Nur Real und BarcaDie 11 teuersten Primera-Division-Einkäufe aller Zeiten

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Gareth Bale (rechts) und Cristiano Ronaldo, Superstars von Real Madrid.

Madrid – In den vergangenen Jahren stiegen die Ablösesummen nicht nur in England ins Unermessliche!

Im Gegenteil, in der Primera Division, mittlerweile einfach „La Liga“ genannt, wurden schon vor dem großen Transfer-Wahnsinn unglaubliche Ablösesummen gezahlt. 

Wir zeigen Ihnen die teuersten Einkäufe der spanischen Liga aller Zeiten!

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1. Ousmane Dembélé (FC Barcelona): 105 Millionen Euro

Es war DAS Transfer-Theater des Sommers 2017. Ousmane Dembélé wollte unbedingt von Borussia Dortmund zum FC Barcelona wechseln – und setzte den Transfer schließlich mit einem Streik durch (hier mehr lesen).

Erst kam er nicht mehr zum Training, dann wurde der Offensivspieler suspendiert, schließlich fand der Wechsel nach Katalonien statt.

Die Ablösesumme für den französischen Nationalspieler beträgt 105 Millionen Euro. Zudem kann Dortmund als Boni bis zu 42 Millionen kassieren. Macht 147 Millionen Euro insgesamt! 

Erst ein Jahr zuvor war der damals 19-Jährige für 15 Millionen Euro von Stade Rennes zum BVB gewechselt.

2. Gareth Bale (Real Madrid): 101 Millionen Euro

Für die damalige Rekordablösesumme von rund 101 Millionen Euro ging der Waliser 2013 von den Tottenham Hotspurs zu Real Madrid.

Damit war er der erste Spieler, für den jemals über 100 Millionen Euro ausgegeben wurden!

Kurios: Beide Vereine behaupteten öffentlich stets, dass die Ablösesumme bei 91,59 Millionen Euro lag.

Der Grund: Real-Superstar Cristiano Ronaldo, der zuvor als teuerster Spieler der Welt galt, sollte nicht verärgert werden. 

„CR7“ war wohl so pikiert, dass er mit einem Abschied von den Königlichen drohte.

Ein von „Football Leaks“ veröffentlichtes Dokument soll jedoch belegen, dass Real Madrid tatsächlich rund 101 Millionen Euro in Raten überwies. 

3. Cristiano Ronaldo (Real Madrid): 94 Millionen Euro

Cristiano Ronaldo durfte sich vor Gareth Bale „teuerster Spieler der Welt“ nennen. 94 Millionen überwies Real Madrid für den Weltstar 2009 an Manchester United.

Der womöglich beste Spieler der Welt neben Lionel Messi gilt als der Schlüssel zum Erfolg der „Galaktischen“ in den vergangenen Jahren.

Mit den Madrilenen gewann er insgesamt zwölf Titel, darunter dreimal die Champion League. Er selber wurde in seiner Zeit bei Real dreimal zum Weltfußballer ernannt.

Der Portugiese gilt nach Angaben des „Forbes-Magazins“ als bestbezahltester Sportler der Welt. 

4. Neymar (FC Barcelona): 86,2 Millionen Euro

Der Transfer Neymars ist wohl der komplizierteste und undurchsichtigste der gesamten Fußball-Geschichte. Ob bei dem Deal alles mit rechten Dingen zugegangen ist, ist ebenfalls nicht ganz klar.

Der Brasilianer Neymar kam 2013 vom FC Santos zum FC Barcelona. Dafür hat der spanische Klub 17,1 Millionen Euro an Santos überwiesen. Weitere zwei Millionen wurden fällig, da Neymar für den Ballon d'Or nominiert wurde.

Der Rest der Ablösesumme setzt sich aus Handgeldern, Provision für den Berater, Neymars Vater, sowie verschiedenen Verträge mit Firmen der Eltern Neymars und dem FC Santos zusammen. 

Insgesamt beläuft sich der Deal auf geschätzte 86,2 Millionen Euro. Spanischen Medienberichten zufolge könnte der Betrag aber noch auf über 100 Millionen Euro ansteigen!

Möglicherweise muss der FC Barcelona viele Millionen Euro Steuer-Nachzahlungen und Strafzahlungen an den spanischen Staat leisten, welche bei dem Deal am Fiskus vorbeigeschleust wurden.

Trotz aller Schwierigkeiten rund um den Transfer hat der brasilianische Superstar bei den Katalanen voll eingeschlagen. Gemeinsam mit seinen Sturmpartnern Lionel Messi und Luis Suárez bildet er wohl die berüchtigste Offensive der Welt.

5. Luis Suárez (FC Barcelona): 82,5 Millionen Euro

Der Skandal-Stürmer aus Urugay kam 2014 aus Liverpool zum FC Barcelona. Und das, obwohl er noch monatelang gesperrt war, nachdem der Wiederholungstäter Giorgio Chiellini bei der WM in die Schulter gebissen hatte!

Englische Medien berichteten von einer Ablösesumme über 94 Millionen Euro. Einem von „Football Leaks“ veröffentlichten Dokument zufolge soll die Ablösesumme jedoch genau 82,5 Millionen Euro, aufgeteilt auf fünf Raten, betragen haben. 

6. James Rodríguez (Real Madrid): 75 Millionen Euro

Platz fünf belegt wieder ein Transfer der „Königlichen“.

Nachdem James Rodríguez mit herausragenden Leistungen für Kolumbien bei der WM 2014 auf sich aufmerksam machen konnte, geriet er ins Visier von Real Madrid.

