Nach Rassismus-Eklat Neymar erhält Strafe für Schlag auf den Hinterkopf

Neymar

Neymar (Paris St. Germain) sah im Spiel gegen Olympique Marseille die Rote Karte und ging vom Platz.

Paris – Fußball-Superstar Neymar vom französischen Meister Paris St. Germain ist nach seinem Ausraster im Spiel gegen Olympique Marseille von der Ligue 1 für zwei Spiele gesperrt worden. Zudem wurde eine Untersuchung eingeleitet, um Neymars Rassismus-Vorwürfe gegen OM-Spieler Alvaro Gonzalez näher zu überprüfen.

Neymar hatte bei der 0:1-Niederlage gegen Marseille am vergangenen Sonntag seinem Gegenspieler Gonzalez gegen den Hinterkopf geschlagen und dafür Rot gesehen.

Der wütende Superstar Neymar (28) hatte nach seinem Platzverweis in einem wilden Spiel gegen Olympique Marseille schwere Rassismus-Vorwürfe gegen seinen Gegenspieler erhoben.

Alles zum Thema Paris Saint-Germain
  • „Let’s Dance“ Was lief zwischen Janin Ullmann und Neymar? – „Es war eine schöne Zeit“
  • Probleme schon während Karriere Ärzte amputieren Ex-PSG-Stürmer das rechte Bein
  • PSG-Fans trotz Sieg in Rage Eigene Fans pfeifen Messi und Neymar bei jedem Ballkontakt aus
  • „Mehr als einmal angerufen“ Spanischer Transfer-Insider berichtet: Messi forciert Barca-Rückkehr
  • Dicke Luft nach CL-Aus Deutscher Joker sticht: Vollands Monaco schießt Paris Saint-Germain ab
  • Wut auf „Neymar-Clan“ Plant Ex-Bundesliga-Star schon seine PSG-Flucht im Sommer?
  • Größter Transfer-Flop Flüchtet er bald wieder? PSG-Fans pfeifen Star-Zugang gnadenlos aus
  • Champions League Chelsea zu Hause düpiert: Kopfball-Genie Benzema lässt Tuchel verzweifeln
  • Zwei Buhmänner unter sich Jonglier-Duell: In Monte Carlo trifft Novak Djokovic auf PSG-Star Neymar
  • Fußball-Rookie des Jahres 160 Mio. Euro! Zwei Bundesliga-Stars an der Spitze von Europas Newcomern

„Schau dir diesen Rassismus an. Deshalb habe ich ihn geschlagen. Das einzige, was ich bedauere, dass ich diesem Idioten nicht ins Gesicht geschlagen habe“, twitterte der Brasilianer.

Die Angriffe bezogen sich auf den Spanier Alvaro Gonzalez (30), mit dem Neymar in der Schlussphase aneinandergeraten war. Für die Kameras sei es einfach, „meine Aggressionen zu zeigen. Aber jetzt möchte ich das Bild dieses Rassisten zeigen, der mich als 'Affensohn einer Hure' ('monkey son of a bitch') bezeichnet hat“, schrieb ein aufgebrachter Neymar.

Neymar entschuldigt sich für Verhalten, bleibt aber bei Rassismus-Vorwürfen

Zwei Tage nach dem Skandal-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Marseille, bei dem unter anderem Neymar die Rote Karte sah, hat sich der Brasilianer für sein Verhalten auf Instagram entschuldigt. Gleichzeitig erneuerte er aber auch seine Rassismusvorwürfe.

Unter anderem schrieb er: „Rassismus und Intoleranz sind nicht akzeptabel“ und weiter: „Rassismus existiert, aber wir müssen ihn stoppen. Nicht mehr. Es ist genug.“

Außerdem bekräftigte Neymar erneut, dass der Auslöser für seinen Ausraster rassistische Äußerungen gewesen seien. Er habe die Schiedsrichter mehrmals darauf hingewiesen, diese hätten aber nicht reagiert. Rückblickend hätte er es „mit einem kühlen Kopf“ ignorieren und dem „Weg des sauberen Fußballs“ folgen sollen.

Der Brasilianer akzeptiere seine Bestrafung, hoffe aber, dass auch Gonzalez von Olympique Marseille bestraft werde.

Fünf Rote Karten bei Ligue-1-Duell zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Marseille

In der Nachspielzeit der Partie, die Champions-League-Finalist PSG 0:1 verlor, war es vogelwild geworden. Beide Teams lieferten sich eine Massenschlägerei. Neymar, Kurzawa (28, beide PSG) und Jordan Amavi (26, OM) sahen Rot, Leandro Paredes (26, PSG) und Dario Benedetto (30, OM) Gelb-Rot. Neymar wurde für einen Schlag auf den Hinterkopf von Alvaro nach Videobeweis bestraft. Zwölf weitere Akteure sahen im Spielverlauf die Gelbe Karte.

Für PSG mit Trainer Thomas Tuchel war es im zweiten Saisonspiel bereits die zweite Niederlage. Zuletzt war der Hauptstadtklub 1984/1985 so schlecht in die Ligue 1 gestartet. Schon im ersten Saisonspiel hatte Paris gegen Aufsteiger Lens verloren (0:1).

Neymar gehörte ebenso wie Angel di Maria nach überstandener Corona-Infektion wieder zur Startelf. Auch Nationalspieler Thilo Kehrer spielte von Beginn an, Julian Draxler wurde nach auskurierter Leistenzerrung in der 61. Minute eingewechselt. Verzichten musste Tuchel weiter auf Kylian Mbappe, Marquinhos und Mauro Icardi, die ebenfalls nach positiven Tests unter Quarantäne gestellt worden waren. (sid)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.