten geht, müssen andere beurteilen.“

Huub Stevens sieht Fans im Stadion kritisch

Für den früheren Bundesliga-Trainer Huub Stevens (66) käme ein Ende der Geisterspiele zum Pokalfinale allerdings zu früh. „Ich bin froh darüber, dass bestimmte Lockerungen kommen, sagte der Niederländer: Aber ich glaube nicht, dass wir das Risiko eingehen sollten.“

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Zum laufenden Bundesliga-Spieltag haben DFB und DFL die strengen Hygienemaßnahmen etwas gelockert. So müssen Ersatzspieler bei ausreichend Abstand keine Gesichtsmasken mehr tragen, zudem sind wieder mehr Medienvertreter in den Stadien zugelassen. (dpa/eka)

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