75 Millionen ließen die sich die Dienste des WM-Torschützenkönigs kosten, der von der AS Monaco nach Madrid wechselte. 

In seinem ersten Jahr unter Carlo Ancelotti konnte der offensive Mittelfeldspieler starke Leistungen zeigen. Unter Zinédine Zidane kam er jedoch kaum noch zum Zug.

Daher verließ er die Madrilenen 2017 auf Leihbasis zum FC Bayern München, wo er auf seinen alten Trainer Carlo Ancelotti trifft. 

7. Zinédine Zidane (Real Madrid): 73,5 Millionen Euro

Der heutige Real-Trainer Zinédine Zidane schafft es auf Platz sechs der teuersten Einkäufe aller Zeiten. Auch er konnte sich einst „teuerster Spieler der Welt“ nennen. Für umgerechnet 73,5 Millionen Euro verließ der Welt- und Europameister Juventus Turin im Jahr 2001 Richtung Real Madrid. 

Mit den „Königlichen“ erreichte der dreimalige Weltfußballer das fehlende Puzzle-Teil zu seiner perfekten Karriere, den Champions-League-Titel. 

Er selbst schoss das legendäre Siegtor im Finalspiel 2002 gegen Bayer 04 Leverkusen und krönte damit seine Karriere, die er 2006 beendete. 

8. Zlatan Ibrahimovic (FC Barcelona): 69 Millionen Euro 

Wie viel der Transfer von Schweden-Superstar Zlatan Ibrahimovic zum FC Barcelona im Jahr 2009 wirklich wert war, ist schwierig zu beziffern. 

Fakt ist: Es war einer der spektakulärsten und risikoreichsten Transfers der Transferperiode. 

Im Tausch für Ibrahimovic überwies der FC Barcelona nämlich nicht nur 45 Millionen Euro, sondern gab auch Top-Stürmer Samuel Eto'o an Inter Mailand ab. Medienberichten zufolge lag dessen Marktwert bei circa 24 Millionen Euro, weswegen sich die Ablösesumme auf geschätzte 69 Millionen Euro addierte.

Zusätzlich ging auch der Mittelfeld-Mann Alexander Hleb im Rahmen des Geschäfts leihweise nach Mailand. 

Die beiden waren zuvor noch Champions-League-Sieger mit der „Blaugrana“ geworden. 

Insgesamt entpuppte sich der Mega-Deal sowohl für Zlatan als auch für den FC Barcelona als Mega-Flop.

Der Schwede fand nie wirklich seinen Platz im strikten System der Katalanen, und auch mit Star-Trainer Pep Guardiola gab es Schwierigkeiten. 

Nach nur einem Jahr verließ der Stürmer Barcelona schon wieder Richtung Mailand. Diesmal allerdings zum großen Rivalen seines EX-Klubs Inter: dem AC Mailand.

9. Kaká (Real Madrid): 65 Millionen Euro

Kaká kam im Rahmen der großen Transferoffensive Real Madrids 2009 vom AC Mailand nach Spanien. Gemeinsam mit Cristiano Ronaldo sollte er die Offensive der „Königlichen“ zu alter Stärke führen. 

Der brasilianische Ausnahme-Techniker machte insgesamt 120 Spiele für die Madrilenen, er schoss 29 Tore.

An seine furiosen Zeiten bei AC Mailand konnte er jedoch nie anknüpfen. Mit denen hatte er 2007 die Champions League gewonnen. 

Er selbst sagte damals, er habe gar nicht unbedingt wechseln, sondern in Mailand bleiben wollen. Der italienische Klub hätte ihn aber aufgrund der Finanzkrise verkaufen müssen.

Mittlerweile spielt Kaká in der Major League Soccer für Orlando City SC.

10. Luís Figo (Real Madrid): 60 Millionen Euro

Luis Figos Wechsel vom FC Barcelona zum großen Rivalen Real Madrid ist wohl einer der heikelsten der gesamten Fußballgeschichte.

Nachdem der Portugiese 2000 zum Weltfußballer gewählt wurde, ging er für die damalige Rekord-Ablöse von 60 Millionen Euro zu den Madrilenen.

Diesen Schritt haben ihm die Anhänger des FC Barcelona bis heute nicht verziehen. Bei seiner ersten Spiel gegen seinen Ex-Verein wurde er gnadenlos ausgepfiffen und beschimpft. 

Der Höhepunkt der Feindschaft: 2002 wurde aus dem Barcelona-Fanblock ein abgeschnittener Spanferkel-Kopf nach Figo geschmissen. 

Für ihn selber stellte sich der Wechsel als richtige Entscheidung heraus. Mit Real Madrid gewann er mehrfach die spanische Meisterschaft sowie die Champions League 2002.

Die Zeit Figos gilt heute als „Ära der Galaktischen“.

11. Ronaldo (Real Madrid): 45 Millionen Euro 

Der Torschützenkönig der WM 2002 wechselte von Inter Mailand zu Real Madrid, nachdem er sich mit Trainer Héctor Cúper gezofft hatte und fortan nur noch isoliert von der Mannschaft trainierte. 

Bevor er fünf Spielzeiten lang für Inter spielte, war der Brasilianer beim Madrid-Rivalen FC Barcelona unter Vertrag. 

Bei Real komplettierte er das legendäre Team um Luis Figo, Zinédine Zidane und Co. unter dem späteren spanischen Weltmeistertrainer Vicente del Bosque.

Der brasilianische Torjäger traf in 177 Spielen für Madrid 104 mal.

Er gilt bis heute als einer der besten Fußballer aller Zeiten.

(krä)

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