„Völlig auf dem Holzweg“ Ex-FC-Coach Beierlorzer rügt Mainz-Profi für Aussetzer

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Achim Beierlorzer musste sich während des Spiels gegen Bayern München eine Respektlosigkeit gefallen lassen. 

Mainz – Was für ein bitterer Nachmittag für Achim Beierlorzer (51)!

Der ehemalige Trainer des 1. FC Köln hatte mit Mainz 05 den Rekordmeister aus München zu Gast. Schon nach 26 Minuten lagen die Mainzer mit 0:3 hinten – für Beierlorzer Grund genug, taktisch etwas zu ändern.

Pierre Kunde verweigert den Handschlag

In der 32. Minute nahm er Mittelfeldspieler Pierre Kunde vom Platz, brachte für ihn Danny Latza ins Spiel. Der ausgewechselte Kameruner war dementsprechend sauer – und verweigerte seinem Trainer beim Hinausgehen den Handschlag.

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Er ließ die ausgestreckte Hand links liegen. Beierlorzer reagierte sichtlich angefressen, zog die Augenbrauen nach oben und drehte sich zu seinen Assistenten um – frei nach dem Motto: „Das wird Konsequenzen haben“.

Achim Beierlorzer und Pierre Kunde versöhnen sich

Bei Sky sagte Sportvorstand Rouven Schröder nach dem Schlusspfiff allerdings: „Mittlerweile hat der Spieler gemerkt, dass er völlig auf dem Holzweg und feinfühlig genug ist, dass er sich da entschuldigen muss und schon entschuldigt hat.“

Beierlorzer, der nach dem Schlusspfiff auf Kunde eingeredet und ihn dann auch in den Arm genommen hatte, meinte: „Ich kann verstehen, dass er Emotionen hat. Ich werde kein Fass aufmachen, ich bin nicht nachtragend.“ Offensichtlich hatten sich die beiden schnell wieder versöhnt – auch wenn der Ex-FC-Coach klarstellte: „Das hat auch etwas mit Respekt zu tun. Er hat kein gutes Spiel gespielt. Das muss man auch als Spieler akzeptieren und die Contenance wahren. Er kann nicht den Trainer, der so dasteht und ihm Respekt zollen will, so stehen lassen“.

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Respektlosigkeit gegen Beierlorzer: Der Kunde wäre gern König

In den sozialen Netzwerken blieb die Aktion natürlich trotzdem nicht unbemerkt. Zahlreiche Twitter-Nutzer kommentierten die Szene süffisant. „Kunde wird nun sicherlich guter Kunde der Tribüne“ oder „der Kunde wäre gern König“ heißt es dort unter anderem.

Die taktische Umstellung und der Ärger um den verweigerten Handschlag nutzten nichts. Das Team von Achim Beierlorzer verlor die Partie mit 1:3. (krä)

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