In Wien als Märchenonkel verhöhnt Flüchtet Ex-FC-Trainer zurück in die Bundesliga?

Stöger Plakat Märchenonkel Austria Wien

Mit diesem Transparent erklärten Fans von Austria Wien Peter Stöger zum Märchenerzähler 

Wien/Köln – Kehrt Peter Stöger (53) in die Bundesliga zurück? Nach nur vier Monaten als Sport-Vorstand bei Austria Wien steht der ehemalige Trainer des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund möglicherweise schon wieder vor dem Abflug. Die Flucht vor dem Chaos bei den Violetten könnte ihn zurück nach Deutschland führen.

Dabei hatte Stöger erst am 1. August den Posten als Sportvorstand bei der Austria angetreten, mit einem bis 2021 gültigen Vertrag, der an den Kontrakt von AG-Vorstand Markus Kraetschmer (47) gekoppelt ist. Jedoch hat Stöger wohl Ausstiegsklauseln bei entsprechenden Anfragen aus dem Ausland in seinem Arbeitspapier.

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Peter Stöger: „Also im Sport ist man im Grunde zu gar nichts verpflichtet.“

„Also im Sport ist man im Grunde zu gar nichts verpflichtet. Der Fußball ist so schnelllebig geworden, du kannst im Grunde nichts garantieren“, antworte Stöger im Interview mit der Wiener Zeitung auf die Frage, ob er verpflichtet sei, den Vertrag bis 2021 zu erfüllen: „Deswegen betrachte ich das nüchtern und sage: Ich kann gar nichts ausschließen. Der Grundzugang hier bei der Austria ist aber schon, dass die Zusammenarbeit längerfristig ist.“

Allerdings gibt die aktuelle Stimmungslage in der österreichischen Hauptstadt dies nicht unbedingt her. Mit 15 Punkten nach 14 Spielen eiert die Austria meilenweit von der Spitze entfernt auf Platz sieben durch die Liga. Beim letzten Heimspiel gegen Mattersburg (2:1) verschärften die Fans ihre Proteste gegen den Vorstand. „Um eure Fehler zu kaschieren, versucht ihr die Fanszene zu ruinieren“, hieß es auf einem Riesentransparent.

Austria Wien: Fans verspotten Peter Stöger als Märchenonkel

Peter Stöger Markus Kraetschmer Austria

Sportvorstand Peter Stoeger und der Vorstandsvorsitzende Markus Kraetschmer stehen bei Austria Wien in der Kritik.

Als Sündenbock der Fans gilt AG-Vorstand Kraetschmer, aber auch Stöger ist in der aktiven Szene nicht mehr gut gelitten, wie heute.at berichtet. Demnach wurde von den Anhängern ein Fantalk mit Stöger – 19 Euro Eintritt, Getränke und kaltes Buffet inklusive – verhöhnt. „19 Euro für ein Gespräch mit P. Stöger? Die Nöstlinger hat schon für weniger Geld Märchen erzählt“, hieß es auf einem Transparent, das die Fans in der ersten Halbzeit des Mattersburg-Spiels zeigten.

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Die im Juni 2018 verstorbene Christine Nöstlinger gilt als eine der einflussreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen, wurde zu Lebzeiten unter anderem mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis (1984) und dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis (2003) ausgezeichnet.

FSV Mainz 05: Peter Stöger als Nachfolger von Sandro Schwarz gehandelt

Sollte Stöger keine Lust mehr haben auf die Wiener Heimat, wohl aber auf eine Rückkehr auf die Trainerbank, würde ihn der FSV Mainz 05 offenbar nun gerne als Nachfolger des gerade entlassenen Sandro Schwarz (41) verpflichten. Auch Bruno Labbadia (53), Pal Dardai (43/hier mehr über das Interesse des 1. FC Köln an Dardai lesen), Markus Gisdol (50) und Zeljko Buvac (58) sollen laut bild.de auf der Mainzer Liste stehen. Sportvorstand Rouven Schröder (44) wird so zitiert: „Wir müssen überzeugt sein, dass er der Richtige ist – und deswegen ist der Zeitfaktor zweitrangig.“ (ars/mkr)

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